Chateauneuf du Pape 2019

Clos des Papes

Chateauneuf du Pape 2019

Limitiert

voluminös & kräftig
pikant & würzig
98–100
100
2
Grenache 40%, Mourvedre 40%, diverse autochthone Reben 10%, Syrah 10%
5
rot
15,5% Vol.
Trinkreife: 2027–2062
Verpackt in: 12er OHK
3
Lobenberg: 98–100/100
Decanter: 98/100
Jeb Dunnuck: 98/100
Wine Spectator: 97/100
6
Frankreich, Rhone, Chateauneuf du Pape
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateauneuf du Pape 2019

98–100
/100

Lobenberg: 2019 ist an der Rhône die Fortsetzung der mediterranen Jahre, der Jahre ohne Wasser, der großen Trockenheit. Zwischen April und Mitte September gab es so gut wie keinen Regen, weder im Norden noch im Süden. Die Trockenheit war extrem. Minimale Regeschauer zwischendurch reichten noch nicht einmal aus, um von der Erde aufgenommen zu werden. Seltsamerweise starben die Weinberge nicht ab, sondern alle Weinberge mit alten Reben sahen über die ganze Zeit ganz hervorragend aus. Es gab zwar Wasserstress, aber es gab keinen Stillstand. Der Schlüssel sind also ganz eindeutig alte, tiefwurzelnde Reben. Trotzdem wäre es zu einem desaströsen Ergebnis gekommen, wenn es nicht Mitte September einige anständige Regenfälle von über 20 Millimeter gegeben hätte. Die Entwicklung wäre sonst zu weit fortgeschritten, die Weine hätten ihre Frische verloren. Die Regenfälle wendeten das Blatt vollständig. Aber man muss dazusagen, dass es in Zukunft wahrscheinlich keine großen Weine von der Rhône geben wird, sollte sich die Situation so fortsetzen. 2019 ist es nicht nur gutgegangen, sondern alle Winzer sprechen von einem legendären Jahrgang. Die Rotweine sind generös und tief und stellen eine Synthese von 2007 und 2016 dar. Die Weißweine haben einen ähnlichen Spagat, einen ähnlichen Oszillographen, wie in Deutschland, wie in Bordeaux, wie überhaupt in Europa. Crispe, frische, mineralische Weine. Extrem extraktreich, hohe Reife und hohe Frische beieinander. Man kann von einer strahlenden Zukunft und von einem Best-Ever-Jahrgang ausgehen. Auf Clos des Papes wird alles komplett entrappt. Vincent Avril ist derjenige, der als Einziger noch alle zwölf zugelassenen Traubensorten verwendet. Einige Tage Kaltmazeration. Natürlich als erklärter Biodynamiker spontan vergoren, das Ganze verbleibt 4 Wochen im Zement-Gärtank. Die alkoholische Fermentation läuft also über 2 Wochen, danach Verbleib des Weines auf den Schalen für 1 – 2 Wochen. Dann abpressen und in die großen Tanks. Der Wein durchläuft im Beton-Tank auch die malolaktische Gärung. Danach wird noch im Tank, also nach 4 Wochen, mit Eiweiß geschönt, um alle Sedimente heraus zu bekommen. Dies geschieht nach dem Abstich aus dem Beton in den Stahltank. Es wird nicht filtriert, aber es wird dann schon ziemlich klar und ohne grobe Hefe in die großen alten Holzfässer gepumpt. Niemals neues Holz. Frühestens nach 3 – 4 Jahren wird immer ein neues Holzfass eingesetzt. Dieser Wein bleibt dann ohne umpumpen für gut 12 Monaten in den großen Holzfässern und geht direkt danach zum Abfüllen. 2019 gab es nur 20 Hektoliter Ertrag pro Hektar bei Clos des Papes. Ein reiches, üppiges Jahr. Die Nase zeigt wirklich voluminöse, süße, reiche Himbeere, aber auch ein bisschen Holunder darunter. Deutliche Prägung von der Mourvèdre. Massive, dichte und aromatische Nase. Ein echter Powerwein, auch im Mund, mehr als 2016. Er hat ein bisschen mehr Intensität und Spannung in der Frucht. Aber im Grunde ist das ein ewig haltbarer Jahrgang wie 2016. Immenser Nachhall, reich, intensiv und dicht. Große Länge. Bitte lange einkellern. Nicht diese extraterrestrische, delikate Feinheit wie 2020. Dafür ein kleines Monster. Großer Wein! 98-100/100

98
/100

Decanter über: Chateauneuf du Pape

-- Decanter: Bright and floral on the nose. The tannins are extremely fine, almost imperceptible, but very much present, giving the wine a strong base for long ageing. It's perfectly balanced, long and deep, resulting in a rich but surprisingly classic vintage of Clos des Papes considering the extreme conditions this year. Rich but bright, very complete and pure with no excesses. Vines are typically 30 to 40 years old, spread across 24 parcels. Matured for 12 months in foudres of at least four years of age. 98/100

98
/100

Jeb Dunnuck über: Chateauneuf du Pape

-- Jeb Dunnuck: Tasted out of bottle, the 2019 Châteauneuf Du Pape is a stunning example of this estate as well as the vintage. Gorgeous kirsch, flowery incense, spice box, and garrigue-like notes define the nose, and it hits the palate with classic Clos des Papes elegance and finesse backed up by a great mid-palate, fabulous concentration, and a monster of a finish. Don’t miss this beauty. It can be enjoyed today with incredible pleasure or cellared for two decades. 98/100

97
/100

Wine Spectator über: Chateauneuf du Pape

-- Wine Spectator: This is a stunner, offering a gorgeous core of black tea–infused cassis, plum reduction and raspberry puree flavors. Additional black licorice, black tea and incense notes emerge alongside the fruit on the long, lush, seductive finish, which is harnessed by a graphite frame. A very confidently rendered wine. Grenache, Syrah, Cinsault and Mourvèdre. Best from 2024 through 2040. 10,000 cases made, 700 cases imported. 97/100

Mein Winzer

Clos des Papes

Schon Paul Avril, der Großvater des derzeitigen Besitzers von Clos du Papes, Vincent Avril, machte sich um die Region verdient und trug nicht unwesentlich zur Schaffung des Cru Châteauneuf-du-Pape bei. 1896 begann er seine Weine unter dem Namen Clos des Papes zu verkaufen, den er 1902 als...