Sauvignon Blanc Pouri 2021

Dönnhoff: Sauvignon Blanc Pouri 2021

Limitiert

Zum Winzer

92–93+
100
2
Sauvignon Blanc 100%
5
weiß, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2022–2037
Verpackt in: 6er
9
voll & rund
frische Säure
3
Lobenberg: 92–93+/100
6
Deutschland, Nahe
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Sauvignon Blanc Pouri 2021

92–93+
/100

Lobenberg: Nahe meets Neuseeland! Dönnhoffs neuster Streich ist ein Sidekick in Richtung des anderen Endes der Welt. Von eigenen Reben erzeugen Cornelius Dönnhoff und sein neuseeländischer Kellermeister die zwei klassischen Weinstyles der Sauvignon Blanc-Welt: einmal den neuseeländischen, klaren, stahligen und fruchtbetont-exotischen Stil der neuen Welt, den Marama und daneben die klassische Loire-Variante mit Holzausbau, mehr Oxidation und Textur im Pouri. Pouri ist Maori für Dunkelheit, Marama steht für Licht. Sowohl das weiße Label (Marama) als auch die schwarze Variante (Pouri) wurden vom Kiwi-Künstler Dante Adams entworfen. Die Nase des sichtlich unfiltrierten »Oldword-Style«-Sauvignon Pouri ist reduktiv und dennoch ausladend, Madarine, grüne Aprikose, reife Zitronen, ein Hauch Maracuja. Der Mund ist druckvoller, dichter und cremiger als der des Marama, das Holz gibt Struktur, dicht gewoben und energetisch schießt der Wein über die Zunge. Ich mag den alte Welt-Stil etwas lieber in seiner dichteren Struktur und der etwas reduzierteren Frucht, aber die stahlige Klarheit des Marama ist auch bestechend. Am Ende ist es reine Geschmacksache. Es gibt nur 644 Flaschen von der Erstlingsedition dieses spannenden Projekts. 92-93+/100

Jahrgangsbericht

Mit den letzten Jahrgängen im Hinterkopf antizipierten die Winzer wie gewohnt einen eher trocken-warmen Witterungsverlauf. Doch 2021 machte recht schnell klar: nicht mit mir! Austrieb und Blüte waren bereits von ungewöhnlich nordisch-rauem Wetter begleitet und im Vergleich zu den Vorjahren »relativ spät« – im langjährigen Mittel also quasi normal. Die meisten deutschen Weinberge blieben von Frost verschont. Die recht harsche Witterung sorgte jedoch nahezu überall für Ertragseinbußen durch die windige, verregnete und dadurch unregelmäßige Blütephase. Der darauffolgende Sommer brachte zunächst keineswegs die Wende. Dramatisch konzentrierte Sommerniederschläge setzten der vorherigen Trilogie der heiß-trockenen Jahre ein jähes Ende und machten den Pflanzenschutz 2021 zu einer Sisyphusarbeit. Die Topwinzer haben 2021 Marathondistanzen in den Weinbergen abgeleistet, um der Situation Herr zu werden. Durch den zusätzlich hohen Personaleinsatz ist es in der Produktion für viele eines der teuersten Jahre aller Zeiten. Ein Glück, dass der Riesling als adaptierte Nord-Rebe stoisch in Wind und Wetter steht wie ein Islandpferd. Denn im Grunde wurde im Herbst immer klarer: Wenn man im Sommer richtig Gas gegeben hat, konnte das noch ein unglaublich starker Jahrgang werden – und so kam es dann auch. Nach diesem echten Cool-Climate-Sommer, der bis Ende August anhielt, retteten der September und ein Goldener Oktober den Weinjahrgang dann fast im Alleingang. Ein stabiles Hoch über Mittel- und Osteuropa sorgt für dieses seit Jahrhunderten bekannte Phänomen. Die Sonnenscheindauer ist gegen Oktober mit noch immer über 10 Stunden sehr hoch, dafür ist die Tag-Nacht-Amplitude schon viel ausgeprägter als noch im August. Da die Nächte länger werden, kann die Luft in Bodennähe stärker auskühlen. Das sorgt für eine langsame Ausreifung bei langer Hangzeit am Stock und trotzdem stabil bleibenden Säuren. Gerade der Riesling liebt das besonders, aber auch die Burgundersorten brillieren mit kühler Frische. Denn 2021 ist ein so spannendes, krachendes und zugleich kristallines Weißwein-Jahr, wie wir es lange nicht mehr hatten. Wer keine Angst vor berauschender Frische hat und sich gerne von hoher Spannung aus der Kurve tragen lässt, der wird mit 2021 seine größte Freude haben. Alle anderen sollten sich besser an die gar nicht so unähnlich gebauten, aber etwas freundlicheren 2020er halten.

Weingut über: Sauvignon Blanc Pouri

-- Weingut: The inaugural vintage of Sauvignon blanc produced in our cellars, we have decided to explore two different styles of the variety. This idea of exploring contrast became the overarching theme behind the two wines, one light and one dark. From this theme sprung the philosophy between the two winemakers styles, one from the old world but creating a bright and fresh, fruit forward ‘New World’ style, the other from the new world but creating a darker and more textured and emotional ‘Old World’ style. The idea of contrast was explored further as we decided to create the first artist label for a Dönnhoff wine, having references to both Germany and New Zealand in the artwork (the Nahe river flows through the middle of the design, which is also the outline of a Kiwi bird). Created by a young Kiwi artist, it plays off the idea of one wine being bright - this is the Marama (Maori for light), and the other being dark - this is the Pouri (Maori for darkness). Both winemakers had identical grapes to begin with, coming from the same vineyard parcel and harvested the same day, the difference in the final wine has come down to the vision and creativity of the winemaking process. Creating wine is a lifelong passion for us here at Dönnhoff and wines such as these keep it inventive and fun. Enjoy exploring the balance that can be found not only within each bottle but also between each wine and the artwork expressed on the bottle. We recommend that the Marama be consumed while it is fresh and young and that the Pouri can comfortably be cellared or decanted. *** Pouri (Maori - meaning darkness). Focused on an ‘Old World’ style of Sauvignon blanc, the Pouri was created with the idea of showing the texture and complexity of the variety. The resulting wine is less fruit forward but instead explores the interaction of Sauvignon blanc and Oak barrels, more savoury and dark this wine is all about texture and mouthfeel. Best enjoyed with food, this wine can be cellared or decanted when young.

Mein Winzer

Dönnhoff

Den heilige Gral des deutschen Rieslings – nicht wenige Liebhaber verorten ihn bei den Dönnhoffs im Nahetal. Helmut Dönnhoff gehört völlig ohne Zweifel zu den fünf besten Weißwein-Erzeugern des Erdballs und ist heute eine lebende Riesling-Legende. Sein Sohn Cornelius hatte also große Fußstapfen zu...