Die Trauben kommen aus einer der ältesten über 100 Jahre alten Parzellen im Ort Navatalgordo, der durch den gleichnamigen Wein von Comando G in den vergangenen Jahren Ansehen und Berühmtheit erlangte. Die Lage ist auf 1.200 Höhenmetern gelegen und zeichnet sich deshalb durch ein wesentlich kühleres Mikroklima aus. Sie gehört einem guten Freund von Bendito Destino Winzer Terry Kandylis, der sie wiederum von seinem Großvater geerbt hat. Der Boden besteht hier aus reinem Granit! Die Trauben sind ein »Field Blend« hauptsächlich aus Garnacha mit acht Prozent weißen Trauben aus Moscatel, Malvasia und Albillo. Nach dem Vorbild von Rayas wurden sie mit einem großen Anteil an Ganztrauben, also mitsamt der Traubenstiele, vergoren und im Anschluss 20 Monate lang in 500 Liter fassenden François Frères Fässern in Zweitbelegung ausgebaut. Brillant leuchtendes Rubinrot, der Wein ist bedeutend heller in der Farbe als der daneben probierte Piedra Mediana. Aber der Schein trügt, denn zunächst ist der Cebreros aromatisch dichter, krasser und kompakter. Nach ungefähr vier Stunden weicht die anfängliche Reduktion und der junge Wein wandelt sich zumindest in der Nase – er wird schwebender, samtiger und verführerischer in seiner Aromatik. Rote und schwarze Kirscharomen mit intensivem Kalkstein, Granit, blauen Veilchen, getrockneter Kamille und komprimierter Würze. Weißer Pfeffer, Muskatnuss, Piment, frisch gebrühter Assamtee und duftenden Muskatblüten. Im Mund ist die Intensität der Hammer! Wie eine zusammengedrückte Feder hält der Wein vielschichtige Aromen bereit – man kann momentan nur einen Bruchteil des unbestreitbar krassen Potenzials erfassen. Ultra konzentriert und strukturiert wirkt der Wein in diesem jungen Stadium mystisch geheimnisvoll, aber ob seiner Jugend etwas verschlossen. Die Tannine sind reif und monumental und griffig. Wie durch ein kleines Löchlein in der dicken Mauer kann man schon heute schon einen Blick auf das Märchenschloss werfen und einen Eindruck dieser ultimativen Schönheit bekommen, die sich nach ein paar weiteren Jahren Flaschenreife garantiert offenbaren wird. Am besten nicht vor 2028 aufmachen! Das ist großer Stoff nahe der absoluten Perfektion – der Château Rayas aus Spanien! Wenn man bedenkt, dass das gerade mal der zweite Jahrgang dieses gnadenlos spannenden, hochtalentierten jungen Winzers ist, kann ich meine Aufregung nur schwer zügeln. Atemberaubend gut und eine Entdeckung, von der wir garantiert noch viel hören werden! Leider ist der Wein limitiert – ich bekomme nur ein paar abgezählte Kisten davon.