Blauer Spätburgunder Rhini trocken 2016

Hanspeter Ziereisen

Blauer Spätburgunder Rhini trocken 2016

96–97
100
9
strukturiert, seidig & aromatisch, frische Säure
2
Spätburgunder 100%
3
Lobenberg 96–97/100
5
Rotwein
barrique
12,5% Vol.
Trinkreife: 2020–2036
Verpackt in: 6er
6
Deutschland, Baden
7
Allergene: Sulfite,

Abfüllerinformation

Abfüller / Importeur: Hanspeter Ziereisen, Markgrafenstraße 17, 79588 Efringen-Kirchen, DEUTSCHLAND


  • 34,00 €

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lobenberg

Lobenberg über:Blauer Spätburgunder Rhini trocken 2016

96–97
/100

Lobenberg: Das Terroir des Blauburgunder Rhini unterscheidet sich deutlich von allen anderen Untergründen bei Hanspeter Ziereisen - hier gibt es eben nicht nur reinen Kalkstein wie sonst, sondern Kalkstein mit Lehm-Löss-Auflage und dazu extrem durchzogen von Eisen. Das Ganze auf 300 Höhenmetern. Die Klone sind zur Hälfte Burgunderklone und zur Hälfte badische Klone, gepflanzt von 1988 bis 2000. Hier sind wir nun bei 90% Ganztraubenanteil, allerdings haben Ziereisens eine Lesemannschaft, die geschult ist die Rappen an der richtigen, verholzten Stelle abzuschneiden. Selektierte, später hinzugefügte Rappen lehnt Hans Peter ab, da sie seiner Meinung nach durch das vorherige Abbeeren zu stark verletzt werden und dann „grüne“ Aromen abgeben. Über diese Praxis gibt es unterschiedliche Ansichten, Fürst, Huber, Ziereisen machen es so, aber viele Weingüter in Deutschland und dem Burgund geben weiterhin nachträglich selektionierte Rappen hinzu. Hans Peter Ziereisen vergärt diesen Wein spontan im geschlossenen Gärtank, denn er ist der Meinung, dass eine offene Maischegärung, wie sie häufig in Deutschland durchgeführt wird problematisch ist, da sie Aromen freisetzt, die er nicht mag, die Kirschfrucht wird eher erdbeerig. Man sollte in seinen Augen entweder geschlossen oder in sehr großen offenen Gärgebinden, wie im Burgund, vergären, weil die Gärtemperatur hier höher geht und man dann eine Burgunderaromatik bekommt. Diese deutsche Fruchtaromatik kommt häufig von zu niedrigen Gärtemperaturen. J.B. Becker im Rheingau vergärt nicht nur geschlossen, sondern sogar in einem Drucktank, eine tradierte deutsche Methode, die komplett in Vergessenheit geraten ist, aber bei ihm super Ergebnisse hervorbringt. Der Rhini ist in der Serie der erste ganz große, ganz erwachsene Wein. Der 2016er ist von der Anmutung und der Klasse der würdige Nachfolger des superben 2013ers, was ein ganz großer Jahrgang bei Ziereisens war. Die 90% Rappen sind in der Nase durchaus etwas spürbar, aber noch mehr schlägt das Terroir mit diesem hohen Eisenanteil durch, das gibt Blut, Holunder, Eukalyptus, etwas Lakritze, viel Druck und Zug und trotzdem unendliche Feinheit, aber sehr dunkel, sehr schwarzfruchtig. Diese schöne Holunder- und Maulbeernote zieht sich unendlich lang, steinig, würzig, Thymian, Veilchen, alles sehr dunkel, aber elegant. Das ist im Stil eines stylischen Vosne-Romanée und dennoch im Tannin und im Druck massiver als einiges, was man aus dem Burgund kennt. Aber mit enormem Schliff im Tannin, immenser Salzspur am Gaumen und großer Saftigkeit, Sauerkirsche, Schlehe, große Länge. Ein wunderbarer, geschliffener, seidiger Pinot Noir mit muskulöser aber seidiger Tanninstruktur, mit hoher Mineralität und langem Nachhall, alles rollt immer wieder hoch. Großartiger 2016er. 96-97/100

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Hanspeter Ziereisen

Den in Mischwirtschaft betriebenen Hof seiner Eltern wollte der gelernte Zimmermann Hanspeter Ziereisen zunächst nicht weiter führen, zu mühsam war der Broterwerb als Landwirt im Spargeldominierten Markgräflerland. [...]

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