de Millery

Chateau de Millery Grand Cru Classe 2017

strukturiert
saftig
seidig & aromatisch
97+
100
2
Cabernet Franc 50%, Merlot 50%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2050
Verpackt in: 12er OHK
3
Lobenberg: 97+/100
Galloni: 96/100
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau de Millery Grand Cru Classe 2017

97+
/100

Lobenberg: Noch bevor Thierry Manoncourt 1947 das berühmte Familienweingut Figeac übernahm, kaufte er 1942 von seinem Sold als Unteroffizier das Weingut Millery. Chateau de Millery ist ein kleines Weingut, von dem die große Öffentlichkeit bisher nur wenig Notiz nahm. Es liegt drei Kilometer von Saint-Emilion entfernt in der Gemeinde Saint-Christophe-des-Bardes, in der heute der Großteil der sogenannten Geheimtips Saint Emilions liegen, von Tour Saint Christophe bis Sansonnet und Soutard. Nur ein einziger Hektar mit hervorragendem Lehmkalkstein, bepflanzt zu gleichen Teilen mit Merlot und Cabernet Franc. Vergoren wird in Beton und Edelstahl, Ausbau in Barrique zu 90% in gebrauchten und 10% in neuen Fässern. Heute wird es von Frederic Faye geleitet, der auch zugleich Direktor von Chateau Figeac ist. Nur knapp 4500 Flaschen gibt es pro Jahrgang. Und somit wurde der Wein im Prinzip nur familienintern vergeben. Das änderte sich, als Antonio Galloni den 2016er zu probieren bekam. Auf Anhieb vergab er sensationelle 96 Punkte. Seitdem nehmen immer mehr Weinliebhaber von diesem Kleinod Notiz und sind auf der Suche nach diesem „kleinen Figeac“Seit einiger Zeit – sicherlich auch durch die tolle Bewertung beflügelt – widmet man sich deutlich mehr diesem ehemaligen Familienwein. Bei diesem Weingut treffen also ein absolutes Spitzenteam und Geheimtipp aufeinander. 50% Merlot und 50% Cabernet Franc. Das spürt man auch sofort. Schon die Nase ist unfassbar dicht und komplex. Wahnsinnig rund von der Merlot geprägt mit dieser feinen, schwarzkirschigen Offensive, die mit dunklen Beeren angereichert ist. Auf der anderen Seite schon eine enorme Frische ausstrahlend. Da ist wilde Himbeere der Cabernet Franc im Anmarsch. Alles untermalt von einer tollen Krautwürze. Am Gaumen kommt kaum zu erahnende Frische auf einen zu. Himbeere, Kirsche, Brombeere, schwarze Johannisbeere. Alles ist frisch, das Tannin stark, aber blankpoliert. Nichts Grünes, nichts Unreifes. Volle Frucht mit wahnsinniger Finesse. Changiert zwischen feiner Delikatesse und - ob der Schönheit – feinfruchtiger Trinkigkeit. Das Ganze endet in einem wunderschönen, langgezogenen Finale mit einer feinen und immer wieder hochrollenden Salzspur. Dazu noch mal Kirsche, Himbeere und Hagebutte und Kakaonoten. Wird nie anstrengend, ist immer ein großer Trinkspaß mit deutlichem Tiefgang und Charakter. Eine Kreuzung des kirschfruchtig rotfruchtigen Figeac und einem Hauch schwarzkirschigen Pomerols und satter Lakritze, das wird auch erklärlich, das Terroir grenzt an Pomerol. Berauschend schön und superb strukturiert. Und 2017 ist etwas opulenter als 16 und der zartere 15er, das steht ihm gut, fast ein ganz großer Wein. 97+/100

96
/100

Galloni über: Chateau de Millery Grand Cru Classe

-- Galloni: The 2017 Millery embodies the essence of finesse and elegance in Saint-Émilion. A wine of notable precision, Millery is silky, perfumed and exquisitely beautiful, with lovely energy and tension underpinning the fruit. Hints of spice, blood orange, mint, lavender and dried flowers are laced into the finish. Once again, Millery is one of the real gems of the vintage. 96/100

Jeb Dunnuck über: Chateau de Millery Grand Cru Classe

-- Jeb Dunnuck: A brilliant effort, the 2017 Chateau De Millery comes from the Saint-Christophe-des-Bardes region of Saint-Emilion (which is a colder portion of the appellation) and an estate owned by Thierry Manocourt, who also owns Chateau Figeac. Made by the Figeac team and based on 95% Merlot and 5% Cabernet Franc aged in 80% new French oak, it offers a wonderful bouquet of creme de cassis, spring flowers, violets, and subtle background oak and graphite. Medium-bodied, seamless, and beautifully balanced, I suspect it’s a great value, and it should evolve gracefully for 10-15 years. The up-and-coming enologist Thomas Duclos also consults here. 91/100

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