Barbera d'Asti Ai Suma 2019

Braida: Barbera d'Asti Ai Suma 2019

Zum Winzer

95–97
100
2
Barbera 100%
5
rot, trocken
16,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2040
Verpackt in: 6er OHK
9
voluminös & kräftig
fruchtbetont
strukturiert
3
Lobenberg: 95–97/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barbera d'Asti Ai Suma 2019

95–97
/100

Lobenberg: Der Wein kommt schwarz-violett wie Tinte ins Glas. Die Nase ist superkonzentriert, fast mit Amarone-Charakter, etwas rosiniert, getrocknete Kirschen, Kirschkerne, balsamisch-würzig. Ein explosives Fruchtbouque mit Brombeere, Kirschmarmelade, Vanille, Röstfleisch, feine Süße und auch provenzalischen Gewürzen. Sehr voll und satt und zugleich seidige Finesse, überaus reintönig und einfach berauschend im Mund. Konzentrierte Sauerkirsche, Pflaume und Blutorange, kräutrig und enorm saftig mit großer Länge und Intensität. Barbera im üppigen Asti-Stil und in kombinierter Fülle mit großer Finesse fast vom anderen Stern! 95-97/100

Jahrgangsbericht

Der Jahrgang 2019 ist im Piemont wie auch in vielen anderen Regionen Europas ein magisches Jahr der Perfektion, er wird als klassischer Jahrgang hoch gelobt und im selben Zuge auch hoch bewertet. Viele Winzer vergleichen den Jahrgang mit dem Weltklasse-Ausnahme-Jahrgang 2016, besonders wegen der Tannindichte, Konzentration und Power der Weine. Den entscheidenden Unterschied zu den 2016ern macht aber die Balance der vielen dichten Tannine mit der wollüstigen Frucht, die süßer und saftiger ist als in den 2016ern. Die vibrierend frische, ausgleichende Säurestruktur der Weine sorgt für die ultimative, herausragende Balance. Der hohe Anteil an Polyphenolen bringt dabei vor allem bei Nebbiolo eine gesund leuchtende Farbe hervor, die tiefer und intensiver ist als in den Vorjahren. Im Grunde genommen haben die 2019er den Genuss-Regler lauter aufgedreht als die 2016er, sie sind eine hedonistische Version dieses klassischen Jahrgangs. Trotz all der Saftigkeit und Balance werden die Weine aber einige Zeit brauchen, um in ihr ideales Trinkfenster zu kommen, frühestens ab 2025, idealerweise ab 2028 geht’s los. Die Topweine haben das Zeug dazu, locker 20 und mehr Jahre im Keller zu reifen. Sie sind stramme, elegante Marathonläufer.

Mein Winzer

Braida

Giacomo Bologna hatte schon vor über 30 Jahren die fast seherische Vision, den Barbera unter den großen Weinen der Welt zu etablieren. Seinem Vorbild eiferten viele junge Winzer nach, und so ist heute der gewünschte Status Quo erreicht, immer noch mit seinem Weingut Braida an der Spitze der Weine...