Dominique Leandre-Chevalier

Chateau Le Queyroux 100% ProVocateur 2014

97–98
100
2
Petit Verdot 100%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2018–2035
Verpackt in: 12er OHK
3
Lobenberg: 97–98/100
Gerstl: 19/20
6
Frankreich, Bordeaux, Cotes de Blaye
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Le Queyroux 100% ProVocateur 2014

97–98
/100

Lobenberg: Ein Wein von Dominique Leandre-Chevalier von Chateau Queyroux. 100% Petit Verdot aus zwei unterschiedlichen Pflanzdichten, einmal 10.000 Stöcke pro Hektar, einmal 33.333 Stöcke pro Hektar. Dieser Weinberg ist Ende der 90er Jahre angelegt worden und besteht zu 100% aus von ihm selbst veredelten Petit Verdot Reben, eine so genannte 'selection massale'. Dieser Weinberg ist auf einem ehemaligen Steinbruch gepflanzt, also Sand und Lehm auf reinem Kalk. 0,3 Hektar. Es gibt nur 600 Flaschen im Jahrgang. Die Nase dieses ProVocateurs ist so ziemlich das Unglaublichste, was ich in diesem Jahrgang gerochen habe. Sie erinnert mich ein wenig an den 2010er von Tertre de la Mouleyre. Die Nase hat also eine ungeheure Dichte und zugleich Reife. Maulbeere, schwarze, fast 100%ige Schokolade, Zuckerrübensirup, dichtes eingekochtes Cassis, Brombeerkonfitüre und überkonzentrierte schwarze Kirsche. Das Ganze mit Erde und Würze durchsetzt. Schwarzer Pfeffer, Lakritze und Salz. Schon die Nase des Weins hat eine Komplexität, die immens ist. Dieser irre Anstrom der Nase wird im Mund balanciert mit einer fast nicht erwartet schönen Frische. Der ProVocateur ist unglaublich pikant zwischen der Süße, der Erdigkeit, der Würze, der lakritzigen bzw. eher noch süßholzartigen Provence-Hyperwürze auf der einen Seite und dazu auf der anderen Seite diese eingekochte Kirsche, Cassis, Pflaumensirup. Das klingt schwer, aber es ist nicht schwer. Der Mund ist im Gegenteil fein, samtig. Die Tannine sind seidig. Das Ganze buttrig und zugleich ultrafein und delikat. Wow! 97-98/100

19
/20

Gerstl über: Chateau Le Queyroux 100% ProVocateur

-- Gerstl: Wie schon der 2012er setzt auch der 14er in erster Linie auf Eleganz, trotz enormer Konzentration zeigt er sich unglaublich fein, geradezu zart. Das ist ein himmlisches Fruchtbündel aber mit sagenhaftem Terroir Untergrund. Ich habe ein unbeschreibliches Naturschauspiel am Gaumen, da ist pure Frische und raffinierte Extraktsüsse, das ist eine aromatische Explosion, und dann so etwas von fein, der Wein hat auch seine sanfte Seite, was für ein raffinierter Gaumenschmeichler. Ein Teil des Petit Verdot ist übrigens auch mit 33‘333 Rebstöcken pro Hektar bepflanzt. 19/20

Mein Winzer

Le Queyroux Dominique Leandre-Chevalier

Dominique Leandre-Chevalier wollte ursprünglich nicht Winzer werden. Und nun ist er sogar ein Hexenmeister der Gattung. Von nur drei Hektar biodynamisch bearbeiteter Parzellen, die zum Teil mit 10.000, mit 11.000, zum Teil sogar mit 33.000 Stöcken pro Hektar bepflanzt sind, zum Teil reinsortig mit...