Grüner Veltliner Riede Steiner Braunsdorfer

HM Lang: Grüner Veltliner Riede Steiner Braunsdorfer "Fuchs und Dachs" 2017

BIO

Zum Winzer

96+
100
2
Grüner Veltliner 100%
5
weiß, trocken
12,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2040
Verpackt in: 6er
9
mineralisch
leicht & frisch
naturbelassen
3
Lobenberg: 96+/100
6
Österreich, Kremstal
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Grüner Veltliner Riede Steiner Braunsdorfer "Fuchs und Dachs" 2017

96+
/100

Lobenberg: Dieser 2017er ist das Erstlingswerk für diesen Wein. Er stammt mit der Riede Braunsdorfer aus einer Lage, die Markus Lang seit vier Jahren rekultiviert und nach seinen Vorstellungen aufbaut. Vier bis fünf Meter Lössboden über nacktem Fels. Die Lage liegt in einem von der Donau weggezogenen Tal, von Wald umgeben, circa 250 Meter hoch gelegen. Der ganze Ort ist sehr naturbelassen und im Wald gelegen. Der Weinberg befindet sich in Umstellung auf Demeter-Bewirtschaftung. Die Reben sind zwischen 40 und 50 Jahren alt, zusätzlich wurde ein Teil veredelt mit einer Selektion von den 90-jährigen Veltliner Reben der Riede Schreck, aus denen der „Dritter Akt“ erzeugt wird. Die Lage ist extrem steil mit bis zu fünf Meter hohen Kleinterrassen. In diesem Weinberg leben viele Dachse, in deren Bauen sich im tiefen Winter sogar Füchse einfinden, um sich zu wärmen. Zu Ehren dieser ungewöhnlichen Wohngemeinschaft hat Markus Lang diesen Wein Fuchs und Dachs getauft. Die Lese fand Anfang September statt, also sehr früh. Dann über zwei Tage auf der selbstgebauten Baumpresse abgepresst. Ausbau für zweieinhalb Jahre auf der Hefe im Holzfass und im Dezember 2019 unfiltriert abgefüllt. Knockentrocken unter 1 Gramm Restzucker, pH Wert von 3.0. Großes Erstaunen nach dem ersten Hineinriechen. Ist das noch Grüner Veltliner oder schon Auxey Duresses, Saint Romain oder ein anderer Hochlagen-Burgunder? Denn wir haben hier auch diese wunderbare Mischung aus ganz feiner, weißer Frucht mit leicht grünlichen und zitrischen Einflüssen von der frühen Lese. Alles perfekt verwoben durch einen Schleier aus Hefewürze und ganz leichter Holzunterlegung, was der Nase eine zusätzliche Dimension und Tiefe verleiht. Hohe Energie schon im Duft. Weißer Pfirsich und Birnenschale, Limettenzeste, grüne Aprikose, spannungsreich und rassig schon in der Nase. Mit etwas Luft fächert sich der Duft immer weiter auf, das ist schon sehr komplex und mehrdimensional, was hier vor sich geht. Salzige Meeresbrise, Mandel kommt hinzu, auch etwas frischer Rhabarber. Der Mundeintritt ist initial samtig, leicht schmelzig aus dem langen Hefelager, sehr fein, was aber direkt von einer sagenhaften Frische und auf der Zunge vibrierenden Spannung durchbrochen wird. Geradezu elektrisierend, rassig und lebhaft, verblüffend für einen Veltliner, eigentlich Riesling-artig in seiner Explosivität. Wunderbare weiße Frucht, lang und total fein, elegant und zugleich rassig, vibrierend, schlank und absolut straight. Hier steckt viel Energie drin. Markus Lang macht als Quereinsteiger mit die spannendsten Weine Österreichs momentan, das steht außer Frage. Das ist großes Kino im Veltliner-Bereich. 96+/100

Mein Winzer

HM Lang

Markus Lang ist derzeit wohl der spannendste Produzent im Donau-Tal. Der in Wien arbeitende Ingenieur hat erst vor einigen Jahren angefangen seinen eigenen Wein zu bereiten und dennoch zählen die Veltliner und Rieslinge des Autodidakten bereits zu den spektakulärsten und interessantesten Weißweinen...

Grüner Veltliner Riede Steiner Braunsdorfer