Pinot Noir 2019

Maximin Grünhaus: Pinot Noir 2019

Zum Winzer

94+
100
2
Spätburgunder 100%
5
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2021–2033
Verpackt in: 6er
9
seidig & aromatisch
strukturiert
pikant & würzig
3
Lobenberg: 94+/100
Suckling: 95/100
Gerstl: 19+/20
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Noir 2019

94+
/100

Lobenberg: Die Reben für den Pinot Noir stehen komplett im Abtsberg, laut VDP Reglement darf die Lage aber (noch) nicht auf dem Etikett stehen. Der Weinberg wurde 2007 in einem Teil des Abtsberges gepflanzt wo die Böden tiefer sind und damit für den Riesling fast etwas zu reich. Es wurden vier verschiedene Klone verwendet. Zwei Burgunder-Klone aus Frankreich, ein Freiburger Klon und ein Geisenheimer Klon. 2010 kamen nochmals 0,3 Hektar an reinem Schieferboden hinzu. Die 0,7 Hektar sind blauer Devonschiefer mit Verwitterungsboden als Auflage. Deshalb ist dieser Teil eben nicht ganz so mineralisch, wie die später hinzukommenden 0,3 Hektar. Die Erträge liegen oft unter 30 hl/ha. Dieser Pinot Noir wird komplett im Barrique ausgebaut. 20-25% neues Holz, ansonsten Erst- und Zweitbelegungen. Der Wein wird überwiegend entrappt, ein kleiner Teil Ganztrauben wird hier mitvergoren, alles Spontangärung. Die Trauben wurden selektiv sehr früh gelesen, nur top gesundes Lesegut wurde verarbeitet. Die Nase ist total fein und kirschig aber dennoch mit einer ausgesprochenen Dichte aufwartend. Nie würde man das an der Ruwer verorten, vielleicht noch nicht mal in Deutschland. Im Grunde genommen ist der Wein sehr burgundisch angehaucht, mit dieser transparenten Kirschnase, schwarze und rote Kirsche, steinige Würze, Kräuter und Rauch. Auch ein Touch Himbeere. Diese Feinheit bei gleichzeitigem Volumen und der Konzentration ist schon beeindruckend, etwas weniger Eichenwürze als in den Vorjahren. Das passt alles sehr gut zusammen und ergibt wie gesagt eher das Bild eines französischen Pinot Noirs als das eines deutschen Spätburgunders. Viel Schwarzkirsche, rote Kirsche, etwas Holunder, dunkelbeerig, mit feinster Würze unterlegt, filigran und kraftvoll zugleich mit konzentriertem Fruchtkern in der Mitte und festem Tanninpolster im ausgesprochen geschliffenen Finish. Sehr frisch, minzig, kühl und dicht schiebt der Pinot Noir unweigerlich aus seiner inneren Kraft heraus. Ein großartiger Wein und ein klares Versprechen, dass hier einer der großen Pinot Noirs Deutschlands entstehen kann, wenn die Reben das entsprechende Alter erreicht haben. Denn bereits jetzt ist das ein prachtvoller Wein in feinster burgundischer Ausrichtung, tolle Säure, immens elegant, super Stoff. 94+/100

95
/100

Suckling über: Pinot Noir

-- Suckling: Deep and smoky with a very impressive concentration of fine tannins and mineral freshness. Still tightly wound, but the balance is already there. This only needs some time to reveal all its treasures. Drinkable now, but better from 2023. 95/100

19+
/20

Gerstl über: Pinot Noir

-- Gerstl: Ein unverkennbar himmlischer Pinot-Duft mit würzig-mineralischer Aromatik. Das Bouquet strahlt sehr viel Reife mit schwarzer Frucht und verschiedenen rotbeerigen Aromen aus. Dazu eine schon fast ätherische Frische nach Minze mit viel Tiefgang. Am Gaumen eine Wucht, mit unglaublicher Dichte und zugleich viel Eleganz. Die Säure bringt die nötige Frische und verleiht einen saftigen, aber weichen Trinkfluss. Dann kommt nochmals die gesamte fruchtige Vielfalt zum Tragen, bevor es im Abgang mit leicht pfeffrigen Noten immer würziger wird. Ein grosser Pinot mit überaus eigenständigem Charakter. Pirmin Bilger 19+/20

Mein Winzer

Maximin Grünhaus

Maximin Grünhaus. Allein der Name lässt das Herz der Moselliebhaber höher schlagen. Die von Schubert’sche Schlosskellerei zählt zu den traditionsreichsten Weingütern der Region. Bereits seit 1882 befindet Sie sich in Familienbesitz. Verlässt man die A48 an der Ausfahrt Kenn/Trier-Ruwer, vergehen nur...