Frontonio

Las Alas de Frontonio La Tejera 2018

fruchtbetont
niedrige Säure
saftig
seidig & aromatisch
strukturiert
95
100
2
Garnacha 98%, Macabeo 2%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2021–2038
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 95/100
Parker: 95/100
Penin: 94/100
6
Spanien, Calatayud
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Las Alas de Frontonio La Tejera 2018

95
/100

Lobenberg: Las Alas wächst auf Schieferböden und wird in einem kleinen Garagenweingut vinifiziert. Alte Reben, die ohne Bewässerung bewirtschaftet werden. Alles Handlese. Der Wein wurde nicht zu spät geerntet, um die Frische zu bewahren. Offen im französischen Holz spontanvergoren mit 10% Ganztraubenanteil. Ausbau in neuen 300 und 500 Liter Fässern aus französischer Allier-Eiche. Das fast eine Blockbuster-Nase, dicht, reich und voluminös, aber auch fein, getrocknete Kirsche, rot und schwarz, ein bisschen Weichselkirsche, getrocknete mediterrane Kräuter, Thymian, balsamisch. Das Ganze ist von nobler Eichenwürze und erdiger Mineralität unterlegt, die am ehesten an feuchten Ton und rauchigen Schiefer erinnert. Angenehm ausgeglichene Mischung aus der leicht süßen, getrockneten, reichhaltigen Frucht und der erdig-balsamischen Würze. Dicht und würzig geht es auch am Gaumen zu, aber auch mit bemerkenswerter Frische und unerwartet feingliedriger Eleganz. Schöne Sauerkirsche, dazu etwas Johannisbeere, Veilchen, verspielt, saftig. Im Nachhall zeigen sich die festen, reifen Tannine. Der Wein ist spürbar auch für ein längeres Leben vinifiziert, aber durchaus schon zugänglich, ein bisschen Luft wird ihm aber gut tun. Diese florale Leichtfüssigkeit, die Grenache haben kann zeigt sich ganz wunderbar im Mund, sehr fein und vom gut eingebundenem Holz umspielt, das hintenraus mit lehmigen Gerbstoffen nochmal fest zupackt. Ein bisschen Unterholz und Granatapfel kommen hinzu, wieder dieser getrocknete Kirschcharakter, keine zu üppige Frucht, es bleibt ganz fein. Dennoch braucht der Wein noch einige Jahre der Flaschenreife oder einige Stunden in der Karaffe, um die Tannine zu bändigen, die aktuell noch sehr griffig sind. Eine reife, satte Version der Garnacha, die aber nie ihre Feinheit verliert. Die Eleganz des Jahrgangs ist famos, die wunderbare Säurefrische und die Dichte der Frucht, die das Holz perfekt mitnimmt. Das passt schon sehr gut zusammen alles, wenn die Ecken noch etwas abgerundet sind, ist das ein Wein mit formidabler Zukunft. Wenn dieser Natural Wine seine Flügel (Alas) ausbreitet, wird die riesige Spannbreite sichtbar. 94/100

95
/100

Parker über: Las Alas de Frontonio La Tejera

-- Parker: There was a big jump in quality from 2015 to 2016, and now the 2018 Las Alas de Frontonio La Tejera feels like it's also an improvement over the 2016. It was produced with a Garnacha-based field blend, as the 1.4-hectare 85-year-old vineyard where it comes from also has some Macabeo. It's a plot on clay, slate and quartzite soils at 630 meters in altitude with a northwest orientation. They used approximately 50% of full clusters for the native fermentation in open-top oak barrels, which allowed them to foot tread the grapes. The wine matured in small (550-liter) oak vats from Italy for 14 months in a cold underground cellar. This is aromatic and elegant, ethereal, perfumed—I have never noticed such elegance in this wine before. The palate is very elegant, with very fine tannins and subdued minerality, long, elegant. It has electric minerality and citrus freshness. This was a revelation, full of energy. 1,912 bottles were filled in February 2020. 95/100

94
/100

Penin über: Las Alas de Frontonio La Tejera

-- Penin: Kirschrot. Aromen von süßen Gewürzen und Buschwaldkräuter. Balsamisch und würzig. Am Gaumen eine schöne Säure mit reifen Tanninen. 94/100

Mein Winzer

Frontonio

Angefangen hat bei Fernando Mora alles mit seiner Badewanne zu Hause in Saragossa, dort machte er seine ersten Gehversuche als Winemaker. Und das Ergebnis war durchaus trinkbar. Hochmotiviert war das der Anlass, nach geeigneten Weinbergen und Parzellen zu suchen.