Cornas Lieu-dit Eygats

Ferraton Pere et Fils

Cornas Lieu-dit Eygats 2019

frische Säure
tanninreich
97–100
100
2
Syrah 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2060
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–100/100
Jeb Dunnuck: 95–97/100
6
Frankreich, Rhone, Nordrhone
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Cornas Lieu-dit Eygats 2019

97–100
/100

Lobenberg: 2019 ist an der Rhône die Fortsetzung der mediterranen Jahre, der Jahre ohne Wasser, der großen Trockenheit. Zwischen April und Mitte September gab es so gut wie keinen Regen, weder im Norden noch im Süden. Die Trockenheit war extrem. Minimale Regeschauer zwischendurch reichten noch nicht einmal aus, um von der Erde aufgenommen zu werden. Seltsamerweise starben die Weinberge nicht ab, sondern alle Weinberge mit alten Reben sahen über die ganze Zeit ganz hervorragend aus. Es gab zwar Wasserstress, aber es gab keinen Stillstand. Der Schlüssel sind also ganz eindeutig alte, tiefwurzelnde Reben. Trotzdem wäre es zu einem desaströsen Ergebnis gekommen, wenn es nicht Mitte September einige anständige Regenfälle von über 20 Millimeter gegeben hätte. Die Entwicklung wäre sonst zu weit fortgeschritten, die Weine hätten ihre Frische verloren. Die Regenfälle wendeten das Blatt vollständig. Aber man muss dazusagen, dass es in Zukunft wahrscheinlich keine großen Weine von der Rhône geben wird, sollte sich die Situation so fortsetzen. 2019 ist es nicht nur gutgegangen, sondern alle Winzer sprechen von einem legendären Jahrgang. Die Rotweine sind generös und tief und stellen eine Synthese von 2007 und 2016 dar. Die Weißweine haben einen ähnlichen Spagat, einen ähnlichen Oszillographen, wie in Deutschland, wie in Bordeaux, wie überhaupt in Europa. Crispe, frische, mineralische Weine. Extrem extraktreich, hohe Reife und hohe Frische beieinander. Man kann von einer strahlenden Zukunft und von einem Best-Ever-Jahrgang ausgehen. 2019 ist schon jetzt, ein Jahr nach der Ernte, eine lebende Legende. Auf dem Cornas-Berg liegt dieser Lieu-Dit in über 350 Metern Höhe. Südexposition, uralte Reben Petite Syrah, hier früher Sérine genannt. Sie stehen fast nur auf Granit. Winzige Erträge, komplett entrappt. Hier wird biodynamisch gearbeitet, es ist aber nicht zertifiziert. Ein halber Hektar ist im Besitz des Vertragswinzers, mit dem Ferraton Hand in Hand arbeitet. Es gibt lediglich gut 1.000 Flaschen von diesem Elixier. Der Wein ist schwarz und undurchsichtig. Eine völlig andere Nase als die des Patou. Man merkt, dass Patou sowohl tiefer gelegen ist als auch Sedimentböden hat. Hier ist das reiner Granit. Ein bisschen Goudron in der Nase. Maulbeere, aber auch sehr maskulin. Der Wein wurde nicht entrappt, aber trotzdem riecht er ein bisschen so, als hätte er Rappen. Nicht rustikal, aber doch schon sehr maskulin. Gleichzeitig sehr fein. Viel Lakritze, extrem konzentrierte Veilchen im Mund. Wow, so blumig. Zusammen mit der Lakritze und dunkler Schokolade ist das schon eindrucksvoll. Ich hätte neben der Power jetzt mehr schiere Wucht erwartet, aber der Wein ist unglaublich fein. Er erinnert mich ein bisschen an einen Château L’Evangile aus Pomerol, der auch zunächst so wuchtig rüberkommt, am Ende dann aber unglaublich fein ist. So ist dieser Eygats auch der feinere Wein. Er braucht dafür aber auch länger. Es ist trotzdem ein großer Wein. Die beiden Cornas von Ferraton sind über Jahre das Beste, was dieser Erzeuger in die Flasche bringt. Großartiger Wein! 97-100/100

95–97
/100

Jeb Dunnuck über: Cornas Lieu-dit Eygats

-- Jeb Dunnuck: The 2019 Cornas Les Eygats looks to be stunning and well worth going the extra mile for. Gorgeous black raspberries, candied violets, smoked game, and bacon fat notes all emerge from the glass, and it's medium to full-bodied, with a seamless, elegant texture, thrilling purity of fruit, and a great, great finish. Don't miss it! 95-97/100

Mein Winzer

Ferraton Père et Fils

Samuel Ferraton, Vertreter der vierten Generation im Weingut, gab 1998 dem Haus einen neuen Impuls durch eine finanzielle Partnerschaft mit dem Haus Chapoutier bei gleichzeitiger Wahrung der qualitativen Unabhängigkeit.

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