Haut Brisson

Chateau Haut Brisson Grand Cru 2020

BIO

voluminös & kräftig
tanninreich
94–95+
100
2
Merlot 90%, Cabernet Franc 10%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2047
Verpackt in: 12er OHK
3
Lobenberg: 94–95+/100
Gerstl: 19/20
Suckling: 94–95/100
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Haut Brisson Grand Cru 2020

94–95+
/100

Lobenberg: Der Wein besteht zu 90 Prozent aus Merlot und zu 10 Prozent aus Cabernet Franc. Das Weingut verfügt über 18 Hektar und war bis 2015 Bio zertifiziert, hat dann jedoch einige neue Weinberge hinzugenommen, die jetzt in Konversion sind. Die biologische Arbeit erfolgt also in vollem Umfang, aber die Zertifizierung muss noch ein paar Jahre warten. Es gibt zwei Plots. Einer liegt oben bei Tour Saint Christophe auf reinem Kalkstein mit Lehmauflage, der andere unten bei Monbousquet auf Kiesböden mit Lehmuntergrund. Insgesamt gab es hier in 2020 nicht so viel Trockenstress. Die Vinifikation erfolgt spontan im Edelstahl, danach der Ausbau komplett im Barrique, 35 Prozent neues Holz, der Rest Zweitbelegung. Es werden circa 30.000 Flaschen erzeug, der Ertrag lag 2020 bei 30 Hektolitern pro Hektar. 13,8 Volumenprozent Alkohol, pH-Wert 3,65. Dieses Weingut, auf dem Plateau hinter Tour Saint Christophe gelegen, gehört Monsieur Kwok aus Hongkong. Die Regie führt Jean-Christophe Meyrou, der Önologe ist Jérôme Aguirre. Also das bekannte Team von Tour Saint Christophe, Bellefont-Belcier und anderen Topweingütern des rechten Ufers. Das ist der erste Saint-Émilion von »Domaine K.«. Aber dieser Haut-Brisson riecht im Grunde ein wenig wie ein Pomerol, weil er so unendlich fein auf schwarzer Kirsche läuft, weil er einen schönen Grip hintenraus hat. Etwas rote Frucht, ein Hauch Lakritze, aber auch viel Minze und Eukalyptus. Sehr lebendig. Tolle Harmonie und gleichzeitig viel Grip zeigend, viel Frische. Die Weine dieses Teams sind dieses Jahr erstaunlich frisch. Im Gegensatz zu vielen anderen Erzeugern am rechten Ufer hat man es hier doch verstanden, die Frische, das Tänzelnde, die große Harmonie und Balance in den Vordergrund zu stellen. Der Mund weist viel rote Kirsche, Schattenmorelle und Schlehe auf. Alles oberhalb von der Schwarzkirsche. Wenig Cassis, nur etwas rote Johannisbeere als frischer Kick. Mittlere Länge, feines Salz. Kein großer Wein, einfach nur ein sehr stimmiger, gefälliger, in sich geschlossener kleiner Kosmos. Mit hervorragender Balance. Sehr schicker, stimmiger, leckerer, aber auch erstaunlicherweise sehr lebendiger Saint-Émilion. 94-95+/100

19
/20

Gerstl über: Chateau Haut Brisson Grand Cru

-- Gerstl: 90% Merlot und 10% Cabernet Franc. 13.8% Alkohol. Das Terroir besteht aus Lehm und Kalkstein mit feinem braunen Sand und Kies. Ausbau in 35% neuen Barriques, 35% in einjährigen und 30% in zweijährigen Barriques.Wow, dieses Bouquet, diese unglaublich dichte und betörende Aromatik. Das ist pure schwarze Kirsche mit Brombeere und etwas Cassis dazu kommen rotfruchtige Noten nach Johannisbeere und etwas Erdbeere. Ganz zart im Hintergrund feine würzige und noble Röstaromen. Ein Hauch von Trüffel kann man sich auch erhaschen. Der Wein strahlt enorme Tiefe und auch Frische aus. Die in der Nase gewonnen Eindrücke kommen auch am Gaumen zum Vorschein. Ein enorm fülliger und dichter Auftakt getragen von saftiger Frucht und erfrischender Säure. Seidig feine und cremige Gerbstoffe geben dem Haut-Brisson diesen angenehemen Trinkfluss. Das ist ein gewaltiges Elexier, welches auch eine enorme Länge zeigt. Ein Haut-Brisson in absoluter Höchstform. Pirmin Bilger 19/20

94–95
/100

Suckling über: Chateau Haut Brisson Grand Cru

-- Suckling: This is very linear and tight with beautifully crafted tannins that give a long, intense and energetic finish. The mid-palate is tight and poised. 94-95/100

Mein Winzer

Haut Brisson

Die 10 Hektar Weinberge von Haut Brisson sind mit 10% Cabernet Sauvignon, 30% Cabernet Franc und 60% Merlot bestockt. Im Jahre 1997 kauft Peter Viem Kwok Chateau Haut Brisson. Sein unerschütterlicher Wille beste Qualitäten zu produzieren hat einen Modernisierungsruck durch alle Produktionszyklen...