Ferraton Pere et Fils

Cote Rotie Lieu dit Montmain 2018

tanninreich
frische Säure
96–97
100
2
Syrah 100%
5
rot
15,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2048
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 96–97/100
Jeb Dunnuck: 94–96/100
Galloni: 94/100
6
Frankreich, Rhone, Nordrhone
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Cote Rotie Lieu dit Montmain 2018

96–97
/100

Lobenberg: Die Nordrhône war 2018, wie das Burgund, im Gegensatz zum Süden schon eher gesegnet. Es gab deutlich weniger Krankheitsdruck und viel weniger Ernteausfälle. Die Weine zeichnen sich durch eine hohe Konzentration, üppige Frucht und wahnsinnige Puristik aus. Sie sind wuchtig und kraftvoll, dunkelfruchtig mit hoher Frische und Feinheit. Es ist das dritte große Jahr in Folge für die Nordrhône und womöglich sogar das Beste der drei, da es feiner sein kann als die manchmal üppigen 2017er und kraftvoller als die eleganten 2016er. Der Montmain ist biodynamisch bearbeitet aber nicht biodynamisch zertifiziert, weil Ferraton hier mit einem Vertragswinzer arbeitet. Dieser Plot ist ungefähr 1,5 Hektar groß. Am absoluten Ende der Côte Rôtie und der Côte Brune, komplette Südexpostion auf Schiefer, 20% nicht entrappt. Die Ganztrauben mit den Füßen angequetscht, das Ganze spontan vergoren im Zement, und wie üblich bei Ferraton im überwiegend gebrauchten Holz in Form von Barrique und Halbstück ausgebaut. Ein bisschen neues Holz ist hier auch dabei. Spontanvergärung ist obligatorisch. Es gibt nur 1800 Flaschen von diesem Montmain. Das heißt, der Ertrag pro Rebe ist extrem klein. Die Nase ist im ersten Ansatz total verblüffend, intensives Pumpernickel, so schwarz, so dicht, würzig und tief, Schwarzkirsche, viel Brombeere, gar nicht süß, einfach nur dicht und reich, viel Unterholz, Lakritze und Veilchen. Immer wieder diese Pumpernickelwürze, etwas verbranntes Fleisch dazu, enorm dicht und würzig, hochintensiv. Üppiger, schwarzer Mund, sehr viel Lakritze, ganz viel Veilchen, supersaftige Schwarzkirsche, Amarenakirsche, üppig, sehr reife Pflaume, fast Backpflaume, Schokoladenblaubeersoße, reich und dicht. Kein ganz großer Cote Rotie, nichts in der ersten Reihe, aber ein sehr schöner Wein, ein animierender Wein. Ich rätsele noch weiterhin, was diesen Wein trotz seiner Üppigkeit so aufregend macht. Ungewohnt Dichte für einen Cote Rotie in dieser Schwarzbrot, Schwarzkirsche, Schokoladen Version. Dennoch ist der Wein nicht fett und er zeigt auch Mineralität, ja irgendwie eine lustige Kombination, eine die ich in Cote Rotie so noch nicht hatte. Aber der 2018 Montmain macht viel Spaß in dieser langen, dichten Saftigkeit. Wie gesagt keine wirkliche Größe, aber ein begeisternder Wein. 96-97/100

94–96
/100

Jeb Dunnuck über: Cote Rotie Lieu dit Montmain

-- Jeb Dunnuck: From the more northern part of the appellation, the 2018 Côte Rôtie Montmain is a ripe, fleshy, undeniably sexy Côte Rôtie that's loaded with sweet blue and black fruits, spice box, flowery incense, and fruitcake-like aromas and flavors. With full-bodied richness, sweet tannins, and an expansive, opulent texture, it's going to drink nicely right out of the gate yet cruise in cool cellars for 10-15 years. 94-96/100

94
/100

Galloni über: Cote Rotie Lieu dit Montmain

-- Galloni: Bright purple. Lively blackberry, cherry liqueur and floral scents are lifted by building spice and mineral flourishes. Sweet, seamless focused on the palate, with a smoky mineral quality sharpening primary black/blue fruit and floral pastille flavors. The juicy, sharply delineated finish features subtle tannins, vibrant mineral cut and shows strong persistence. There's a much more civilized mien to this wine than its wild and crazy 2017 sibling. (no stems and 15% new oak) 94/100

Mein Winzer

Ferraton Père et Fils

Samuel Ferraton, Vertreter der vierten Generation im Weingut, gab 1998 dem Haus einen neuen Impuls durch eine finanzielle Partnerschaft mit dem Haus Chapoutier bei gleichzeitiger Wahrung der qualitativen Unabhängigkeit.