Pinot Noir Am Gutenberg

von Winning

Pinot Noir Am Gutenberg 2018

Limitiert

seidig & aromatisch
saftig
98–100
100
2
Spätburgunder 100%
5
rot
12,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2045
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 98–100/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Noir Am Gutenberg 2018

98–100
/100

Lobenberg: Ein Pinot Noir aus der der Gewanne Gutenberg, eine eigentlich große Lage und möglicher Weise ein Großes Gewächs. Nur ein halber Hektar, östlich von Deidesheim gelegen. Jetzt gibt es oberhalb des Violette noch drei Crus. Davon Am Gutenberg der mit Abstand spannendste. Nur französische Klone, vom Weingutschef Stephan Attmann persönlich in Dichtpflanzung gepflanzt. Nur 500 Gramm je Stock. Weniger als 3000 Flaschen total. Ein Erstlingswein aus ziemlich jungen Reben, was bei kleinen Erträgen je Stock durchaus überragende Ergebnisse bringen kann. Schwerere Böden, eher Forst, Basalt aber viel mehr Aktivkalk. Eindeutig nicht komplett entrappt. Rappen in der Nase. Tolle Würze zeigend, viel schwarze Frucht und Garrigue-Würze. Koriander, Estragon und Thymian. Überreife schwarze und rote Kirsche. Im leicht dropsiger Mund kommt dann satte rote Kirsche, kommt Schlehe, aber auch viel Schwarzkirsche. Ein bisschen Hagebutte, Minze und sehr viel deutliche Eukalyptus. Holunder, etwas metallisch und maskulin krautwürzig. Tolle Länge zeigend und mit diesem Ganztraubenansatz auch ein bisschen auf Dujacs Spuren laufend. Auch Assoziationen an Friedrich Kellers Achkarrener Schlossberg, etwas vulkanisch elegant mit viel schwarzer, zarter, schlanker Frucht. Das liegt an den Klonen aus der Cotes de Nuits. Die dann aber immer mehr einsetzende rote Frucht hat neben Kirsche, Schlehe und roter Johannisbeere auch ein klein wenig Cassis darunter. Das erinnert ein wenig an Méo Camuzet. Das Ganze endet final in einer leichten Schärfe. Piment, deutlich schwarzer Pfeffer, viel Stein. Der Aktivkalk macht den Wein so nobel. Auf jeden Fall ein Unikat und en sehr spannender, großer Pinot Noir aus der Pfalz. Der eindeutig beste Pinot Noir bei von Winning und klar in der ersten Reihe deutscher Rotweine. Der Wein braucht aber viel Zeit. Auf jeden Fall faszinierend. 98-100/100

Mein Winzer

von Winning

Ein neuer Stern zieht im Eiltempo auf am Firmament des Mittelhaardts: »von Winning«. Stephan Attmann macht sich daran, die berühmten Lagen der zentralen Mittelhaardt in Forst und Deidesheim wieder an die Spitze der großen trockenen Rieslinge Deutschlands zu führen.

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