Maison de la Chapelle: Bourgogne Aligoté 2023

Maison de la Chapelle: Bourgogne Aligoté 2023

Zum Winzer

Aligote 100%
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2024–2033
leicht & frisch
frische Säure
mineralisch
Lobenberg: 92+/100
Frankreich, Burgund, Cote de Beaune
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Bourgogne Aligoté 2023

92+
/100

Endlich macht la Chapelle auch einen Weißwein, ab dem Jahrgang 2022 hat sich viel geändert bei Grégory Viennois, denn er hat mittlerweile nicht nur einen, sondern mehrere Weiße vom Aligoté bis zum Chablis 1er Cru im Programm. Es geht vieles voran in dieser dynamischen Boutique-Domaine. Viele Jahre habe ich die Winzer gebeten von diesen kühlen Terroirs im Norden auch frische Weißweine zu keltern, jetzt wurde mein Wunsch erfüllt. 2020 war der Debut-Jahrgang, nun hier bereits die dritte »Edition«. Der Wein wächst in Chitry, einer kleinen Gemeinde zwischen Irancy und Chablis im Norden des Burgunds. Hier herrschen die typischen Kimmeridge-Mergel des Chablisienne vor. Die Nase strotzt nur so vor Frische. Ein ganzer Strauß Frühlingsblüten, Quittenbirne, grüne Mirabelle, nasser Stein. Schön ausgewogene Frucht, nichts ist grün oder eckt an, total fein und harmonisch. Allein das Hineinriechen lässt schon das Wasser im Mund zusammenfließen. Der ganze Auftritt wirkt geschmeidig, steinobstig, zeigt aber dieselbe Kräuterfrische mit wunderbarem Feuersteinfinale, dass die Zunge kitzelt. Beide Jahrgänge, 2022 und 2023, obwohl sie sehr heiß waren, stecken voller Energie und Spiel, ich finde das genial.

Jahrgangsbericht

Der Jahrgang 2023 präsentiert sich als eine perfekte Symbiose aus Klassik und Moderne. Nach den extremen Hitzejahren der Vergangenheit wirken die 2023er wie ein »tiefes Ausatmen«. Sie sind geprägt von seidiger Textur, cremiger Zugänglichkeit und einer hellen, strahlenden Frucht. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Transparenz für das jeweilige Terroir und einer verführerischen Extraktsüße. 2023 war für die Winzer im Burgund ein Befreiungsschlag in Sachen Quantität. Trotz der großzügigen Erträge fehlt es den Weinen nicht an Konzentration, da hohe Extraktwerte einer Verwässerung entgegenwirkten. Das Wetter war über den Sommer moderat mit ausreichend Niederschlag, bis eine extreme Hitzewelle kurz vor der Lese im September für den finalen Schub an Reife und Dichte sorgte. Während die Weißweine an die Reichhaltigkeit von 2018 erinnern, bewahren sie durch eine feine Säurefrische ihre klassische Brillanz. Es ist ein Jahrgang des puren Genusses, der bereits in seiner Jugend viel Freude bereiten wird und bei den Rotweinen an die reiche Eleganz von 2019 erinnert.

Mein Winzer

Maison de la Chapelle

Grégory Viennois startete mit dem Jahrgang 2014. Maison de la Chapelle ist sein eigenes Weingut. Grégory stammt aus dem Burgund, sammelte Erfahrungen bei Jacques Prieur und Domainde de l’Arlot. Dann begab er sich auf Reise ins Bordelais zu Smith-Haut-Lafitte, lernte Derenoncourt kennen und...

Bourgogne Aligoté 2023