Poeira

Douro Tinto 2011

fruchtbetont
voluminös & kräftig
pikant & würzig
98–100
100
2
Sousao, Tinta Barroca, Touriga Francesca, Touriga Nacional
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2015–2035
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 98–100/100
WW: 19/20
Parker: 94/100
6
Portugal, Douro
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Douro Tinto 2011

98–100
/100

Lobenberg: Wie im Zweitwein ist der Anteil der rotfleischigen und autochthonen Rebsorte Sousao signifikant. Die Dramatik und Dichte liegt jedoch einen Level höher. Sauerkirsche und rote Johannisbeere sind das Merkmal. Überwältigende, fast überrollende Rotfruchtnase, dazu satte Schwarzkirsche, üppige Blaubeere und Schokoladensouffle. Im Mund dicht, üppig, wollüstig aromatisch, zugleich aber eine Finesse der Extraklasse. Kalifornien mit Burgund und Cabernet Franc von der Loire. Dazu etwas Exotik, Orangenschale mit satter Schlehe und Sauerkirsche darunter, Passionsfrucht, Mango und Grapefruit. Die satte Schwarzkirsche hält mit Blaubeere, Schoko, Erde und schwarzer Johannisbeere dagegen, die Balance voller Spannung ist ziemlich perfekt. Ist das doch mehr Pomerol als Burgund? Die Blaubeeren verlieren dann ihre Dominanz, und schwarze Kirschen gewinnen in schön unsüßer Form die Oberhand. Der Antrunk ist deutlich von der straffen Struktur bestimmt, unter dieser schmeckt man die trockene Erde des Weinbergs durch. Seine Tiefe ist berauschend, für diese Entdeckung braucht man aber Zeit. Klare Kanten, Frische, Finesse und Frucht, Harmonie in Perfektion. Seine Vielschichtigkeit macht ihn zu einem der wirklich großen Weine, egal ob am Douro oder sonst einem Ort auf dieser Welt. Das ist unbegreiflich komplex und vielschichtig. Der Mund ist im Nachhall vollständig mit explosiven Aromatiken belegt, der Verkoster steht unter positivem Schock. Salz und Mineralität bilden den Abschluss des zweiminütigen, dramatischen Abgangs, der nach einer weiteren Minute der Erholung in Harmonie mündet. Viel komplexer als der Poeira kann ein Wein kaum sein. Mit Meao, Dona Maria und Manoella sicher die Sperspitze aller Douro-Weine. Großes Kino. 98-100/100

Katalog über: Douro Tinto

-- Katalog: -- Parker: The 2011 Tinto, an old-vines field blend, is the Estate flagship, aged in French oak (only 30% new) for 14 months. Quite sensual as a result of its lovely aromatics (Moreira estimates that it has only around 27% Touriga Nacional, though), it is beautifully balanced and precise as well. This tightens on the finish, showing intensity to go with its general elegance. Crisp and well-structured, this is a vibrant wine that should reward cellaring and may yet turn into something much more, acquiring additional complexity as it goes along. Not particularly fleshy, it does have a bit of a steely edge at the moment. It needs some time. There isn-t a lot of this available. Don-t waste your bottles. It-s approachable, but come back in 4-6 years, when it will be much more expressive. Some of the score is all about potential here, but it is well worth leaning up, as there is a lot of upside potential. 94/100

Internet über: Douro Tinto

-- Internet: -- WW: Tiefdunkelrote Farbe. Ausgewogene Nase mit satten Cassisnoten. Tiefer, voller, frischer Gaumen, eingelegte Kirschen, Schokolade. Sehr komplexer, mehrstufiger Abgang. 19/20

Mein Winzer

Poeira

Nach sechs Jahren als Önologe bei einer großen Firma hat Jorge Moreira 2001 endlich sein eigenes Projekt gestartet und einen kleinen, perfekten Weinberg mit uralten Reben gekauft. (Poeira heißt Staub, denn hier regnet es so wenig, dass die beim Ankauf zum Teil unbepflanzten Hänge Jorge an eine...