Dr. Heger

Grauburgunder Winklerberg hinter Winklen Gras im Ofen Großes Gewächs trocken 2017

fruchtbetont
mineralisch
voll & rund
95–96
100
2
Grauburgunder 100%
5
weiß
13,5% Vol.
Trinkreife: 2020–2034
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 95–96/100
Pirmin Bilger: 19/20
Falstaff: 94+/100
6
Deutschland, Baden
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Grauburgunder Winklerberg hinter Winklen Gras im Ofen Großes Gewächs trocken 2017

95–96
/100

Lobenberg: Gras im Ofen ist eine spezielle Lage im Ihringer Winklerberg. Eine Süd-, Südwestexposition, sie liegt allerdings um den Berg herum und hat von daher deutlich mehr Schatten. Und oben drüber steht der Wald. Das heißt, die kühle Luft sackt herunter und macht die Lage zur kühlsten am Ihringer Winklerberg. Die Lage besteht aus Vulkanböden mit Kalkeinschlüssen. Die Reben wurden alle 1984 gepflanzt. Der Bruder von Christophe Tyrell von Eitelsbach, Marcell Tyrell, hat die Weine bei Heger gepflanzt. Aus dieser ganz besonderen Lage kommt der vielleicht einzige Grauburgunder Deutschlands, der in kühleren, eleganteren Jahren die Chance hat Ziereisens Jaspis Grauburgunder ein wenig Paroli zu bieten. Weil er eben nicht diese Kartoffelacker-Boskoop-Apfel-mäßige Bäuerlichkeit an den Tag legt, sondern großrahmig mit einer feinen Aromatik daherkommt. Weil er ein bisschen burgundisch wirkt, ein bisschen Chassagne Montrachet schwingt mit. Zurückgenommenes helles, weißfruchtiges Bouquet, Renekloden, grüne Birne, Aprikose, Mirabelle, schön duftig, etwas Walnuss, Nuancen von Melone, aber nichts Grobes, nichts Süßes. Auch der Mund ist elegant und fein, feinsaftig mit schöner Salzigkeit und für einen Grauburgunder einfach eine unglaubliche Feinheit ausstrahlend, geschliffene Frucht, etwas Golden Delicious Apfel, neben Quitte und gelber Melone, weiße Frucht mit leicht herb-salzigen Nuancen auf der Zunge und viel Gripp am Gaumen. Die leichte Phenolik passt sich sehr schön ins Gesamtbild ein. Die feine Säurespur hält den Wein im Fokus, auch im Ausklang nicht breit werdend, sondern nur aromatisch und lang. Beim Grauburgunder ist das schon ganz weit vorne, auch wenn man ihn eben noch immer hinter Chardonnay und Weißburgunder einsortieren muss. 95-96/100

19
/20

Pirmin Bilger über: Grauburgunder Winklerberg hinter Winklen Gras im Ofen Großes Gewächs trocken

-- Pirmin Bilger: Eine etwas kühlere Aromatik als der Chardonnay, aber nicht minder genial. So schlank und rassig mit viel gelber Steinfrucht Aromatik und zarten Kräutern im Hintergrund. Am Gaumen zeigt er einen herrlichen cremigen Schmelz mit einem wohlwollendem saftig trinkfreudigem Fluss. Dezent zeigt sich die Frucht im Hintergrund und immer wieder blitzt die Mineralität und die rassige Würze auf. Der Wein bleibt zu jederzeit schlank mit einer Klarheit und trotzdem hat er diese tiefgründige Terroirkraft, welche eine enorme Länge bringt. 19/20

94+
/100

Falstaff über: Grauburgunder Winklerberg hinter Winklen Gras im Ofen Großes Gewächs trocken

-- Falstaff: Großes Holzfass, Leder, balsamisch, sehr verschlossen, etwas Melone, am Gaumen unmittelbar präsent, vollmundig, holzgeprägt, reife, aber tragende und Länge gebende Säure, enorm extraktbeladen, dicht, intensiv taktil-mineralisch, ausgezeichnete Balance, braucht Zeit. Im Abklang eine erste zarte Öffnung hin zur Grauburgunder-Würze. Enormer Extrakt. 94+/100

Mein Winzer

Dr. Heger

Weingut Dr. Heger heißt Weinanbau in dritter Generation. 1935 wurde das Weingut vom Landarzt Dr. Max Heger gegründet. Sein Sohn Wolfgang Heger führte es in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in die Spitze der besten Deutschen Weingüter.