Domaine de Chevalier rouge 2017

Domaine de Chevalier

Domaine de Chevalier rouge 2017

Sale

Holzkiste

93–95+
100
2
Cabernet Sauvignon 65%, Merlot 30%, Petit Verdot 5%
5
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2045
Verpackt in: 6er OHK
9
tanninreich
voluminös & kräftig
3
Lobenberg: 93–95+/100
Suckling: 96/100
Jeb Dunnuck: 94–97/100
Parker: 94/100
Gerstl: 19+/20
6
Frankreich, Bordeaux, Pessac Leognan
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Domaine de Chevalier rouge 2017

93–95+
/100

Lobenberg: Auf diesen Wein bin ich besonders gespannt, da ich neuerdings mit der Auskopplung aus diesem Chateau, dem Chateau Leognan arbeite. Einem wichtigen Teil der Domaine de Chevalier und alles ist bio – auf beiden Weingütern. Seit Jahren sind diese Weingüter auf dem Weg zur absoluten Spitze. Immer super elegant. Der 2017er Domaine de Chevalier zeigt viel rote, reife Frucht. Darunter ein wenig Lakritze. So typisch für dieses Jahr in Pessac-Leognan. Aber sehr fein bleibend. Nicht so fett wie Carmes Haut Brion oder Malartic sondern tänzelnd, dem Chateau Leognan durchaus ähnlich. Ist ja auch kein Wunder, denn Leognan wurde ja von der Familie Bernard von Domaine de Chevalier ursprünglich angelegt. Und so ist auch die Baugleichheit im Mund gar kein Wunder. Wir haben hier Weinberg an Weinberg. Die genau gleiche Ausgangslage für beide. Und so haben wir auch bei diesem Wein diese wunderschön rote Kirsche, Schlehe. Diese feine Frische unter der schwarzen Kirsche. Mittlere Länge, tänzelnd. Schönes Salz am Ende. Ein sehr harmonischer, ausgewogener Wein. Beide Weine, Chateau Leognan und Domaine de Chevalier haben beide nicht die Größe des 2016er, sind aber beide ausgesprochen harmonisch, lecker und gut zu trinken. Da der Preispunkt von Leognan natürlich ob des fehlenden, berühmten Namens dramatisch besser ist, und zugleich die Weine so unglaublich ähnlich sind, empfehle ich natürlich den Kauf von Leognan. Trotzdem hat Domaine de Chevalier einen sehr schicken, schönen Wein gemacht. Der Wein macht Freude, ohne dass man niederknien muss, ohne die riesen Länge. Aber sehr harmonisch. 93-95+/100

Jahrgangsbericht

Nach einem erneut eher milden Winter kamen Austrieb (März) und Blüte (Mitte Mai) wieder recht früh in 2020. Es folgte ein warmer Sommer, der aber weniger extreme Hitzespitzen wie 2019 und 2018 hatte und vor allem durch kühlere Sommernächte eine robuste Säurestruktur erhalten konnte. Häufig wird vergessen, dass Hitze und vor allem Trockenheit nicht nur die Zuckerentwicklung, sondern auch die Säuren und Gerbstoffe durch niedrige Erträge und dicke Beerenschalen aufkonzentrieren. Dieser mediterrane Powersommer hat dem Burgund Mitte August den frühsten Lesestart seit 2003 beschert, dennoch wurden die vollen 100 Tage Reifezeit nach der Blüte erreicht bis zur Lese. Aufgrund der sehr trockenen Verhältnisse waren die Trauben weitgehend kerngesund und vollreif – Fototrauben soweit das Auge reicht! Wohingegen an der Côte de Beaune fast durchschnittliche Mengen Chardonnay geerntet werden konnten, war der Ertrag beim Pinot Noir an der gesamten Côte d’Or durch die winzige Beerengröße geringer noch als im Vorjahr 2019. Die Chardonnays betören mit dem selben imposanten Fruchtdruck und einer Power wie 2019. Sie wirken allerdings schlanker und feiner, auch aufgrund von lebhafteren Säuren, die eher an 2017 denken lassen. Es ist mit 2014 und 2017 ziemlich sicher das beste Weißweinjahr der letzten 10 Jahre. Die Balance der weißen 2020er ist herausragend! Die Pinot Noirs sind etwas weniger einheitlich balanciert. Je nach Terroir und Erntezeitpunkt, changieren sie zwischen bestechender Eleganz, Kühle und Finesse bis hin zu gewaltiger, mediterraner Struktur mit hoher Reife bis hin zur Überreife in einigen Fällen. Die topgesunden Beeren waren dickschalig, klein und kernig und gaben nur widerwillig ihren hochkonzentrierten, hochintensiven Saft preis. Die Fruchtfülle und das Parfüm der roten 2020er ist gewaltig, wie dichte Wolken aus Waldfrüchten und dunkler Kirsche schiebt es tieffarbig und reich aus dem Glas. Die Konzentration ist berauschend, die besten 2020er stellen die exzellenten Vorjahre sogar noch in den Schatten – in der Spitze war absolute Weltklasse möglich in diesem Blockbusterjahr. 2020 ist ein beeindruckendes und großes Jahr, das bei den Top-Domaines mit zum besten zählt, was es in den letzten Jahrzehnten gab. Zurücklehnen und genießen mit den verführerischen Pinots und sich mitreißen lassen von den berauschenden Chardonnays. Die erneut kleinen Erträge und der harte Frost in 2021 erzeugen weiter Mengendruck auf das Burgund und die besten 2020er werden schnell rar und gesucht sein.

96
/100

Suckling über: Domaine de Chevalier rouge

-- Suckling: Lots of blueberry, hot-stone, slate and walnut aromas. Terracotta, too. Iodine. Full-bodied, round and dense with layers of fine tannins. Lovely depth and intensity. Extremely long and focused. Needs three or four years of bottle age just to start. Try after 2024. 96/100

94–97
/100

Jeb Dunnuck über: Domaine de Chevalier rouge

-- Jeb Dunnuck: Tasted no less than four times, the 2017 Domaine de Chevalier is going to be up with the crème de la crème of the vintage. Based on 70% Cabernet Sauvignon, 25% Merlot, and 5% Petit Verdot aging in 35% new French oak, its deep purple color is followed by an incredibly classic bouquet of crème de cassis, crushed rock, pipe tobacco, smoked earth, and leafy herbs. Similar in style to the 2008, yet with more generosity and charm, it’s medium to full-bodied, silky, and elegant, with ripe tannin. Give it a few years and enjoy over the following two decades or more. 94-97/100

94
/100

Parker über: Domaine de Chevalier rouge

-- Parker: Composed of 66% Cabernet Sauvignon, 32% Merlot, 1% Petit Verdot and 1% Cabernet Franc, yields for the grand vin in 2017 were 43 hectoliters per hectare, and it was aged in 60% new oak. It came in at an alcohol of 13% and an IPT of 68. Deep garnet-purple colored, the 2017 Cos d'Estournel needs a little coaxing to unfurl, revealing beautiful expressions of preserved plums, boysenberries, blackcurrant pastilles and wild blueberries with hints of Indian spices, menthol, lilacs and mossy tree bark plus a compelling suggestion of iron ore. Medium to full-bodied, the palate has a solid backbone of firm, grainy tannins and well-knit freshness supporting the tightly wound blue and black fruits layers, finishing long and fragrant. This wine will need a good 5-7 years in bottle before it begins to blossom and should go on for at least another 40 years. I expect this wine to be a blockbuster of a head-turner when I come back and taste it at 10 years of age! 94/100

19+
/20

Gerstl über: Domaine de Chevalier rouge

-- Gerstl: Genial dieser Duft, da strahlt mir ein grosser Burgunder entgegen, ein sublimes Parfüm, sagenhaft vielfältig, eine atemberaubend schöne Duftwolke. Das ist Chevalier in Hochform, der Jahrgang passt perfekt zu seiner schon seit Jahren eleganten Stilistik, jetzt ist er noch eine Spur feiner, der schmeichelt den Gaumen auf überaus charmante Art, das ist eine einzige Harmonie, der Wein singt, das ist unbeschreibliches Vergügen, dieses köstliche Fassmuster zu geniessen, ein wunderbar schlanker aber verblüffend aromatischer Chevalier, ein Bijou von Wein. 19+/20

Mein Winzer

Domaine de Chevalier

Die im Süden von Pessac-Léognan liegende Domaine de Chevalier ist nicht nur für ihren Rotwein, sondern auch für den Weißen bekannt. Die 70 % Sauvignon- und 30 % Semillion-Reben für den Weißwein werden im Ertrag streng reduziert und nur die absolut gesunden Trauben gelangen in den Wein, der 18 Monate...