Cornas ist immer 100 Prozent Syrah, by law, keine weißen Trauben erlaubt wie in Côte Rotie oder Hermitage. Biodynamische Weinbergsarbeit, Spontanvergärung. Rund 15 Prozent Rappenanteile in der Gärung. Ausbau in Barriques mit 15 Prozent Neuholzanteil. Die Einzellage La Fontaines liegt mitten im Filetstück des Cornas-Hangs. Schon der verstorbene Alain Voge hat diese Einzellage separat ausgebaut. 70 Jahre alte Reben auf hammerhartem Granitfels, man kann hier kaum Reben pflanzen, weil der Boden so hart ist. Die Lage ist wie ein kleiner, nach außen gewölbter Hügel. Dadurch gibt es einen sehr warmen südexponierten Teil und auf der anderen Seite eine Nordostexposition, was im Blend einen sehr kompletten Wein ergibt. Endlich gibts diese großartige Einzellage wieder. 2021 war als Jahrgang zu kühl, der Wein hat nicht seine typische Charakteristik erlangen können. Tiefes Purpur im Glas. Die Nase ist unglaublich dicht, fast undurchdringlich, drückend. Brombeere, Cassis, und Verveine. Wow! Welch Intensität! Unter diesem Schirm des Hedonismus ist deutlich diese ausgereifte, dunkle Granitmineralik zu erkennen. Im Mund zeigt sich der Wein genau konträr zum 2020. Die Nase ist in diesem Jahr viel intensiver als der Mund. Das aromatische Spektrum ist das gleiche wie in der Nase, jedoch wird der Mund durch eine schöne, lebhafte Säureader durchzogen. Erneut Cassis und Verveine, diesmal aber auch zarte Walderdbeere und Veilchen. Wunderbar geschliffen und balanciert. Der Druck des Weines bleibt für Minuten. Wow! Eine eigene Dimension!