Clos Saint Julien

Chateau Clos Saint Julien Grand Cru 2013

voluminös & kräftig
tanninreich
93–94+
100
2
Merlot 80%, Cabernet Franc 20%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2017–2035
Verpackt in: 12er OHK
3
Lobenberg: 93–94+/100
Gerstl: 18/20
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Clos Saint Julien Grand Cru 2013

93–94+
/100

Lobenberg: Biodynamische 1,5 Hektar von Catherine Papon-Nouvel mitten in Saint Emilion, auf purem Kalksteinfelsen. Natürlich Handlese, Spontanvergärung, Malo und Ausbau im Barrique, Extreme Auslese im Weinberg, Ertrag unter 50% der Normalmenge, durch Verrieselung und Kleinbeerigkeit, keinerlei Fäulnis und Botrytis. Im August und September auf den Knien im Weinberg geschuftet, Rebe für Rebe, Laubarbeit, kleinste Beerchen rausschneiden etc. Im Lesegut unglaublich viele Durchgänge um das Optimum zu erreichen. Extrem gesundes reifes Lesegut. Wie immer sehr hoher Cabernet-Franc-Anteil und eines der spannendsten Weingüter des Jahres. Der berühmte Michel Bettane war hier schon zur Verkostung des Jahrgangs 2013 und hob diese Weine als grandios hervor. Er schlug der Besitzerin vor, die Premier Crus beraten, weil ihre Weine doch so viel besser seien...Aber diese Arbeitsintensität geht einfach nur bei Winzlingen! Die Nase ist deutlich feiner und aromatischer, zugleich intensiver als die vom zweiten Weingut Petit Grave Aine. Grandios in der Aromatik und gleichzeitig samtigen Tiefe. Konzentrierte Waldhimbeere nebst enormer Masse an Schwarzkirsche. Ein Hauch Schlehe daneben und ein wenig pinke Grapefruit. Der Wein hat in diesem Jahr 100% neues Barrique, das Holz ist nicht spürbar. Säure und Tannin fressen das Holz komplett auf. Das Tannin ist extrem seidig, kaum spürbar. Der Wein ist balanciert auf einem extrem hohen Level und kann in der Qualität fast an den überragenden 2012er heran. Die Weine hier sind großes Kino und gehören zusammen mit dem Wein von Lafon La Tuilerie, La Tour Perey und anderen kleinen Miniweingütern mit Microvinifikation zum Allerbesten des Jahrgangs. Gerade in 2013 liegt die Wahrheit bei den Winzlingen mit extrem akribischer Arbeit und biologischer und biodynamischer Weinbergsbearbeitung. Das ist ein grandioser Erfolg und ein superber Wein. 93-94+/100

18
/20

Gerstl über: Chateau Clos Saint Julien Grand Cru

-- Gerstl: Catherine Papon-Nouvel erarbeitete auf ihrem 1,2 Hektar kleinen biodynamisch bewirtschafteten Weingut auch in diesem extrem schwierigen Jahr einen absoluten Traumwein. Schon der Duft ist geradezu unglaublich fein, das sind schwarze Kirschen wie in einem grossen Jahr, ganz zart aber ungemein komplex und tiefgründig. Der Wein wird in 100% Neuholz ausgebaut und ich rieche pure Frucht, kein Holz. Es braucht schon einen Klassewein, der das Holz so gut verträgt. Dann diese traumhafte Süsse am Gaumen, dazu gesellt sich die feine Frische des Jahrgangs, die sanften unglaublich feinen Tannine und die burgundisch feine, verspielte Aromatik. Catherine hat ihn mit viel Feingefühl sanft vinifiziert und so einen unglaublich charmanten Wein produziert. Das ist ganz grosse Klasse, nicht nur im Verhältnis zum Jahrgang, das ist ein wirklich grosser St. Emilion. Ich kann es fast nicht glauben, dass der so gut sein kann, nachdem einige Weine mit grossem Namen sehr viel bescheidenere Ergebnisse abgeliefert haben. 18/20

Mein Winzer

Clos Saint Julien

Mit 24 Jahren schloss Cathérine Papon-Nouvel ihr Önologiestudium mit Diplom ab und war damit Saint Emilions jüngste Winzerin mit Starpotenzial. Nur bei ihrem Vater zu arbeiten, einem alteingesessenen Winzer, war ihr zu wenig. 1989 erwarb sie mit dem Chateau Peyrou im benachbarten Côtes de Castillon...