Belair Monange

Chateau Belair Monange 1er Gr.Cr.Cl.B 2018

voluminös & kräftig
tanninreich
100
100
2
Merlot 90%, Cabernet Franc 10%
5
rot
Trinkreife: 2029–2067
Verpackt in: 3er OHK
3
Lobenberg: 100/100
Pirmin Bilger: 20/20
Gerstl: 20/20
Suckling: 99/100
Parker: 97–99/100
6
Frankreich, Bordeaux, Saint Emilion
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Chateau Belair Monange 1er Gr.Cr.Cl.B 2018

100
/100

Lobenberg: Das Top Saint Emilion Weingut von Christian Moueix. Oben auf dem Plateau als direktester Nachbar von Ausone gelegen. Hat früher nur Belair geheißen und war im Besitz von Pascal Delbeck. Nun seit vielen, vielen Jahren von Moueix betrieben, und wiederum seit vielen Jahren eines der besten Weingüter in Saint Emilion. Das Weingut ist mit 23 Hektar relativ groß. Reines Kalkstein-Plateau. Auch ein bisschen blauer Lehm darüber, speziell wenn es etwas den Hang runter geht. Blauer Lehm, der ja auch eine Kalksteinvariante ist, und der auf Grund der Metallanteile unglaublich reichhaltige, kraftvolle Weine ergibt. Hier stehen 90% Merlot und 10% Cab. Franc. Früher DER Konkurrent von Ausone und Beausejour Duffau, dann lange, lange in Vergessenheit geraten, durch den früheren Besitzer Delbeck etwas hingerichtet worden. Auch sein Partner Vauthier konnte das nicht retten. Erst mit der Moueix Gruppe aus den Ruinen auferstanden und seit einigen Jahren wieder in die absolute Spitze St Emilions gehörend. Die Nase kann je nach Jahrgang mal von brutaler Kraft zu großer Feinheit changieren. 2018 ist wie 2016 unendlich fein mit reiner, ätherisch-tänzelnder Schwarzkirsche. Gott – das ist die reinste Verzückung in der Nase, viel mehr Charme als der Nachbar Ausone, eher sich kabbelnd mit Beausejour Duffau in dieser wunderschönen Kirschduftigkeit. Feinste Blütenaromen darüber und darunter, auch Lakritze und Mango, Orange. Gott ist diese Nase lecker. Was mach ich denn mit diesem Mund? Der Eintritt ist wirklich der schiere und der pure Wahnsinn, denn wir haben Backpflaume und eingekochte Schwarzkirsche in so einer unglaublichen Massivität, das muss eine Reduktion über Tage gewesen sein, so hochintensiv ist diese Schwarzkirsche. Und die Lakritze darunter ist süß und reich, ja fast dick und saftig, Schokolade dabei, auch Holunder, sehr viel Eukalyptus, satt Minze. Die Frische und die Mineralität sind verblüffend, aber die kommen hier nicht aus irgendeiner Säure, sondern wie bei Tertre Roteboeuf aus der reinen reife der Frucht. Das ist ein grandioser St Emilion für ein langes Leben mit dieser wahnsinnigen Konzentration, die nie zu überreif ist und die einfach nur unglaublich beeindruckt. Man ist einfach nur geflasht von diesem Eintritt und dennoch ist der Wein saftig und trinkbar bei dieser immensen Dichte und Konzentration. Ein Turbo Saint Emilion der anderen Art, wie ich ihn in dieser Form dieses Jahr sonst nur bei Tertre Roteboeuf gefunden habe. Auf jeden Fall ist das auch eine glatte 100/100.

20
/20

Pirmin Bilger über: Chateau Belair Monange 1er Gr.Cr.Cl.B

-- Pirmin Bilger: Die Blütezeit hat am 15. Juni begonnen und geerntet wurde vom 20. September bis zum 10. Oktober. 70% Merlot, 25% Cabernet Franc und 5% Cabernet Sauvignon (14.3% Alkohol). Rund 30% im neuen Holz ausgebaut. Ein Duft geprägt von einer irren Rasse - würzig, frisch und mit einer energiebelandenen Frucht ausgestattet. Die rotbeerige Frucht scheint hier im Moment noch etwas im Vordergrund zu sein, aber man riecht auch unglaublich viel Kirsche und Brombeere sowie ein bunter Mix aus Gewürzen. Wow, diese sinnliche Süsse am Gaumen, nicht zu viel, genau richtig und in idealer Balance mit der erfrischenden Säure. Auch hier haben wir diese unglaublich trinkfreudige saftige Struktur mit ultrafeinen Tanninen. Sehr beeindruckend mit welcher Eleganz er zu glänzen vermag obwohl er diesen Alkoholwert hat. Es zeigt sich einmal mehr, dass ein gut strukturierter Wein ohne Probleme etwas mehr Alkohol verträgt. Der Abgang zieht sich enorm in die Länge und endet zart salzig mit würzigen Nuancen. 20/20

20
/20

Gerstl über: Chateau Belair Monange 1er Gr.Cr.Cl.B

-- Gerstl: Superfeiner, unendlich vielschichtiger, irre tiefgründiger Duft. Nach dem monumentalen Trotanoy kommt jetzt das absolute Filigrantänzer, der Wein hat eine sagenhaft schlanke Figur, dennoch sind da Kraft und Fülle ohne Ende, eine geballte Ladung köstlich süsse Frucht, so unglaublich leichtfüssig und verspielt vorgetragen, ein kleines Wunder der Natur. 20/20

99
/100

Suckling über: Chateau Belair Monange 1er Gr.Cr.Cl.B

-- Suckling: This is very linear and structured in a classical way for Bordeaux with a very focused and tight core of beautiful fruit that gives an agile and vivid palate of pretty fruit and bright acidity, not to mention the ultra fine tannins, which deliver a seamless and limitless finish. 98-99/100

97–99
/100

Parker über: Chateau Belair Monange 1er Gr.Cr.Cl.B

-- Parker: A blend of 90% Merlot and 10% Cabernet Franc, the medium to deep garnet-purple colored 2018 Belair Monange comes bounding out of the glass with all the energy and vigor of a pedigree puppy, offering notes of warm plums, wild blueberries, black raspberries and Morello cherries with touches of chocolate box, lilacs, underbrush, menthol and damp soil plus a waft of incense. Full-bodied, rich and decadently layered in the mouth, the densely packed layers are charged with energy, supported by firm, velvety tannins and a racy line of freshness, finishing very long and very spicy. 97-99/100

Mein Winzer

Belair Monange

Dieser 1er Grand Cru Classe hieß früher Belair und wurde von Monsieur Delbec, einem früheren Partner bei Ausone, verwaltet und verantwortet. Delbec war eine Katastrophe und erst seit seinem Weggang ist Ausone beständig die Nr. 1 in Saint Emilion. Die Familie Moueix, Besitzer von Belair, taufte nach...