Dominique Leandre-Chevalier

Chateau Le Queyroux 33333 2016

99–100
100
2
Merlot 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2050
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 99–100/100
Gerstl: 20/20
6
Frankreich, Bordeaux, Cotes de Blaye
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Le Queyroux 33333 2016

99–100
/100

Lobenberg: Das ist eine, wie bei allen anderen Weinen von DLC auch, biologisch bewirtschaftete, ganz winzige Parzelle mit sagenhaften 33.333 Stöcken auf den Hektar, alles mit einem normalen Hektarertrag. Pro Weinstock dem zu Folge winzige Mengen. Allerdings gibt es insgesamt nur 0,25 Hektar. 100% Merlot. 2010 gab es die erste Ernte und Vinifikation. Es gibt im Durchschnitt nur 2 winzige Trauben pro Stock, und dementsprechend liegt das Gewicht nur im Bereich von 200 Gramm. Extrem hohe Konzentration und enorme Dichte sind die Folge. Nicht aber Fett oder Marmelade. Diese Konzentration widerspiegelt sich allerdings nicht im Glas und in der Nase. Diese 100% Merlot sind so ungeheuer fein. Man hat mir nicht gesagt was ich im Glas habe, und ich habe gedacht es ist ein Saint Emilion, irgendwo zwischen Chateau Canon und Chateau Beausejour Duffau gelegen. Dabei handelt es sich hier nur um Merlot. So unendlich fein. Der Cabernet Franc von Chateau Ausone lässt grüßen. Das ist so verspielt und gleichzeitig so ungeheuer dicht. Nie wuchtig, sondern total tänzelnd. Im Pomerol wäre es ein L’Eglise Clinet oder Le Pin in dieser zarten Feinheit. So verspielt. Gott, macht das Freude! Ich hab ihn gleich mal runtergeschluckt, das war nicht zum spucken. In diesem viertel Hektar kann man kaum mit dem Pferd noch mit sonst irgendeiner maschinellen Hilfe arbeiten. Alles reine Handarbeit. Das ist wirklich verrückter Extremismus im biologischen Weinbau. Dafür muss man schon ein ziemlicher Spinner sein, was Dominique auf jeden Fall ist, dabei aber hoch sympathisch und ambitioniert. Wenn so etwas dabei rauskommt, ist das einfach ein Gedicht. Es gibt so wenige Flaschen, und im Grunde ist das ein unbezahlbarer Schatz. Es gibt insgesamt nur 1000 Flaschen von diesem ultrafeinen Elixier. Für mich kann dieser Wein ohne weiteres mit den besten Exemplaren aus Pomerol und Saint Emilion konkurrieren. Man würde ihn in einer Blindverkostung aus der Oberklasse nicht herausfischen können, so unglaublich schön ist der Wein und für diesen extremen Aufwand und das berauschend feine Ergebnis ist er einfach sehr günstig. 99-100/100

20
/20

Gerstl über: Chateau Le Queyroux 33333

-- Gerstl: Der Name des Weines steht für die Anzahl Rebstöcke pro Hektar. Dieses Jahr gab es auf ¼ Hektar immerhin 1700 Flaschen. Im Durchschnitt wachsen bei dieser extremen Dichtpflanzung 2–3 Trauben pro Rebstock. Das gesamte, wegen der Dichtpflanzung extrem tiefgründige Wurzelwerk, versorgt diese 2–3 Träubchen mit Aromen. Es braucht ungefähr 5 Rebstöcke für eine Flasche Wein. ,Schon der Duft zeigt selten gesehenen Raffinessen, das ist so etwas von edel und fein und so etwas von sagenhaft delikat, gleichzeitig enorm konzentriert, da ist verschwenderische Vielfalt, ein immenses Aromenspektrum. Auch am Gaumen ist zuerst einmal pure Feinheit angesagt, maximale Feinheit, bei gleichzeitig maximaler Konzentration, kaum ein anderer Wein bietet das in dieser Vollendung, da ist eine enorme Tanninmasse, die komplett seidig ist, das ist ein unbeschreiblicher aromatischer Höhenflug, die Sinne berauschend und verführerisch. Ich verneige mich vor diesem Wein, vor der Natur und vor der Leistung dieses Winzers. 20/20,

Mein Winzer

Le Queyroux Dominique Leandre-Chevalier

Dominique Leandre-Chevalier wollte ursprünglich nicht Winzer werden. Und nun ist er sogar ein Hexenmeister der Gattung. Von nur drei Hektar biodynamisch bearbeiteter Parzellen, die zum Teil mit 10.000, mit 11.000, zum Teil sogar mit 33.000 Stöcken pro Hektar bepflanzt sind, zum Teil reinsortig mit...

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