Chardonnay Bussiador 2017

Aldo Conterno

Chardonnay Bussiador 2017

98+
100
9
mineralisch, voll & rund
2
Chardonnay 100%
3
Lobenberg 98+/100
5
Weißwein
Holzausbau
14,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2041
Verpackt in: 6er
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite,

Abfüllerinformation

Abfüller / Importeur: Aldo Conterno, Loc. Bussia 48, 12065 Monforte D'Alba (CN), ITALIEN


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lobenberg

Lobenberg über:Chardonnay Bussiador 2017

98+
/100

Lobenberg: Der Ertrag des Bussiador liegt bei ungefähr gut 10 Hektoliter pro Hektar. 7-fache grüne Lese, nur die stammnahen Trauben werden belassen. Sehr späte Lese, i.d.R. erst Ende September bis Anfang Oktober. Die Vergärung geschieht komplett im Holz, auch der spätere Ausbau und die malolaktische Gärung geschieht in kleinen Holzfass. Zwischen beiden Vergärungen wird einmal abgezogen, nach der Malo verbleiben die Weine 15 Monate unberührt und ohne Batonnage in diesem Holz. Es wird nur nach der alkoholischen Fermentation die Hefe einmal ein wenig aufgerührt, danach 15 Monate ruhiges Verweilen, also komplett burgundisch "state of the art". Der Anteil neuen Holzes richtet sich nach dem Jahrgang. Entscheidend sind die Mineralität und die Säure. Das Terroir besteht aus dem typischen weißen Lehm der Langhe und etwas Sand, viel Kalziumeinsprengsel, auch reiner Kalkstein und Eisenanteile, tief wurzelnde Reben. Der Wein wächst in der höchsten Lage in Bussia, 2,8 ha direkt oberhalb des Romirasco in Südostausrichtung. Nur 4 Tsd. Flaschen. Die Kühle der speziellen Lage ist die Grundvoraussetzung für Eleganz und gute Säure. Im Zusammenhang mit der extremen Ertragsbeschränkung und den tief wurzelnden Reben und dem mineralischen Terroir wird klar, warum wir hier den vielleicht Burgund-ähnlichsten Konkurrenten aus Italien haben. Nur der Bussiador von Aldo Conterno hat einen mineralischen Ausdruck wie ein Wein aus dem Burgund. Aus 2017 probiere ich den Chardonnay, während ich zugleich die 2016er Barolo probiere. Chardonnay ist immer ein Jahr früher dran. 2017 war im Piemont das, was 2018 in Deutschland war, nämlich das Jahr der Zeitenwende. Das Jahr, in dem alle Winzer spätestens anfangen mussten drastisch umzudenken. Manche haben es geschafft, andere nicht. Ein anderes Laubmanagement war gefragt. Giacomo von Aldo Conterno sagt, manche Jahrgänge sind eher Jahre für den Kellermeister, doch 2017 war dagegen ein totales Außenbetriebsleiter Jahr. Es ging darum zu viel Fett und zu hohe Reife zu vermeiden und die Trauben vor zu viel Sonne zu schützen sowie den Erntezeitpunkt gut zu treffen. All dieser Kampf ging in diesen Wein ein. Ein Wein aus der Langhe, der ganz klassische Elemente eines holzausgebauten Chardonnays zeigt, Löffelbiskuit und Vanille, Karamelle und Honig mit Kampfer, aber auch typische Chardonnay-Eigenschaften mit leicht grüner Aprikose, feinem Pfirsich, sehr versammelt. Auch ein bisschen süße Feige darunter, nicht zu fett, ein bisschen reife, gelbe Melone darunter. Eine schöne Komposition in der Nase. Im Mund ist er erstaunlich aromatisch, sehr dicht. Ich habe vom Powerjahr 2017 erwartet, dass der Wein sehr fett ist, doch das ist er gar nicht. Aromatisch, sehr dicht und überaus kraftvoll zwar, aber auch mit Frische und Spiel aus fast dramatischer Mineralik. Giacomo ist immer so frech und serviert mir seinen Chardonnay bei circa 17 Grad, um keine Frische durch Kühle zu suggerieren, nichts wird verdeckt. 2017 hat wirklich diese Verspieltheit und die aromatische Frische, die gar nicht so sehr aus der Säure kommt, sondern aus dem insgesamt erfrischend wirkenden und mineralischen Spiel des Weines. Während der 2016er extrem klassisch ist, gradliniger, schlanker. So kommt 2017 mit dieser totalen Aromatik daher, die ihn ebenso spannend macht. 2017 ist gar nicht mal so rundlich wie der 2015er war, sondern wirkt irgendwie auf seine Art schlanker und frischer, und dabei wirkt er so viel aromatischer. Pfirsich, Feige, Melone, und das Ganze mit einer eher an Apfel und Birne erinnernden Säure unterlegt, wenig zitrisch. Ich bin total verblüfft, das ist auf seine Art ein großer Chardonnay. Wenn auch ganz anders als die rassigeren 2014er und 2016er waren. Was das Weingut Aldo Conterno hier geschafft hat ist schon ziemlich einzigartig. Nur über die Mineralität und die perfekte Weinbergsarbeit in diesem Wein solch eine Balance herzustellen ohne auf hohe Säuren zu bauen ist schon sehr erstaunlich. Dieser Wein wird nie langweilig werden in seiner speziellen, sehr gelungenen Art. Und wenn er mir bei 17 Grad schon so angenehm erscheint, dann wird er im Restaurant bei 14 Grad noch besser rüber kommen. 98+/100

Mein Winzer

Aldo Conterno

Die Familie Aldo Conterno produziert schon seit über fünf Generationen Wein. Das Weingut, das im Weiler „Bussia Soprana“ bei Monforte d’Alba liegt, der besten Lage Monfortes und eine der besten Lagen für Barolo überhaupt, verwendet auch heute noch, bzw. wieder, ausschließlich die aus eigenen Weinbergen stammenden Trauben. […]

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