Chateau Ferriere 3eme Cru

Ferriere

Chateau Ferriere 3eme Cru 2019

BIO

voluminös & kräftig
tanninreich
96–97
100
2
Cabernet Sauvignon 70%, Merlot 25%, Petit Verdot 5%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2030–2055
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 96–97/100
Gerstl: 19+/20
Vinum: 18,5/20
6
Frankreich, Bordeaux, Margaux
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Ferriere 3eme Cru 2019

96–97
/100

Lobenberg: Eigentümerin Claire Villars-Lurton (Enkelin von Jacques Merlaut) leitet neben Château Ferriere noch die Weingüter Château Haut-Bages-Libéral und Château La Gurge. Ihr Ehemann Gonzague Lurton führt das Weingut Château Durfort-Vivens. Ferriere hat 8 Hektar in biodynamischer Bewirtschaftung. Die Zusammensetzung in 2019 ist 70 Prozent Cabernet Sauvignon, 25 Prozent Merlot und fünf Prozent Petit Verdot. Der Ertrag bei diesem Biodynamiker liegt bei nur 40 Hektoliter pro Hektar, die Reben stehen in Dichtpflanzung. Pro Stock sind das dann gerade einmal rund 500 Gramm Trauben pro Stock. Biodynamiker können früher ernten, weil die gesunden Reben einfach eine schnellere Reife hervorbringen. Die Ernte 2019 startete am 20. September und endete am 8. Oktober. Die Nase des 2019er Ferriere hat durchaus viel Ähnlichkeit mit der Nase aus 2018. Wieder so ungeheuer schick. Rote, schwarze, blaue Beeren. Sehr voluminös, weich und reich. Leichte Begleitung von Pimentpfeffer und schwarzem Pfeffer. Ein kleiner Hauch Krautwürze, Nuss-Nougat, intensive Maulbeere, etwas Cassis. Schöner Druck, helle Lakritze und feine Blütenaromen. Insgesamt tendiert 2019 sicherlich mehr zur Schwarzbeere, mit leichtem Blaubeertouch an der Seite, als der 2018er, der noch mehr in die Rotfruchtigkeit ging. Nach ein paar Minuten Belüftung recht viel schwarze Kirsche und dunkle Sauerkirsche, Schattenmorellen. Deutlich mehr Grip und Pikanz im Mund als im letzten Jahr. Nicht der bessere Wein. 2018 war extrem schick, aber 2019 hat das Quäntchen mehr an Säure und an Frische. Die Augen ziehen sich zusammen, der Oszillograph reicht von großer, mit Krautwürze unterlegter Frische, bis in diese ganz reife Frucht, mit den samtenen und seidigen Tanninen. Ein bisschen eigenwillige Frucht. Nicht nur Kirsche, Brombeere und Cassis, nicht nur die Klassiker. Auch ein bisschen Cranberry, Berberitzen, Weichselkirsche, Schlehe und Schattenmorellen. Viel Mineralität und Gestein. Im Nachhall, der sich über zwei Minuten hinzieht, eine deutliche Spur von Holunder und Schlehe. Etwas komplexer, etwas vielschichtiger als 2018, der dafür einen extremen Geradeauslauf hatte. Für mich zwei gleich große, aber doch recht unterschiedliche Weine, mit einer typischen Jahrgangsausprägung. Ferriere, innerhalb der Appellation Margaux, ist als Biodynamiker schon eine echte Hausnummer. Ich finde 2019 genauso gut wie 2018. Das will etwas heißen, denn es war letztes Jahr ein phänomenaler Wein. 96-97/100

19+
/20

Gerstl über: Chateau Ferriere 3eme Cru

-- Gerstl: Pirmin Bilger: Nach dem genialen La Gurgue war ich mir eigentlich schon ziemlich sicher, dass dieser Ferrière von einem anderen Stern sein muss. Das Bouquet wirkt nochmals eine Spur raffinierter, eleganter und auch nobler. Was für eine Noblesse und Ausdruckskraft, welche in diesem Wein steckt. Alles wirkt so unglaublich tänzerisch fein und zart und doch ist hier eine Fülle und Komplexität im Spiel, dass es einem fast den Atem raubt. Es ist einer dieser Weine, bei welchem man einfach in Gedanken versinkt und jeden Schluck in stiller Andacht geniesst. Beim ersten Schluck bekomme ich eine Gänsehaut als würde mir die Magie von Margaux mit einer Feder über die Haut streichen. Diese Vollkommenheit in diesem Wein lässt mich förmlich nach den richtigen Worten ringen. Auch hier haben wir eine perfekte Balance zwischen Frucht und Säure zusammen mit seidigen Tanninen. Vom ersten Moment bis zum langen terroirgeprägten Finale stimmt hier einfach alles. Der beste Ferrère welchen ich bisher probieren durfte. 19+/20

18,5
/20

Vinum über: Chateau Ferriere 3eme Cru

-- Vinum: Umwerfend fruchtige, verführerische Aromatik von roten Beeren; glasklarer Ansatz, gemächliche Entwicklung, lückenlos dichtes, aber frisches Tannin, besondere Mineralität und grosse Spannkraft und damit Länge; einmal mehr ein beeindruckender Wein, der zum Freundschaftspreis zu haben ist! 18.5/20

Mein Winzer

Ferriere

Die acht Hektar Rebfläche von Château Ferriere sind mit 75 % Cabernet Sauvignon, 20 % Merlot und 5 % Petit Verdot bestockt. Die Reben weisen mit durchschnittlich 35 Jahren ein beträchtliches Alter auf. […]

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