Schätzel

Silvaner Nackenheim 2012

97–100
100
2
Silvaner 100%
5
weiß
Gereift
12,0% Vol.
Trinkreife: 2015–2030
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–100/100
6
Deutschland, Rheinhessen
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Silvaner Nackenheim 2012

97–100
/100

Lobenberg: Der Wein hat komplett sechs Tage als Ganztraube verbracht. Mit den Füßen getreten, eingemaischt, sechs Tage unter Trockeneis gestanden, um die fehlende Alkoholsüße durch Phenolik und Tanningerüst auszugleichen. Dementsprechend auch deutlich traubige, schalige Noten in der Nase. Nicht von ungefähr gibt es hier bei Kai Schätzel durchaus Ähnlichkeiten mit dem gut befreundeten Michael Teschke. Unter der ganzen Phenolik dieses Silvaners kommt dann aber doch mit der Zeit glasklar Silvaner hindurch. Die Schaligkeit tritt in den Hintergrund. Die Mineralik kommt durch. Sehr blumig, sehr steinig. Der Wein hat keinen Schwefel gesehen und wird keinen Schwefel sehen. Auch dieser Wein aus dieser speziellen Lage vom roten Stein kommend wird ein Naturwein. Dieser Silvaner ist im Mund so laut, so krachend. Fast rotfruchtig, ich tippe auf Zwetschge und rote Johannisbeere. Immense Lenge in dieser steinigen Salzigkeit. Der Wein hat nur knapp 11% Alkohol, aber bezieht seine ganze Fülle aus dieser wirklich explosiven Silvaner-Frucht, die ich in dieser rotfruchtigen, massiven Art so noch nie probiert habe. Ein großer Naturwein. In der gleichen Liga wie die Scheurebe. Vom 2012er wurden als Experiment 50% in der Amphore gemaischt und vergoren. Diese verblieben für 6 Monate auf den Rappen und Schalen im Gefäß. Dies wurde zu dem anderen Teil hinzugefügt. Es gab nur eine winzige Menge, Kai Schätzel ist so lieb und gibt mir seine letzten 120 Flaschen von diesem genialen Stoff, der im Mund quasi explodiert mit seiner Dichte und Wucht. Das ist eine neue Dimension Silvaner. Man wird es mögen oder hassen. 97-100/100

Mein Winzer

Schätzel

Kai Schätzel zählt aktuell sicher zur Liga der interessantesten Winzer Rheinhessens. Seit einigen Jahren beobachte ich nun die Weine. Dabei kristallisiert sich mit jedem Jahrgang nach einer experimentellen Anfangszeit ein klarer Stil heraus. Kai Schätzel hat mittlerweile seinen eigenen Stil gefunden...