Überwiegend Caino Tinto, eine autochtone Rebsorte Galiziens, neben Ribeiro auch sehr verbreitet auch in Rias Baixas, wo A Crueceira und auch Zarate Weltklasse daraus erzeugen. Hier bei Bernardo im gemischten Satz stehend, auch weiße Reben dabei. Unterlage Kalkstein. Ribeiro liegt ja nur 60 km vom Meer entfernt, der Einfluss ist in der Frische spürbar. Im Oktober geermtet, entrappt und dann mit Füßen eingemaischt und spontan vergoren. Ausbau im 300 und 600 Liter Toneau für 10 Monate. Voraussichtlich weitere 12 Monate Flaschenlager bis zur Auslieferung. Es gibt nur gut 1000 Flaschen. Caino ergibt bei geringem Ertrag eine eine fast explosive, überaus blumige und dramatisch aromenstarke Nase, Veilchen, Walderdbeere, Salbei, Rauch, Lorbeer, Wacholder, Lavendel, final satte Würz-Himbeere. Echt ein Duft-Blockbuster in der Nase, das sprengt die Erwartung total, dabei total zart und fein und verspielt. Im Mund wahnsinng fruchtig, schwarze Johannisbeere, Blaubeerschale, Cranberry, Erdbeere, frische Zwetschge. Aber auch etwas Chambolle Musigny, ich wäre nicht verwundert wenn man mir das blind als Meo Camuzet verkauft hätte. Nur 12 Grad Alkohol, ätherisch und leicht, fast fragil. Seidigste Tannine, charmant sahniger Trinkfluss, Kräuter, Rauch und Feuerstein im Nachhall. Faszinierender Stoff mit erstaunlich langem Nachgeschmack. Der Wein ist in seiner Fruchtigkeit so intensiv, dass es einer der wenigen Roweine ist, der wirklich zu Käse passt. Eine tolle Auswahl französischer Weichkäses und Pumpernickel und Olivenbrot werde ich gleich holen, der Abend wird mit dieser genialen Probeflasche ein Gedicht!