Quinta da Ferradosa

Douro Red Quinta da Ferradosa 2016

voluminös & kräftig
fruchtbetont
pikant & würzig
94–95
100
2
Touriga Franca 50%, Touriga Nacional 50%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2020–2033
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 94–95/100
6
Portugal, Douro
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Douro Red Quinta da Ferradosa 2016

94–95
/100

Lobenberg: Das Weingut liegt direkt gegenüber der Quinta do Vergelas. Der zu gleichen Teilen aus Touriga Nacional und Touriga Franca bestehende Rebbestand wächst auf einer Schieferauflage über reinem Granit, und beide Gesteinssorten finden sich hier in der Verkostung wieder. Später soll auf dem umliegenden reinen Granit noch etwas Sousao gepflanzt werden. Der Wein ist in seiner salzigen Extremität mit der steinigen Mineralität und der frischen roten Frucht und Blumigkeit ein wirklicher Extremist, für Anfänger absolut ungeeignet, auch erfahrene Trinker sind erstmal verblüfft. Dann aber auch sprachlos begeistert. Schattenmorelle, Johannisbeere und Schlehe in der Nase, aber auch hier schon salzige Mineralität in Hülle und Fülle. Viel Rauch, reife Blaubeere, dunkle Schokolade, Jasmin, Holunder, viel Minze, etwas Eukalyptus, und immer wieder Steinsalz. Fast scharf. Gradlinig bis zum Abwinken, trotz der immensen Aromatik eher schlank und vorwärts stürmend. 2 Minuten bleibt der Wein mindestens am Gaumen. Ich muss lange im Weingedächtnis kramen, wann ich einen solchen Extremisten mal im Mund hatte. Irgendwas von der Nordrhone? Oder Cabernet Franc von einem verrückten Biodynamiker von der Loire? Der langlebige Wein hat ein dramatisch hohes Potenzial und ist nur was für ganz erwachsene Trinker. 94-95/100

Mein Winzer

Quinta da Ferradosa

Die Quinta wurde in den 1990er Jahren von Joaquim Manuel Cálem, der der Gründerfamilie eines der größten Portwein-Häuser entstammt, gekauft und wieder in Stand gesetzt. Heute wird das Anwesen von dessen Sohn weitergeführt.