Chateau Cos d’Estournel 2eme Cru 2021

Cos d'Estournel

Chateau Cos d’Estournel 2eme Cru 2021

voluminös & kräftig
tanninreich
97–100
100
2
Cabernet Sauvignon 64%, Merlot 30%, Cabernet Franc 4%, Petit Verdot 2%
5
rot
12,5% Vol.
Trinkreife: 2033–2080
Verpackt in: 3er
3
Lobenberg: 97–100/100
Yohan Castaing: 96–98/100
Revue du Vin de France: 96–97/100
Jane Anson: 96/100
Gerstl: 20/20
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Estephe
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Cos d’Estournel 2eme Cru 2021

97–100
/100

Lobenberg: Der Blend besteht 2021 aus 64 Prozent Cabernet Sauvignon, 30 Prozent Merlot, vier Prozent Cabernet Franc und zwei Prozent Petit Verdot. 12,74 Volumenprozent Alkohol, die Säure liegt bei 3,0, der pH-Wert bei 3,79. Eine sehr Cabernet-lastige Nase. Deutlich schwarze Frucht, dahinter schwarzer Pfeffer, hochintensiv. Brombeere und Maulbeere, Cassis dazu. Aber dann auch Weichheit von der Merlot und viel Charme. Die Nase ist deutlich zur charmanten Seite tendierend. Schwarze Kirsche kommt dann hoch, feine Aromatik. Eher ein charmanter als ein ehrfurchtgebietender Wein. Der Mund ist extrem frisch. Hohe Intensität aus singender Cassis mit hoher Säure. Reife Brombeere, aber dennoch extrem frisch. Alles so intensiv! Wieder schwarzer Pfeffer, kaum noch Kirsche, eher auf der dunklen Beerenfrucht laufend. Holunder, Minze, schwarzer Pfeffer und Chili, viel Salz. Etwas spröde, ohne aber unreif zu sein. Eine Charakteristik, wie wir sie bei Cos jahrelang nicht hatten. Ich erinnere mich gar nicht, wann Cos das letzte Mal in diese Richtung lief. Auf jeden Fall liegt das mindestens zehn Jahre zurück, wenn nicht mehr. Sehr maskulin. Ein schlanker Powerwein mit sehr viel Frische und hoher schwarzer Intensität, ohne große Süße, ohne viel Schnickschnack. Einfach ein großer, klassischer Bordeaux aus früheren Zeiten. 97-100/100 *** Cos ist ein Super-2ème-Cru, der zusammen mit La Mission, Las Cases, Pichon Lalande, Ducru und Pontet Canet relativ nahe dran ist an den Premiers. Cos ist wie Montrose, wie Ducru und Las Cases, eines der Weingüter, wo besonders penibel sortiert wird. Nicht nur mehrfache grüne Lese, sondern auch noch auf optischen Sortiergeräten, welche die entrappten Beeren nochmals nachsortieren. Spontane Fermentation überwiegend im Stahl, Ausbau zu 55 Prozent in neuen Barriques, der Rest ist gebraucht. *** Wie in den meisten Regionen Europas lautet der Tenor auch in Bordeaux »2021 - zurück zur Klassik!«. Nach mehreren warmen Jahren in Folge kommt 2021 hier mit genialer kühler Eleganz und niedrigen Alkoholwerten um die Ecke. Sehr schick, fein, dabei aber auch so spannungsgeladen – ein absolutes Traumjahr für Finesse-Trinker. Die Weine zeigen viel aromatischen Fruchtdruck bei wirklich reifer Tanninstruktur durch die längere Vegetationsperiode. Ein großes Aufatmen unter allen Winzern, denn das Ergebnis ist quasi die Entschädigung für die harte Arbeit im Weinberg, die die Natur von Anfang bis Ende des Jahres von allen Beteiligten abverlangt hat. Hohe Niederschläge zu Beginn des Jahres, was gleichzeitig aber auch ein Segen für die trockenen Böden war. Dann nochmal ein Temperaturtief im April, schon nach dem Austrieb. Das Bordelais hat es aber nicht ganz so hart getroffen, die Frostschäden waren hier im Mittel nicht so verheerend wie in anderen Teilen Frankreichs, deshalb sind die Erträge insgesamt doch noch zufriedenstellend. Der Merlot ist außerordentlich edel, mit bemerkenswert konzentrierter Frucht, während der Cabernet unglaublich intensiv und frisch ist, was dem Jahrgang große Eleganz verleiht. Vielleicht in einer Reihe mit 2008, 2012 und 2014 mit seinen jung schon so verführerisch zugänglichen Weinen, die aber auch noch eine lange Zukunft vor sich haben.

96–98
/100

Yohan Castaing über: Chateau Cos d’Estournel 2eme Cru

-- Yohan Castaing: Es wurden verschiedene Mischungen hergestellt. Komplexe und dichte Nase, sehr präzise mit Aromen von schwarzen Früchten, Cassis, Veilchen und Blumen. Am Gaumen ist er geradlinig, dabei dicht und tief mit sehr präzisen Tanninen, einer angenommenen Frische und einer ziselierten, wenn auch strukturierenden Textur. Der ganze Geist des Jahrgangs in diesem identitätsstiftenden Wein. Lässt Merkmale erkennen, die man sonst nicht wahrnimmt. Sehr schöne Ausgewogenheit insgesamt. Großes Potenzial für die Lagerung. Bravo! (Übersetzt mit DeepL) 96-98/100

96–97
/100

Revue du Vin de France über: Chateau Cos d’Estournel 2eme Cru

-- Revue du Vin de France: This is spectacular, if only for the quality of its fruit, but is also shows perfect balance, coming in at under 13% of alcohol, fresh and yet rich, with a spicy and silky finish. One should also pay attention to the white wine, Cos blanc, which is one of the best ever. 96-97/100

96
/100

Jane Anson über: Chateau Cos d’Estournel 2eme Cru

-- Jane Anson: This vintage, which can be overly straight and austere, benefits from the house style of Cos, where they are happy to add a twist of gourmet glamour, and I am seriously impressed with this wine. It showcases the successful sides of a cool vintage in spades, with bitter black chocolate, cool blue fruits, lemongrass and turmeric and black pepper spices. 55% new oak. 3.79ph. 53% of overall production is for the 1st wine, the rest in Pagodes. Easily one of the wines of the vintage. 96/100

20
/20

Gerstl über: Chateau Cos d’Estournel 2eme Cru

-- Gerstl: Tiefgründige Terroirfrucht strahlt aus dem Glas mit herrlichem Trüffel, Kräutern und einem zarten Duft einer edlen Zigarre. Dichte schwarze Kirschenfrucht, mit Brombeere, Heidelbeere und etwas Zwetschge. Nur ganz zart im Hintergrund ein Hauch von rotbeeriger Frucht. Das ist ein Bouquet der sinnlichen Art. Ich staune über die Dichte und die Intensität, die sich im Auftakt offenbaren. Dann kommt die delikate, saftige Kirschenfrucht so wunderschön zur Geltung. Al- les wirkt äusserst edel und ist auf der totalen Feinheit aufge- baut. Die Tanninstruktur verleiht einen cremigen und seidig feinen Trinkfluss. Das ist alles so superschön und fein, ein hochedler und verführerischer Cos d›Estournel. 20/20

Mein Winzer

Cos d’Estournel

Bruno Prats, der frühere Besitzer von Cos d’Estournel, gehört zu den Avantgardisten der modernen Weinbautechnologie. Unter seinem Sohn Jean Guillaume hat sich das an einen Investor verkaufte Gut bis 2012 an die Spitze des Bordeaux vorgearbeitet.