Chateauneuf du Pape 2020

Clos des Papes: Chateauneuf du Pape 2020

Zum Winzer

100+
100
2
Grenache 40%, Mourvedre 40%, diverse autochthone Reben 10%, Syrah 10%
5
rot, trocken
15,0% Vol.
Trinkreife: 2028–2063
Verpackt in: 12er OHK
9
voluminös & kräftig
pikant & würzig
3
Lobenberg: 100+/100
Decanter: 98/100
Falstaff: 98/100
Wine Spectator: 97/100
Parker: 96–98/100
Jeb Dunnuck: 96/100
6
Frankreich, Rhone, Chateauneuf du Pape
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateauneuf du Pape 2020

100+
/100

Lobenberg: 2020 gab es an der Rhône insgesamt relativ normale Mengen. An der Nordrhône vielleicht sogar etwas mehr als im Durchschnitt. Im Süden hatten die Reben deutlich mehr mit Trockenstress zu kämpfen, weil hier im Sommer nur wenige Millimeter Regen fielen. Aber besonders die Reben auf Lehmböden und die alten, tiefwurzelnden Rebstöcke, konnten das Ganze gut wegstecken. Probleme gab es erst während der Lese, weil es um den 20. September relativ starke Regenfälle zwischen 40 und 60 Millimetern pro Quadratmeter gab. So kann man durchaus unterscheiden zwischen Weinen, die vor dem Regen gelesen wurden und jenen, die erst danach den Weg in die Keller fanden. An der Südrhône erinnert 2020 sehr an 2018. Wir haben eine sehr saftige und reiche Frucht, aber nicht dieses extrem Fette, ja fast Dramatische, aus 2019. Im Süden ist es – anders als an der Nordrhône – eher kein klassischer, sondern ein saftiger, fruchtstarker Jahrgang wie 2018, der auch schon ziemlich perfekt gelungen war. In Summe ist 2020 an der Rhône ein großes Jahr. Balancierter und harmonischer als das Kracher-Jahr 2019. Auf Clos des Papes wird alles komplett entrappt. Vincent Avril ist derjenige, der als Einziger noch alle zwölf zugelassenen Traubensorten verwendet. Einige Tage Kaltmazeration. Natürlich als erklärter Biodynamiker spontan vergoren, das Ganze verbleibt 4 Wochen im Zement-Gärtank. Die alkoholische Fermentation läuft also über 2 Wochen, danach Verbleib des Weines auf den Schalen für 1 – 2 Wochen. Dann abpressen und in die großen Tanks. Der Wein durchläuft im Beton-Tank auch die malolaktische Gärung. Danach wird noch im Tank, also nach 4 Wochen, mit Eiweiß geschönt, um alle Sedimente herauszubekommen. Dies geschieht nach dem Abstich aus dem Beton in den Stahltank. Es wird nicht filtriert, aber es wird dann schon ziemlich klar und ohne grobe Hefe in die großen alten Holzfässer gepumpt. Niemals neues Holz. Frühestens nach 3 – 4 Jahren wird immer ein neues Holzfass eingesetzt. Dieser Wein bleibt dann ohne umpumpen für gut 12 Monaten in den großen Holzfässern und geht direkt danach zum Abfüllen. Der Châteauneuf von Clos des Papes besteht 2020 aus 55 Prozent Grenache, 30 Prozent Mourvèdre, zehn Prozent Syrah und einem Rest autochthoner Rebsorten. Der pH-Wert liegt bei 3,75. Vincent Avril von Clos des Papes sagt, dass 2020 sein bisher bester Châteauneuf sein könnte. Und das bei relativ normalen Mengen von rund 26 Hektolitern pro Hektar. Die Tannine sind extrem reif und seidig, der Alkohol mit 15 Volumenprozent sogar relativ moderat. Die Ernte begann am 6. September. Um den 20. September gab es Regenfälle zwischen 40 und 50 Millimeter, davor war aber bereits das meiste gelesen. Ein kleiner Teil wurde erst nach dem Regen geerntet. Vincent vergleicht 2020 mit einer etwas reiferen, seidigeren, weicheren Version von 2005 und 2007. Zwei Jahrgänge, die damals schon der Hedonismus pur waren. Und so ist 2020 auch. Schon im Angang. Die Nase ist extrem fein und delikat in der Frucht. Hochintensiv und aromatisch. Viel Kirsche, rote Beeren, sanfte Himbeere und Erdbeere. Reich und dicht. Der Mundeintritt ist extrem delikat und hedonistisch, man mag es gar nicht ausspucken. Extrem lecker! Wunderbar verwoben und tänzelnd, warm und harmonisch. Definitiv ein großes, harmonisches und extrem balanciertes Jahr. Das Problem, so sagt Vincent, sind die immer wärmeren Sommer, die dazu führen, dass die Zuckeranstieg in den Beeren deutlich früher eintritt und höher ausfällt. Trotzdem muss man auf die phenolische Reife der Kerne und Schalen warten. Dementsprechend hat sich für ihn recht wenig geändert, auch die Trockenheit ist kein richtiges Problem, aber die Alkoholgrade gehen nach oben, weil er erst Mitte September ernten kann, wenn alles reif und perfekt balanciert ist. Es ist einfach eine große Freude, die der Wein im Mund bereitet. Letztlich vergleicht Vincent den Wein ob seiner genialen Balance, Harmonie und Eleganz mit 1978. Der Jahrgang 2020 mag ein Allzeit-Hoch sein. Das gleiche hatten wir schon bei Tardieu mit seiner Cuvée Spéciale. 2020 bringt Ikonen hervor. Im Süden etwas selektiver und im Norden in großer Stückzahl. 2020 – in Bordeaux und an der Rhône das Jahr der Ikonen. Auf jeden Fall ist 2020 bei Clos des Papes einer der ganz großen Jahrgänge. Vielleicht der beste Wein der Geschichte. 100+/100

98
/100

Decanter über: Chateauneuf du Pape

-- Decanter: A very Clos des Papes vintage,' says Vincent Avril, and I know what he means - a vintage that naturally delivers the kind of fresh, elegant wines that this estate is famous for. A tasting of several foudres point to a wine with natural, easy balance. The Mourvèdre is excellent here this year, and adds great depth to the fresh and delightful Grenache that has notes of black tea, black cherry and iron. Elegant and very fine. 98/100

98
/100

Falstaff über: Chateauneuf du Pape

-- Falstaff: Ein Duft von Kräuterbitter und Orchideenhaus, fast wie einTraminer blumig im Duft, aber auch Schokolade, Rumrosine, und Garrigue-Noten. Im Mund sind Stoff und Körper sehr dicht ineinandergewoben, der Gerbstoff ist feinkörnig und saftet trotz hoher Dichte sehr gut ab, unterlegt von intensiv taktil-mineralsichen Noten. Geschmeidiger ausklang mit ausgezeichneter aromatsicher länge. 98/100

97
/100

Wine Spectator über: Chateauneuf du Pape

-- Wine Spectator: Beguiling, with a plume of black tea and incense leading off, followed by warmed black cherry reduction, cassis, melted black licorice, warm earth and singed tobacco and garrigue accents. Offers breadth and depth with a seamless feel, capped by a subtle mineral edge that lingers lengthily amid the beautiful fruit. Grenache, Syrah and Mourvèdre. Best from 2024 through 2040. 97/100

96–98
/100

Parker über: Chateauneuf du Pape

-- Parker: Proprietor Paul-Vincent Avril expects to bottle 100,000 bottles of something approximating this 'final blend,' tasted out of foudre. A blend of 55% Grenache, 35% Mourvèdre and 10% Syrah and other permitted varieties, the 2020 Chateauneuf du Pape looked exceptional on this day, offering up scents of framboise and kirsch alongside dried flowers and Asian spices. Full-bodied yet weightless, silky and long, this is special stuff, complex and balanced. 96-98/100

96
/100

Jeb Dunnuck über: Chateauneuf du Pape

-- Jeb Dunnuck: The 2020 Châteauneuf Du Pape showed brilliantly and is certainly one of the stars in the vintage. Based on 55% Grenache, 30% Mourvedre, and the rest Syrah and other permitted varieties, it shines for its elegance and purity, offering a wonderful core of red and black fruits, medium to full body, silky, incredibly polished tannins, flawless balance, and already complex notes of flowers, sappy garrigue, Provençal spice. It has the estate's incredible ability to bring wonderful intensity and richness while staying graceful and seamless. It reminds me slightly of the 2012, possibly the 2006, and while it already offers pleasure, it will evolve for 20+ years in cold cellars. 96/100

Mein Winzer

Clos des Papes

Schon Paul Avril, der Großvater des derzeitigen Besitzers von Clos du Papes, Vincent Avril, machte sich um die Region verdient und trug nicht unwesentlich zur Schaffung des Cru Châteauneuf-du-Pape bei. 1896 begann er seine Weine unter dem Namen Clos des Papes zu verkaufen, den er 1902 als...

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