Dolcetto d'Alba Solatio 2019

Azienda Agricola Brovia

Dolcetto d'Alba Solatio 2019

95–97
100
2
Dolcetto 100%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2035
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 95–97/100
Anja Breit: 95/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Dolcetto d'Alba Solatio 2019

95–97
/100

Lobenberg: Der letzte Jahrgang, der von diesem Wein erzeugt wurde, war 2009. Er kommt von einem kleinen Weinberg mit über 50 Jahre alten Reben in Serralunga. Hier haben die Trauben höhere Säurewerte. Dolcetto muss normalerweise im Reifezustand sofort geerntet werden, sonst fallen die Trauben ab. Aber dieser spezielle Plot kann in großen Jahren acht bis zehn Tage länger hängen. So können die Trauben sowohl mit hoher Säure als auch mit hoher Reife gelesen werden. Das passiert allerdings relativ selten. Endprodukt ist ein Dolcetto, der tiefer und reicher ist, mit gleichzeitig hoher Säure. Normalerweise kommt dieser Wein in den Vignavillej. Der Wein wird im Betontank spontan vergoren und ausgebaut im Stahl, kein Holzkontakt. Die Nase des 2019er ähnelt eher einem Supercru. Der Wein hat eindeutig weniger Frucht in der Nase als ein normaler Dolcetto. Er ähnelt mehr einem Moulin à Vent aus dem Beaujolais. Sensationelle Tiefe und Länge, sehr profund, sehr Gamay-artig. Was für eine wunderschöne Nase, mit Veilchenduft obendrüber. Darunter satte, süße, schwarze und rote Kirsche. Auch der Mund ist nicht typisch Dolcetto. Wir sind nicht so up front in kitschiger, immenser Frucht. Wir haben mehr Länge, schon fast Nebbiolo-artige Elemente, mit salzigem Finish. Zwar mit roter Frucht, aber viel schlanker, viel finessenreicher. Ich finde immer noch, dass der Vergleich mit einem Cru aus Moulin à Vent absolut passt. Das ist der größte Dolcetto, den ich bisher in meinem Leben probiert habe. Wirklich ein traumhafter Wein! Die Bewertung ist völlig zu Recht astronomisch hoch für einen Dolcetto. 95-97/100

95
/100

Anja Breit über: Dolcetto d'Alba Solatio

-- Anja Breit: Seit 1985 wurde dieser Wein erst zwölf Mal, und nur in besonders ausdrucksstarken Jahren gemacht. Die Trauben kommen aus einem alten Weinberg, direkt neben Brea Ca’Mia in Serralunga, wo eh immer Trauben mit etwas höherer Säure wachsen. In den Jahren, wo kein Solatio gefüllt wird, gehen diese Trauben – zusammen mit ein paar Parzellen aus Castiglione Falletto – in den Vigna Vilei. Solatio wurde im Beton fermentiert und dann im Stahltank ausgebaut. Der purpurfarbene Wein leuchtet im Glas mit einem hauch Magenta. Die Nase hat eine feine, aromatisch-würzige Finesse. Frische Kräuter, Oregano, Thymian zusammen mit etwas frischer Minze, die sich unter die reifen saftigen Herzkirschen mischen, und in nur einen Hauch von Rauchfleisch übergehen. Im Mund schmeichelt ein fast seidiges Tannin. Der Wein ist blumiger als an der Nase, mit einer Menge Veilchen und dunklen Kirschen, die richtig saftig in der Balance mit dem intensiven, kalkhaltigem Mineral stehen. Ein super Wein mit einer Stilistik, die man absolut nicht von einem Dolcetto erwartet! 95/100

Mein Winzer

Azienda Agricola Brovia

Die Geschichte des Weinguts der Brovia in Castiglione Falletto reicht bis in das Jahr 1863 zurück. Nach einem mehrjährigen Stillstand in der Weinproduktion nahmen sich 1953 Giacinto, Raffaele und Marina Brovia ein Herz und starteten quasi wieder von Null. Von Anfang an an setzte die Familie dann nur...