Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe 2021

Bellefont Belcier

Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe 2021

voluminös & kräftig
tanninreich
95–96
100
2
Merlot 70%, Cabernet Franc 25%, Cabernet Sauvignon 5%
5
rot
13,7% Vol.
Trinkreife: 2027–2050
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 95–96/100
Rene Gabriel: 19/20
Decanter: 94/100
Suckling: 93–94/100
Weinwisser: 93–94/100
Falstaff: 93/100
Jane Anson: 93/100
Parker: 92–94/100
Jeff Leve: 92–94/100
Gerstl: 19+/20
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe 2021

95–96
/100

Lobenberg: Bellefont Belcier besteht 2021 zu 70 Prozent aus Merlot, 25 Prozent Cabernet Franc und fünf Prozent Cabernet Sauvignon. Der Wein hat einen Alkoholgehalt von 13,75 Volumenprozent. Der pH-Wert liegt bei 3,54. Insgesamt wurden 34 Hektoliter pro Hektar gelesen. Ausbau zu 30 Prozent im neuen Holz, zu 20 Prozent in ovalen Holzfudern und der Rest in zwei- und dreijährigen Barriques. Direkt ein deutlicher Unterschied zum Tour Saint Christophe aus gleichem Besitz. Bellefont Belcier kommt deutlich feiner. Die Böden bestehen zwar auch als Kalkstein, sie enthalten aber mehr Lehm als TSC des gleichen Besitzers. Die Nase kommt wärmer und zugleich viel feiner rüber. Nur schwarze Kirsche, schiebend. Dahinter feine helle Lakritze. Ein seidiger Teppich. Wenn es bei Tour Saint Christophe samtig, krachend und tanninreich zuging, haben wir hier in der Nase nur feine, schwebende, dunkle Frucht. Ein extrem präziser Mund, immer geradeaus. Wunderschöne Schattenmorelle, Sauerkirsche und Waldhimbeere spielen mit der dunklen Lakritze, der schwarzen Kirsche und der Brombeere. Feines Holz an der Seite, geflämmtes Fleisch dazu. Langanhaltender Schub. Die Weine bitzeln ein bisschen auf der Zunge, weil hier auf Bellefont Belcier – wie bei Tour Saint Christophe – das Schwefeln bis zur Abfüllung tunlichst vermieden wird, sofern es der Zustand der Weine denn zulässt. Ganz sauber, ganz präzise ist dieser 2021er. Tolle Länge. 95-96/100 ***Château Bellefont-Belcier liegt an den Hängen des Kalksteinplateaus, an der sogenannten Côte Pavie. Es ist der übernächste Nachbar von Château Pavie. Reiner Kalkstein mit leichter Lehm-Sand-Auflage an den Südhängen Saint-Émilions. Der nächste Nachbar ist Lacis Ducasse. Die 13,5 Hektar von Bellefont-Belcier liegen auf allerbestem Terroir in Amphitheater-Form. Die Pflanzdichte liegt bei 7.000 Stöcke pro Hektar und bewegt sich in Richtung 10.000. Alles im Weinberg geschieht in Handarbeit, die Exposition ist komplett südlich. Der direkte Nachbar zur anderen Seite ist dann Tertre Roteboeuf. Das Terroir ist allererste Sahne. Purer Kalkstein eben. Die Vergärung erfolgt hier bei 25 bis 27 Grad temperaturkontrolliert und spontan. Die Weine werden im Barrique und zum Teil in Fudern ausgebaut, 30 Prozent neue Barriques. Die Vinifikation findet im Betontank und im aufrechtstehenden Barrique statt. Also eine Mischung aus Microvinifikation und klassischer Vinifikation. Schwefel sieht der Wein erst kurz vor der Füllung. Seit einigen Jahren kabbeln sich die beiden Topweingüter in Saint-Émilion von Besitzer Peter Kwok, Bellefont-Belcier und Tour Saint Christophe, um die Krone. Tour Saint Christophe einige hundert Meter höher auf reinem Kalkstein in Terrassen gelegen. Bellefont-Belcier dagegen an der Côte Pavie, auch auf reinem Kalkstein, aber als Amphitheater und mit etwas Lehm. Beide in Dichtpflanzung, beide mit winzigen Erträgen von unter einem halben Kilo pro Stock. *** Wie in den meisten Regionen Europas lautet der Tenor auch in Bordeaux »2021 - zurück zur Klassik!«. Nach mehreren warmen Jahren in Folge kommt 2021 hier mit genialer kühler Eleganz und niedrigen Alkoholwerten um die Ecke. Sehr schick, fein, dabei aber auch so spannungsgeladen – ein absolutes Traumjahr für Finesse-Trinker. Die Weine zeigen viel aromatischen Fruchtdruck bei wirklich reifer Tanninstruktur durch die längere Vegetationsperiode. Ein großes Aufatmen unter allen Winzern, denn das Ergebnis ist quasi die Entschädigung für die harte Arbeit im Weinberg, die die Natur von Anfang bis Ende des Jahres von allen Beteiligten abverlangt hat. Hohe Niederschläge zu Beginn des Jahres, was gleichzeitig aber auch ein Segen für die trockenen Böden war. Dann nochmal ein Temperaturtief im April, schon nach dem Austrieb. Das Bordelais hat es aber nicht ganz so hart getroffen, die Frostschäden waren hier im Mittel nicht so verheerend wie in anderen Teilen Frankreichs, deshalb sind die Erträge insgesamt doch noch zufriedenstellend. Der Merlot ist außerordentlich edel, mit bemerkenswert konzentrierter Frucht, während der Cabernet unglaublich intensiv und frisch ist, was dem Jahrgang große Eleganz verleiht. Vielleicht in einer Reihe mit 2008, 2012 und 2014 mit seinen jung schon so verführerisch zugänglichen Weinen, die aber auch noch eine lange Zukunft vor sich haben.

19
/20

Rene Gabriel über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe

-- Rene Gabriel: Samtenes, dichtes, frisches, zart cremiges, komplexes Bouquet, Walderdbeeren, Himbeeren, Minze, Feuerstein, zarte Röstaromen. Dichtverwobener, eleganter, frischer Gaumen mit fein konzentrierter, zart cremiger, fein muskulöser Struktur, vielfältiger, kräftiger, süsser Aromatik, viel feinem Tannin, kräftiger, feiner Frucht, sehr langer, kräftiger, fein cremiger Abgang mit vielen süssen Rückaromen. 19/20

94
/100

Decanter über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe

-- Decanter: An excellent, structured and captivating Bellefont-Belcier in 2021 having been spared the frosts that ravaged many other estates. Sweet fragrant blackcurrants on the nose, so seductive with perfume and ever so faint bramble tones giving nuance. Smooth, silky, gorgeously textured. Really just a silky carpet of juicy, bright and fresh fruits. The acidity shines through brightly, zesty and lively while the refined tannins give a streamlined structure and support and the concentrated flavours that linger long on the tongue. Mouthwatering with clarity and drive. I like the hints of spice that come through also showing a well balanced touch of oak. Lots going on here - very impressive. Thomas Duclos consultant. A yield of 35hl/ha. 75% Merlot, 15% Cabernet Franc and 10% Cabernet Sauvignon - a touch more than usual. 94/100

93–94
/100

Suckling über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe

-- Suckling: A racy and refined Bellefont with stone, chalk and salty character. Wet earth and green olives, too. Medium to full body with a core of pretty fruit and solid tannins that are fine and polished. 93-94/100

93–94
/100

Weinwisser über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe

-- Weinwisser: 70 % Merlot, 25 % Cabernet Franc, 5 % Cabernet Sauvignon, 13,75 Vol.-%, 34 hl/ha, pH 3,54, Produktion 51.000 Flaschen, Ausbau in 30 % neuen Barriques, 20 % Fuder. Betörendes Bouquet, reife Schattenmorelle, rotes Pflaumenmus und tasmanischer Bergpfeffer, dahinter Lakritze und heller Tabak. Am subtilen Gaumen mit seidiger Textur, herrlicher Extraktfülle, engmaschigem Tanningerüst, balancierter Rasse und perfekt geformtem Körper. Im sehr präzisen Finale, Wildkirsche, edle Terroirwürze und feinkörnige Adstringenz. Chapeau JC Meyrou, der ist dieses Jahr so gut wie schon lange nicht mehr! 93-94/100

93
/100

Falstaff über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe

-- Falstaff: Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Zart nach Nougat und Feigen, frische Pflaumen, mit kandierten Orangenzesten unterlegt, einladendes Bukett. Saftig, elegant, frisch strukturiert, rote Kirschen, reife, gut integrierte Tannine, feine Limettennoten im Abgang, mineralisch-salziger Touch im Nachhall, ein lebendiger Speisenbegleiter. 94/100

93
/100

Jane Anson über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe

-- Jane Anson: Takes its time, not pushing too hard, attractive construction that is gentle but with depth, coiled raspberry and redcurrant fruit that you can see will offer juicy drinking within a few years of bottling. Definitely works with the vintage not against it, and is successful. 93/100

92–94
/100

Parker über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe

-- Parker: Spared by the April frosts, the 2021 Bellefont Belcier has turned out brilliantly, exhibiting aromas of sweet berries and cherries mingled with hints of orange zest and violets, framed by a deft touch of oak. Medium to full-bodied, fleshy and seamless, it's deep and elegant, with refined tannins, fine concentration and a penetrating finish. Impressively, this 2021 appears to surpass the estate's 2018 in quality! 92-94/100

92–94
/100

Jeff Leve über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe

-- Jeff Leve: Flowers, mint, spice, and red pit fruits are already on display on the nose. On the palate, the wine is medium-bodied, juicy, vibrant, and crisp, with freshness and energy to the red berries on the mid-palate and in the mineral-touched, refreshing finish. The wine was made by blending 70% Merlot, 25% Cabernet Franc and 5% Cabernet Sauvignon, 13.75% ABV. Drink from 2024-2038. 92-94/100

19+
/20

Gerstl über: Chateau Bellefont Belcier Grand Cru Classe

-- Gerstl: Auf dem Weingut spricht man vom besten Jahrgang in der Geschichte, was einem natürlich sehr gespannt macht, was man hier ins Glas bekommt. Der Duft ist unglaublich reich, intensiv, dicht und doch enorm frisch und ausgestattet mit einer unbeschreiblichen Strahlkraft. Nebst würzigen Aromen zeigt der Wein auch ganz zarte florale Nuancen, auch wenn diese von der Fülle der Kirsche, Brombeere und Cassis Frucht fast untergehen. Am Gaumen kann man den Bellefont-Belcier mit dem Tour Saint Christoph vergleichen, zumindest was die Aromatik betrifft, aber dieser hat noch mehr Frische, wirkt etwas saftiger und vielleicht noch eine Spur konzentrierter. Dieser Wein macht uns alle im Raum sprachlos und es bleibt nur ehrfürchtiges Staunen, was auch der Länge und dem würzige Abgange zustehen kommt. Grossartig! 19+/20

Mein Winzer

Bellefont Belcier

Das Weingut ist zu Recht aufgestiegen in den Olymp des Saint Emilion, ernannt zum Grand Cru Classé. Es gehörte vorher niemand Geringerem als dem früheren Cheval-Blanc-Mitbesitzer Dominique Hebrard, Sohn des früheren Cheval-Blanc-Regisseurs Jacques Hebrard.