Nin-Ortiz

Planetes de Nin 2018

BIO

pikant & würzig
saftig
unkonventionell
96+
100
2
Garnacha 45%, Carinena 39%, Garnacha Peluda 16%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2039
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 96+/100
Parker: 94/100
6
Spanien, Priorat
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Planetes de Nin 2018

96+
/100

Lobenberg: Das Jahr war im nördlicheren Teil des Priorats, um das Örtchen Porrera in dem Nin-Ortiz ist, ganz hervorragend. Der Sommer war heiß und trocken, was zu satter Reife und niedrigen Erträgen geführt hat. Es wurde früh gelesen, alles top gesundes Lesegut mit hoher Aromatik. Ausgewogene, zugängliche und zugleich alterungsfähige Weine mit grandioser Balance. Der Planetes stammt aus der Einzellage Finca les Planetes, gegenüber dem Heimatort des Weingutes Porrera gelegen. Hier stehen jüngere und bis zu über 80-jährige Reben von Garnacha und Carinyena separat und zum Teil im Mischsatz und als Buschwein zusammen. Finca les Planetes ist nach Osten ausgerichtet, der Boden ist Llicorella-Schiefer. Die Lage ist ob ihrer Exposition für frische, elegante Weine prädestiniert. In diese Cuvee gehen 3 verschiedene Parzellen Garnacha und 5 verschiedene Parzellen Carinyena ein, die finale Assemblage besteht aus 45% Garnacha, 39% unentrappter Carinyena und 16% Garnacha Peluda. Vergoren und ausgebaut wird zu einem kleinen Teil in der Tonamphore, und zum überwiegenden Teil im großen Holzfuder, in dem der Wein dann auch insgesamt für 18 Monate verbleibt. Die Nase ist tief, fast mystisch, unterlegt mit einer undefinierbaren Vielzahl getrockneter Kräuter, zerstoßenem Kirschkern, Hagebutte, Assamtee, Garrigues, Graphit und Lavastein. Am Gaumen dann ein Kampf zwischen würziger Griotte-Kirsche, Wildhimbeere und süßherber Brombeere. Der Wein strahlt durchaus eine gewisse Massivität aus, das ist schon klar als Priorat-Wein erkennbar. Aber behält sich immer die für Nin-Ortiz so typische Frische bei, auch durch die leichte Krautwürze der Rappen, ein Hauch Burgund. Ein Wein, der spielerisch den Grenzbegriff zwischen prioratischer Kraft, feiner Frucht und herb-würziger Frische definiert. Im Planetes de Nin treffen Garnacha und Carinyena, Barrique und Amphore, Rappenwürze und satte Frucht, blauer und roter Schiefer in all ihrer Komplexität aufeinander. Aus der ostexponierten Heimat-Lage von Nin-Ortiz stammend, kann man das wohl als Visitenkarten-Wein dieser beiden genialen Winemaker sehen, die das Priorat in ihrer ganz eigenen, markanten Weise verkörpern. Das ist außergewöhnlich gut. 96+/100

94
/100

Parker über: Planetes de Nin

-- Parker: The regular red 2018 Planetes de Nin was produced with grapes from the four hectares of vines they planted on their Les Planetes property in Porrera with a massal selection of indigenous grape varieties in 2008. It's a blend of 45% Garnacha and 16% Garnacha Peluda, a variant of Garnacha that has some furs on the back of the leaf (called hairy Garnacha) and 39% Cariñena. There are different kinds of llicorella slate, some harder, some more decomposed and with different percentages of elements like iron, silica or black clay. The Cariñena was harvested between the 13th and 15th of September and the Garnacha between the 26th and 28th of September. They used around 40% full clusters and the rest destemmed but uncrushed grapes that fermented in 3,200-liter oak vats with their natural yeasts during 15 days; they pressed and put the grapes back in the vat to finish fermenting without skins, and then the clean wine was moved to a 3,000-liter oak vat where it completed an élevage of a total of 20 months. This has darker fruit than I expected, with notes of ink and graphite, and it's a little earthy with iron-like notes of blood and meat. It has a medium to full body with some grainy tannins and a long, dry finish, but with very good freshness. They tell me it's something typical from the stony and iron-rich soils from Les Planetes, and the wine needs a little bit more time in bottle. 10,020 bottles produced. It was bottled in June 2020. 94/100

Mein Winzer

Nin-Ortiz

Ester Nin hat in Barcelona Biologie und Weinbau mit Schwerpunkt Bio und Biodynamie studiert. Eigentlich aus Alt-Penedès stammend ließ sich die heutige Star-Önologin und gesuchte Beraterin 2003 in Porrera im Priorat nieder, um für einige namhafte Güter, wie etwa Clos i Terrasses (Clos Erasmus) als...