Dominique Leandre-Chevalier

Chateau Le Queyroux 100% ProVocateur 2015

97–99
100
2
Petit Verdot 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2019–2036
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 97–99/100
Gerstl: 20/20
6
Frankreich, Bordeaux, Cotes de Blaye
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Le Queyroux 100% ProVocateur 2015

97–99
/100

Lobenberg: Das ist ein 100%iger Petit Verdot. Ein Wein von Dominique Leandre-Chevalier und von Château le Queyroux. 10000 Stöcke pro Hektar dicht. Manche Stücke mit sogar 33000 Stöcken pro Hektar. Petit Verdot aus diesen zwei unterschiedlichen Pflanzdichten von 10000 und 33000. Der Weinberg ist Ende der 90er Jahre angelegt worden und besteht zu 100% von einer selbst veredelten Selection Massale aus Petit Verdot Reben. Der Wein ist auf einem ehemaligen Steinbruch gepflanzt, also Sand und Lehm auf reinem Kalkstein. Nur 0,3 Hektar, es gibt nur 600 Flaschen pro Jahrgang. Meine Nase sucht nach der unendlichen Dichte des letzten Jahrgangs und findet wahnsinnige Tiefe und unendliche Feinheit. Maulbeere, schwarzer Schiefer, unendlich feine dichte schwarze Kirsche, aber auch Süßholz, Lakritze, tolle Würze, schwarzer Pfeffer, schöne dichte Milchschokolade, auch reife, konzentrierte Pflaume, aber das Ganze ist unendlich fein. Nicht so fein wie der Le Joyau vom gleichen Erzeuger, dafür ist einfach zu viel Konzentration in der Petit Verdot. Der Mund ist eigentlich ein Spottgesang auf die Petit Verdot. So etwas kann es eigentlich gar nicht geben. So unglaublich fein aus Petit Verdot, einer Rebsorte die für hohe Säure, hohe Würze und viel Tannin steht. Alles ist weg in diesem Jahrgang und nur fein. Das ist ein superschöner schwarzer Samtteppich aus Pomerol. Ich würde auf einen Traum-Merlot tippen, im Grunde ein Eglise Clinet aus Blaye, wunderbar verspielt. Dieser Petit Verdot ist 2015 erotisch, fast ein Frauenwein. Der 14er war grandios und delikat, aber eben auch noch sehr würzig mit viel Bums. Der 15er hat alles Harte abgelegt, kommt wie Phoenix aus der Asche in unendlicher Feinheit und Dichte. Wie schon gesagt, in einer Blindverkostung irgendwo zwischen Eglise Clinet und Evangile liegend, aber ultrazart und auch ein bisschen an einen 2015er Figeac erinnernd. Das macht unglaublich Freude, das ist einer der großen Weine des Jahres und ist noch ein bisschen stärker als der Le Joyau. 97-99/100

20
/20

Gerstl über: Chateau Le Queyroux 100% ProVocateur

-- Gerstl: Rabenschwarze Frucht, das ist eine Fruchtkonzentration wie ich sie kaum je zuvor erlebt habe, dennoch ist die Frucht insgesamt gar nicht so im Vordergrund, sie wird umrahmt von 1000 Terroiraromen zu einer Duftsymphonie der himmlischen Art. Auch am Gaumen ein eindrückliches Fruchtbündel, aber auch hier ist keines der 1000 Aromem dominant oder aufdringlich, auch hier ist Finesse oberstes Gebot, pure Kraft pure Konzentration und pure Leichtigkeit, das ist ein Wein der alles überstrahlt, sich trotzdem nicht in den Vordergrund drängt, der hat einen unglaublichen Charme, ich bin hin und weg, ich kann nur staunen, und versuchen zu begreifen, was da abgeht. 20/20

Mein Winzer

Le Queyroux Dominique Leandre-Chevalier

Dominique Leandre-Chevalier wollte ursprünglich nicht Winzer werden. Und nun ist er sogar ein Hexenmeister der Gattung. Von nur drei Hektar biodynamisch bearbeiteter Parzellen, die zum Teil mit 10.000, mit 11.000, zum Teil sogar mit 33.000 Stöcken pro Hektar bepflanzt sind, zum Teil reinsortig mit...