Ermitage Les Dionnieres

Ferraton Pere et Fils

Ermitage Les Dionnieres 2019

BIO

voluminös & kräftig
tanninreich
frische Säure
98–100
100
2
Syrah 100%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2055
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 98–100/100
Decanter: 96/100
Jeb Dunnuck: 95–97/100
6
Frankreich, Rhone, Nordrhone
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Ermitage Les Dionnieres 2019

98–100
/100

Lobenberg: 2019 ist an der Rhône die Fortsetzung der mediterranen Jahre, der Jahre ohne Wasser, der großen Trockenheit. Zwischen April und Mitte September gab es so gut wie keinen Regen, weder im Norden noch im Süden. Die Trockenheit war extrem. Minimale Regeschauer zwischendurch reichten noch nicht einmal aus, um von der Erde aufgenommen zu werden. Seltsamerweise starben die Weinberge nicht ab, sondern alle Weinberge mit alten Reben sahen über die ganze Zeit ganz hervorragend aus. Es gab zwar Wasserstress, aber es gab keinen Stillstand. Der Schlüssel sind also ganz eindeutig alte, tiefwurzelnde Reben. Trotzdem wäre es zu einem desaströsen Ergebnis gekommen, wenn es nicht Mitte September einige anständige Regenfälle von über 20 Millimeter gegeben hätte. Die Entwicklung wäre sonst zu weit fortgeschritten, die Weine hätten ihre Frische verloren. Die Regenfälle wendeten das Blatt vollständig. Aber man muss dazusagen, dass es in Zukunft wahrscheinlich keine großen Weine von der Rhône geben wird, sollte sich die Situation so fortsetzen. 2019 ist es nicht nur gutgegangen, sondern alle Winzer sprechen von einem legendären Jahrgang. Die Rotweine sind generös und tief und stellen eine Synthese von 2007 und 2016 dar. Die Weißweine haben einen ähnlichen Spagat, einen ähnlichen Oszillographen, wie in Deutschland, wie in Bordeaux, wie überhaupt in Europa. Crispe, frische, mineralische Weine. Extrem extraktreich, hohe Reife und hohe Frische beieinander. Man kann von einer strahlenden Zukunft und von einem Best-Ever-Jahrgang ausgehen. 2019 ist schon jetzt, ein Jahr nach der Ernte, eine lebende Legende. Les Dionnières liegt im östlichen Teil des Hermitage, in Südexposition. Sehr viel Sandanteil im Untergrund, deshalb feiner als Le Méal. Es gibt hier auch sehr viel Kalk, blauen Lehm und Kieselsteine. Le Méal ist aber im Vergleich viel massiver und mit einer deutlich schwärzeren Ausrichtung. Der feinere Dionnières wächst unterhalb von Le Méal, im unteren Teil des Berges, wo es langsam in sanftere Hänge übergeht. Zwischen Le Méal und Les Dionnières liegt jedoch fast ein Kilometer Luftlinie, sie grenzen also nicht aneinander. 100 Prozent alte Syrah-Klone, sprich Petite Syrah, auch Sérine genannt. Zwei Hektar befinden sich im Eigenbesitz von Ferraton. Es wird biodynamisch bearbeitet, im Keller komplett entrappt und dann im Zement spontan vergoren. Der Ausbau erfolgt zum Teil in neuen Barriques, zum Teil in gebrauchten. Ein immer größerer Teil wird auch im Halbstück ausgebaut. Die Nase ist unglaublich fein und verspielt. Das hätte ich jetzt von einem 2019er Hermitage nicht erwartet. Feine rote Frucht, sehr blumig, etwas Pfirsich und Mango an der Seite. Fast wie ein feiner Merlot aus Pomerol. Sehr schick. So eine Art Clos Fourtet vom Hermitage-Berg. Unglaublich verspielt im Mund. Eine schicke Komposition. Veilchen, helle Lakritze, süße rote Frucht, schwarze Kirsche, Mango und auch etwas konzentrierte Himbeere. Ein sehr feiner Wein, gleichzeitig ein verspielter Wein. Kein Blockbuster wie 2017, sondern im Grunde der ideale Kompromiss aus viel Power und unendlicher Feinheit, mit guter Frische. Hermitage, das konnte ich schon vorher bei Tardieu probieren, hat 2019 ein ganz großes Jahr. 2019 ist feiner, verspielter und greift aber das Beste aus 2017 und 2018 auf. Super Stoff! 98-100/100

96
/100

Decanter über: Ermitage Les Dionnieres

-- Decanter: Some tangy berry coulis can be coaxed out with air, but it's very closed for now. Very dense with fine tannins. Huge power and concentration, though the alcohol is high. Great surge of fruit and tannin that coat the palate. Intense, though without the same finesse and balance of Le Méal. From clay limestone soils facing south, fermentation in concrete. Will be aged up to 18 months, with around 25% new oak. 96/100

95–97
/100

Jeb Dunnuck über: Ermitage Les Dionnieres

-- Jeb Dunnuck: Beautiful blue fruits, crushed rock-like minerality, tapenade, peppery herbs, and chocolate all emerge from the 2019 Ermitage Les Dionnières, which has a pure, elegant, yet also powerful style. The tannins are nicely integrated, it has a wonderful sense of freshness (even though I suspect the pH is high), and it’s just a complete, balanced, incredibly impressive Hermitage. 95-97/100

Mein Winzer

Ferraton Père et Fils

Samuel Ferraton, Vertreter der vierten Generation im Weingut, gab 1998 dem Haus einen neuen Impuls durch eine finanzielle Partnerschaft mit dem Haus Chapoutier bei gleichzeitiger Wahrung der qualitativen Unabhängigkeit.

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