Clos I Terrasses

Clos Erasmus 2017

voluminös & kräftig
pikant & würzig
strukturiert
98–100
100
2
Garnacha, Syrah
5
rot
15,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2045
Verpackt in: 3er OHK
3
Lobenberg: 98–100/100
Jeb Dunnuck: 99/100
Parker: 98/100
6
Spanien, Priorat
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Clos Erasmus 2017

98–100
/100

Lobenberg: Der Jahrgang 2017 war im Priorat wie in den meisten Teilen Südeuropas sehr heiß und trocken. Das hat für eine vollreife Frucht und massives, samtiges Tannin von kleinen Beeren mit niedrigen Erträgen gesorgt. Das Priorat ist 2017 laut Parker im Vergleich mit anderen Regionen sehr erfolgreich gewesen. Der Clos Erasmus ist ein legendärer Wein, natürlich nur auf Zuteilung zu bekommen. Er war von Anfang an ein Teil der neuen Welle im Priorat, der Modernisierung dieses zwischenzeitlich etwas eingestaubten Stils. Heute steht Clos i Terrasses mit seinem Flaggschiff zusammen mit Nin-Ortiz und Palacios an der Spitze des wieder erwachten und zu nie dagewesener Qualität aufgestiegenen Priorats. Daphne Glorian von Clos i Terrasses ist eine akribische Qualitätsfanatikerin, die ihre 10 Hektar Weinberge wie ihre Westentasche kennt. Ihre beiden Weine Laurel und Clos Erasmus entstehen aus verschiedenen Parzellen in Hochlagen. Steile Hänge und Terrassenlagen, die alle separat behandelt und ausgebaut werden. Alles rein ökologisch, penibelste Handarbeit, auch biodynamische Methoden werden angewandt. Während der Lese wird dann mit viel Fingerspitzengefühl und Expertise festgelegt welche Partien und welche Rebsortenanteile in welche Cuvée fliesen. Die Zusammensetzung kann jährlich variieren, immer mit dem Ziel das absolute Maximum für die beiden Weine zu finden. 2017 ist der Blend Garnacha mit 25% Syrah. Alle Partien für den Clos Erasmus werden im Holzcuve, Betonei und Tonamphoren spontanvergoren und danach für 20 Monate in Burgunder Barriques (40% neu) und Tonamphoren ausgebaut. Eine geradezu hammermäßige Nase hat dieser Clos Erasmus! Hier wird nichts vom Holz übertönt, nichts vom Alkohol dominiert. Einfach nur pure, reichhaltige Frucht, unendlich tief und rein. Kann man Dichte und innere Spannung riechen? Wenn man diesen Duft in der Nase hat, definitiv. Anders kann man das nicht beschreiben. Wir haben alle Arten von wilden Waldbeeren, Pflaume, Schlehe, Pinienwald und so viel zerstoßenen Stein dahinter, alles noch dicht, massiv und versammelt. Changiert zwischen der verlockenden Süße der reichen Frucht und der überwältigenden, mineralischen Power, deren Ausmaß man im momentanen Stadium nur erahnen kann. Der Clos Erasmus braucht natürlich Zeit und Luft, um sich zu entfalten, das ist kein pop-and-pour Wein. Am Gaumen kommen dann Sauerkirsche, Schlehe, Pflaume, Brombeere mit immenser Dichte und Strahlkraft, aktuell noch sehr fest verwoben. Wir haben hier ganz große Anlagen für die kommenden Jahrzehnte, das kann man definitiv spüren. Fast überwältigend in seiner Reichhaltigkeit und der aromatischen Dichte. Doch am faszinierendsten ist eigentlich diese Frische und die Eleganz, die sogar in diesem heißen Jahr erstaunlich gut erhalten ist. Fast eine Leichtigkeit suggerierend mit der sich dieses Kraftpaket über den Gaumen schiebt. Wie Samt und Seide kleiden die noblen Tannine den Mundraum aus, nur allerfeinste Fässer von burgundischen Edelmanufakturen wie Taransaud kommen mit dem Clos Erasmus in Berührung. Die mineralisch unterfütterte Säurestruktur nimmt dem Wein jede Schwere. Wir haben im Gegenteil eine unglaubliche Frische und florale Verspieltheit in diesem Wein. Der Nachhall ist aktuell von solch einer pikanten Salzigkeit geprägt, das man es kaum glauben mag. Die roten und blauen Llicorella-Schiefer des Priorats verleihen dem Clos Erasmus eine Dimension von Mineralität in der Frucht, wie man sie nur in wirklich großen Weinen findet. Nobel, magisch, erhaben und endlos fein. Ein Grand Vin de Terroir, der sich nahtlos in die Riege der Champions nicht nur des Priorats, sondern ganz Spaniens einordnet. 98-100/100

99
/100

Jeb Dunnuck über: Clos Erasmus

-- Jeb Dunnuck: The flagship 2017 Clos Erasmus is even better, with a heavenly, lifted nose of black raspberry and mulberries interwoven with lots of spice, dried flowers, chalky minerality and graphite. Flawlessly balanced, full-bodied, and incredibly pure, with not a hard edge to be found, this ranks with the top vintages I’ve tasted. The blend is 75% Grenache and 25% Syrah, aged 18 months in Burgundy barrels. It will shine for another 15-20 years. Don't be afraid to give it some air if drinking anytime soon. 99/100

98
/100

Parker über: Clos Erasmus

-- Parker: The just-bottled 2017 Clos Erasmus is a blend of Garnacha with 25% Syrah that fermented with indigenous yeasts in oak vats and matured in 228-liter oak barrels (40% new). It feels very aromatic, expressive and open, floral and elegant and surprisingly fresh for the conditions of the year. It's still young and undeveloped, with the puppy fat still to be rendered, and right now, it comes through as juicy and elegant, with very good freshness and super fine tannins. It's very aromatic and floral, really impressive for 2017. It seems like the year was much better in the Mediterranean part of Spain than in the rest of the country. 98/100

Mein Winzer

Clos I Terrasses

Die Inhaberin Daphne Glorian gehört, neben Namen wie Alvaro Palacios und Rene Barbier, zu den Pionieren des heutigen Priorats. Sie erkannte schon 1989 das enorme Potenzial der Region und erwarb ihre erste kleine Parzelle.

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