Lilian Ladouys

Chateau Lilian Ladouys Cru Bourgeois Exceptionnel 2019

tanninreich
voluminös & kräftig
94–95
100
2
Merlot 59%, Cabernet Sauvignon 37%, Petit Verdot 3%, Cabernet Franc 1%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2043
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 94–95/100
Decanter: 93/100
Wine Cellar Insider: 92–94/100
Neal Martin: 92–94/100
Suckling: 92–93/100
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Estephe
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Lilian Ladouys Cru Bourgeois Exceptionnel 2019

94–95
/100

Lobenberg: Lilian Ladouys hat sich in den letzten 10 Jahren unglaublich gemausert und ist heute durchaus ein direkter Verfolger von Meyney, Lafon Rochet und Le Boscq, die wiederum kurz hinter Phélan Ségur und alle zusammen unterhalb von Montrose, Cos und Calon Ségur laufen. In Saint-Estèphe hat es eine unglaubliche Entwicklung gegeben. Manch alt eingesessene Namen müssen sich der Qualität eines Lilian Ladouys, mehr noch der Qualität von Meyney und Le Boscq, wirklich erwehren und kommen manchmal durchaus ins Hintertreffen. Lilian Ladouys ist also auf dem Weg an die erweiterte Spitze. Das Weingut ist seit 2008 im Besitz von François und Jacky Lorenzetti. Mehr als 90 Prozent vieler einzelner kleiner Parzellen erstrecken sich über insgesamt 45 Hektar in der gesamten Appellation Saint-Estèphe. Also ein großes Weingut. Die Reben stehen auf Kiesinseln und Sand, dem vorherrschenden Terroir des nördlichen Médoc. Einzelne Plots stehen aber auch auf Ton über Kalkstein, was in Saint-Estèphe auch sehr verbreitet ist. Lilian Ladouys braucht warmes und trockenes Wetter, wie viele der inzwischen dank des Klimawandels zu Superstars heranreifenden Weingüter des nördlichen Bereichs. Das gilt auch für die nördlichen Nachbarn von Saint-Estèphe wie Charmail, Clos Manou, Doyac und Carmenere. Alle diese heutigen Superstars hatten früher zu kühle und feuchte Terroirs. In den Jahren ab 2009 und seit dem großen Klimawandel bewirtschaften diese Weingüter aber wahrscheinlich sogar die bevorzugtesten und besten Terroirs der gesamten Médoc-Halbinsel. Auch deshalb ist Saint-Estèphe neben dem nördlichen Medoc in den letzten Jahren so unglaublich gut geworden. Das betrifft nicht nur die kleinen Boutique-Weingüter, auch die besten klassifizierten Stars. Der 2019er Lilian ist schwarzblau mit rubinrotem Rand. Leichter Wasserrand dazu. Sehr duftige Pumpernickel- und Eukalyptus-Nase. Hohe Intensität. Gute Lakritze mit reichlich Schlehe und Kräutern der Provence, viel Estragon. Aber nochmals Pumpernickel. Dann schieben sich Schlehe und Sauerkirsche durch. Auch ein bisschen rote und schwarze Johannisbeere. Sanddorn, eine leicht stechende Minze und eine leicht pfeffrige Schärfe. Ein supercleaner und superdefinierter Mund. Schwarze Kirsche mit Cassis. Butterweiche, seidige, aber sehr vorhandene und präsente Tannine. Saftiger, geschmeidiger, extrem leckerer Mund. Mittlere Länge, sehr schlüssig. Tolle Reife bei gleichzeitig toller Frische zeigend. Ein Wein in superber Definition wie aus einem Guss. Er bleibt zwar auch dieses Jahr hinter dem sagenhaft guten Le Boscq und auch Meyney. Das liegt aber einfach daran, dass Meyney und Le Boscq in 2019 noch näher an die großen Namen wie Phélan Ségur, Calon Ségur, Cos und Montrose herangerückt sind. Ein sehr, sehr guter Lilian Ladouys. Besser noch als die hervorragenden 2016er und 2018, weil einfach noch ein Quäntchen mehr Frische dabei ist. Ein berauschend schöner und archetypischer Saint-Estèphe. 94-95/100

93
/100

Decanter über: Chateau Lilian Ladouys Cru Bourgeois Exceptionnel

-- Decanter: A new Cru Bourgeois Exceptionnel, freshly minted this year (from the 2018 vintage). I would put this right up there with the best vintages from Lilian Ladouys. It feels extremely silky, with such plump blackberry fruits that you could almost drink it straight away but there are tannins here, and the body of the wine closes down as it travels through the palate, suggesting it intends to get serious about ageing potential. Excellent quality overall, easy to recommend, although acidities are a touch higher than this in 2018 which may not please everyone. 1% Cabernet Franc completes the blend, 30% new oak. 3.84pH. The harvest took place between 25 September and 9 October. Recently enlarged to 80ha with the addition of vineyards from both Tour de Pez and Clauzet (both good quality estates). 93/100

92–94
/100

Wine Cellar Insider über: Chateau Lilian Ladouys Cru Bourgeois Exceptionnel

-- Wine Cellar Insider: Leafy aromas with thyme, mint, tobacco leaf, cassis, spice and smoke are easy to find. On the palate, the wine is medium/full-bodied, fresh and vibrant. The energetic finish, with its dusty tannins, lifted red fruits and spicy chocolate is exactly what you were hoping to find. The wine was made from blending of 59% Merlot, 37% Cabernet Sauvignon, 3% Petit Verdot and 1% Cabernet Franc. 92-94/100

92–94
/100

Neal Martin über: Chateau Lilian Ladouys Cru Bourgeois Exceptionnel

-- Neal Martin: The 2019 Lilian Ladouys has a powerful, quite burly bouquet, a mixture of red and black fruit, wine gums, touches of blueberry and violet. It feels more Margaux than Saint-Estèphe! The palate is medium-bodied with firm tannins, fine grip, just a hint of piquancy and a lovely estuarine/briny influence that defines the classic finish. I prefer the palate to the aromatics at this juncture, but overall this is promising. Tasted thrice with consistent notes. 92-94/100

92–93
/100

Suckling über: Chateau Lilian Ladouys Cru Bourgeois Exceptionnel

-- Suckling: This is very refined and balanced with soft, silky tannins and a fresh, clean finish. It’s medium-bodied and round with integrated tannins. Spice and forest-floor character. 92-93/100

Mein Winzer

Lilian Ladouys

Die Historie des Château beginnt 1654, als das Weingut im Besitz von Jacques de Beroyan war, Bürgermeister Bordeauxs. Lange hieß das Weingut La Doys. Die Weine hatten im 18ten und 19ten Jahrhundert einen großen Ruf und Renommee.