Poujeaux

Chateau Poujeaux Cru Bourgeois 2020

pikant & würzig
saftig
strukturiert
95+
100
2
Cabernet Sauvignon 54%, Merlot 40%, Petit Verdot 6%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2028–2050
Verpackt in: 12er OHK
3
Lobenberg: 95+/100
Gerstl: 18+/20
Suckling: 94–95/100
6
Frankreich, Bordeaux, Moulis und Listrac
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Poujeaux Cru Bourgeois 2020

95+
/100

Lobenberg: Das ehemalige Cru Bourgeois Château Poujeaux war über einen ganz langen Zeitraum hinweg eines der führenden Cru Bourgeois überhaupt. Aus Protest über die Neuklassifizierung in Cru Bourgeois Exceptionnel, Supérieur und in einfache Cru Bourgeois, ist man dieser Vereinigung nicht beigetreten. Es heißt jetzt also nur noch Château Poujeaux. Es ist aber eines der ältesten Weingüter in Bordeaux, es existiert urkundlich bereits seit 1544. Die Appellation Moulis ist in warmen Jahren ganz hervorragend und ähnelt sehr der Nachbarappellation Margaux. In kühlen und feuchten Jahren kann Moulis schon auch sehr spröde und grün sein. Das Weingut umfasst 70 Hektar, die Böden bestehen hier aus Kies und Sand. Also die klassische Mischung aller Cru-Lagen des linken Ufers. Dichtpflanzung von 10.000 Stöcken pro Hektar, damit der Ertrag pro Pflanze auf ein halbes Kilo gesenkt werden kann. Das Durchschnittsalter der Reben liegt bei 30 Jahren. Berater ist niemand geringeres als der Superstar des rechten Ufers, Stéphane Derenoncourt, der viele Bio-Weingüter betreut. Das Weingut gehört seit einigen Jahren Philippe Cuvelier, sein Sohn Mathieu betreut es als Direktor. Poujeaux hatte einige Jahre einen Durchhänger, ist aber seit 2016 – noch viel mehr mit 2018 und 2019 – wieder in der Spitze der Appellation angelangt und kann durchaus im Bereich der klassifizierten Weine der Nachbarappellation Margaux mitschwimmen. Spontane Vergärung im Edelstahl, im Holz und auch im Beton. Alles temperaturgesteuert. Keine scharfe Extraktion, nur vorsichtiges Überpumpen. 20 bis 25 Tage Vergärdauer. Dann der Ausbau im Barrique, ein Drittel Neuholz, zwei Drittel gebrauchtes Holz. 2020: Rinderbraten mit Backpflaume, lang eingekocht – so kommt die Nase. Hohe Intensität, aber nicht besonders fein, etwas rustikal. Etwas spitze Säure. Im Mund rustikal, sehr extrahiert. Schon eindrucksvoll, aber durch diesen rustikalen Unterton finde ich ihn in Summe nicht ganz groß. Er braucht Zeit. 95+/100

18+
/20

Gerstl über: Chateau Poujeaux Cru Bourgeois

-- Gerstl: Da duftet wieder einmal ein Poujeaux aus dem Glas wie ich ich ihn seit Urzeiten liebe, da ist immer ein Hauch Erotik im Spiel, Trüffel-Tabak Noten, genial. Auch die Aromatik stimmt perfekt, dass er ein wenig rustikal angehaucht ist, verleiht ihm zusätzlichen Charme, auch die leicht strengen Tannine passen ins Bild, ich kann mir gut vorstellen, dass beispielsweise der geniale 66er als Fassprobe ähnlich geschmeckt hat, ein grosser Poujeaux, aber er braucht etwas Zeit. 18+/20

94–95
/100

Suckling über: Chateau Poujeaux Cru Bourgeois

-- Suckling: A dense, layered red with blackberry, tar, asphalt and spice character. Medium-to full-bodied with wonderful, polished and creamy tannins. Chewy and fine. Potentially one of the best in a long time. 94-95/100

Mein Winzer

Poujeaux

Das Cru Bourgeois Poujeaux ist eines der ältesten Weingüter in Bordeaux (seit 1544) und befindet sich mit Chasse-Spleen seit Jahren im Wettstreit um den Platz 1 in Moulis.

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