Hanspeter Ziereisen

Jaspis Blauer Spätburgunder Alte Reben unfiltriert trocken 2014

Jaspis Blauer Spätburgunder Alte Reben unfiltriert trocken 2014 Jaspis Blauer Spätburgunder Alte Reben unfiltriert trocken 2014
RebsorteRebsorte
Spätburgunder 100%
BewertungBewertung
Lobenberg 97-100/100
WeinWein
Rotwein
barrique
12,5% Vol.
Trinkreife: 2020 - 2045
Verpackt in: 6er
LageLage
Deutschland
Baden
Allergene
Sulfite

  • 70,00 €

0,75 l · 30857H

93,33 €/l

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Lobenberg

Lobenberg über:
Jaspis Blauer Spätburgunder Alte Reben unfiltriert trocken 2014

97-100/100
Lobenberg: Das Rebalter beträgt hier um die 50 Jahre, alles gepflanzt von 1965 bis Ende der 60er Jahre. Auf einer 100% Kalksteinunterlage, reiner Fels. Es gibt nur 3 Fässer von diesem Wein, das ist die beste Fass-Selektion aus dem Jaspis Pinot Noir. Ausbau in 20% neuem Holz von 225 Litern Fassungsvermögen über einen Zeitraum von 21 Monaten. Hier sind wir ebenfalls bei 50% Ganztraubenanteil mit den Füßen angequetscht, allerdings haben Ziereisens eine Lesemannschaft, die geschult ist die Rappen an der richtigen, verholzten Stelle abzuschneiden. Selektierte, später hinzugefügte Rappen lehnt Hans Peter ab, da sie seiner Meinung nach durch das vorherige Abbeeren zu stark verletzt werden und dann „grüne“ Aromen abgeben. Über diese Praxis gibt es unterschiedliche Ansichten, Fürst, Huber, Ziereisen machen es so, aber viele Weingüter in Deutschland und dem Burgund geben weiterhin nachträglich selektionierte Rappen hinzu. Hans Peter Ziereisen vergärt diesen Wein zunächst spontan im geschlossenen Gärtank, denn er ist der Meinung, dass eine offene Maischegärung, wie sie häufig in Deutschland durchgeführt wird problematisch ist, da sie Aromen freisetzt, die er nicht mag, die Kirschfrucht wird eher erdbeerig. Man sollte in seinen Augen entweder geschlossen oder in sehr großen offenen Gärgebinden, wie im Burgund, vergären, weil die Gärtemperatur hier höher geht und man dann eine Burgunderaromatik bekommt. Diese deutsche Fruchtaromatik kommt häufig von niedrigen Gärtemperaturen. J.B. Becker im Rheingau vergärt nicht nur geschlossen, sondern sogar in einem Drucktank, eine tradierte deutsche Methode, die komplett in Vergessenheit geraten ist, aber bei ihm super Ergebnisse hervorbringt. Des Weiteren sorgt ein sehr hoher Ganztraubenanteil in den Weinen dafür, dass die noch ganzen, nicht angequetschten Beeren noch unvergorenen Saft enthalten, den sie beim anschließenden Pressen wieder freigeben. Somit kommt der Wein teilvergoren mit einem recht hohen Restzucker in die Barriques, wo dann erneut eine zweite Gärung abläuft, dadurch entwickelt sich jedes Fass ein wenig anders, sodass eine Fass-Selektion besonders große Unterschiede herausstellen kann. 2014 gab es die bis dato früheste Blüte aller Zeiten, danach ein recht feucht-heißer Sommer, eigentlich ein traumhaftes Jahr, wäre da nicht die Kirschessigfliege gewesen, die in diesem Jahr so sehr zugeschlagen hat in Deutschland. Es war ein Jahr mit satten 140 Tagen von der Blüte bis zur Ernte, denn er hat bis in den November hinein gelesen. Die Lese fand bei moderaten Temperaturen um 15 Grad statt, nachts hatte es aber nur noch knapp über 0 Grad. Ob all dieser Besonderheiten, ob all dieser Komplexitäten war 2014 für Hans Peter Ziereisen ein ganz großes Jahr, vor allem auf Grund der langen Reifeperiode und dem total gesunden Lesegut, wenn man sorgfältig gearbeitet hat. Die Nase ist betörend intensiv, ungeheuer reichhaltig, schwarze und rote Kirsche, satt und süß, Blaubeere, Eukalyptus, Schlehe, Holunder, reif, dicht und unendlich fein dabei, fast zärtlich, dennoch ist das kein fragiler Wein, sondern ein Pinot mit viel Druck. Im Mund muss man erst mal einen Moment inne halten, die Augen ziehen sich zusammen, die Tannine sind reichlich, aber sie sind so poliert, ultra-seidig. Der Wein wechselt von schwarzer Frucht in der Nase mit würziger Rappigkeit und Holunder, zu süßer, roter Kirsche, sehr burgundisch, aber sehr in Richtung Corton laufend. Blind hätte ich den Wein nie nach Deutschland gesteckt, sondern für einen Corton-Bressandes oder etwas ähnliches gehalten. Unendlich lange Mineralität, Kalkstein, Kreide, Salz, fast zärtlich wirkend und dennoch hochintensiv in den seidigen Tanninmassen. Total verspielt und finessenreich. Das wird in 10 Jahren ein Meisterwerk sein. 97-100/100
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Hanspeter Ziereisen

Den in Mischwirtschaft betriebenen Hof seiner Eltern wollte der gelernte Zimmermann Hanspeter Ziereisen zunächst nicht weiter führen, zu mühsam war der Broterwerb als Landwirt im Spargeldominierten Markgräflerland. [...]

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