Willi Schaefer

Graacher Domprobst Riesling Spätlese (Versteigerungswein) (fruchtsüß) 2017

exotisch & aromatisch
leicht süss
100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
7,0% Vol.
Trinkreife: 2021–2055
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 100/100
Mosel Fine Wines: 96/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Graacher Domprobst Riesling Spätlese (Versteigerungswein) (fruchtsüß) 2017

100
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Lobenberg: Hinter diesem 4 Hektar-Weingut der Extraklasse laufe ich seit Jahren vergeblich her, es gibt einfach sooooo wenig Wein. Eine tolle Familie und so ziemlich das Beste, was es an Süßwein in der Welt gibt. Willi Schäfer ist ganz sicher unter den Top-5 der süßen Mosel! Diese Spätlese 2017 ist für mich sogar Primus Inter Pares. Der Wein hat nur 7% Alkohol und auch nur einen kleinen Anteil von ca 10% Botrytis, also überwiegend clean gelesen. Willi Schäfer hat nunmal nur dieses winzige Weingut mit nur 4 Hektar, und dieser Wein ist damit überhaupt fast am schwersten zu bekommen. Aber trotzdem läuft das hier preislich komplett unter dem Radar, das ist fein für mich, eben in der Versteigerung ein totaler Insiderwein, die asiatischen Etikettensammler machen nicht. Eine Spätlese dieser Klasse, wie ich sie hier jetzt im Glas habe, würde bei einem ganz großen Namen ruckzuck die 250 Euro-Marke erreichen, ich hoffe hier auf einen Preis deutlich unter 100 Euro. Im Grunde ist dieser Moselaner fast Saar-artig fein, er duelliert sich stilistisch mit Weinen von Lauer und Zilliken. Das ist lebendig und frisch, unendlich lang mit dieser von Mandarine, Limette und pinker Grapefruit geprägten Säure. Das Ganze ist mit feinster, heller Blütenaromatik unterlegt. Das trägt für Minuten und zieht sich bis ins Unendliche. In ihrem Schliff und ihrer Finesse ist diese Spätlese fein Kabinet im Trinkfluss. Auch dieser Versteigerungswein ist eigentlich wieder viel zu schade, um ihn als Essensbegleiter zu trinken. Das ist ein Super-Luxus-Terrassenwein zum Träumen. Und das ist zusammen mit den Spätlesen von Dönnhoff und Schäfer-Fröhlich, die ich in diesem Jahr probiert habe, mit das Allerbeste, womöglich sogar der winner. Das ist hier auf der Versteigerung als Spätlese das Ergänzungsstück im dreinblättrigen Kleeblatt mit Egon Müllers Kabinett Alte Reben und Prüms Auslese. Das bleibt hier eben so unendlich leicht, fein, geschliffen und tänzelnd. Das ist eine große Spätlese in einer Turbo-Kabinett-Version – eine wahre Ode an die Freude! 100/100

Mein Winzer

Willi Schaefer

Die Wurzeln des kleinen Familienweiguts an der Mosel reichen bis in das Jahr 1121 zurück. Schaefer erzeugt ausschließlich Riesling aus 100 Jahre alten, wurzelechten Reben. Nur aus sehr steilen Spitzenlagen des Graacher Himmelreich, Graacher Domprobst und der Wehlener Sonnenuhr.