Beaune 1er Cru Clos de L'Ecu Monopole 2020

Domaine Faiveley: Beaune 1er Cru Clos de L'Ecu Monopole 2020

Zum Winzer

94–95+
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2045
Verpackt in: 6er
9
pikant & würzig
strukturiert
saftig
3
Lobenberg: 94–95+/100
Decanter: 94/100
Parker: 91–93+/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Beaune 1er Cru Clos de L'Ecu Monopole 2020

94–95+
/100

Lobenberg: Diese Parzelle von 2,3 Hektar wurde im Jahr 2003 von Francois Faiveley (6. Generation) erworben. Die Reben sind zwischen 30 und 50 Jahre alt. Reine Südexposition, der Boden ist sehr steinig und kiesig. Je nach Jahrgang wird ein kleiner Teil mit Rappen vergoren. Traditionell im Holzcuve vergoren für 19 Tage, mit gelegentlichem Unterstoßen. Ausbau für etwas über ein Jahr in nicht zu stark getoasteten, französischen Barriques, ein Drittel neu. Viel schwarze Frucht in der Nase, Cassis, Lakritze, viel Süße ausstrahlend, fast süße Schattenmorelle und schwarze Kirsche. Wuchtig, Holunder und eine hohe florale Intensität, viel Veilchen, fast süß in dieser Floralität. Im Mund diese Aromatik wieder aufgreifend, reif und dicht, sogar fast ein wenig rund, große Üppigkeit. Auch hier wieder diese Veilchen-Lakritz-Kombination, feine Süße, obwohl der Wein natürlich total durchgegoren ist. Üppige rote Frucht, etwas Holzkohle dazu, wieder süße, schwarze Lakritze. Nicht fett, aber doch eine beeindruckende Üppigkeit zeigend. Stilistisch der kleine Bruder des Corton Grand Cru. Ein Charmeur mit Wucht und Dichte, aber mit ganz feinem Tannin. Das macht viel Freude. 94-95+/100

Jahrgangsbericht

Nach einem erneut eher milden Winter kamen Austrieb (März) und Blüte (Mitte Mai) wieder recht früh in 2020. Es folgte ein warmer Sommer, der aber weniger extreme Hitzespitzen wie 2019 und 2018 hatte und vor allem durch kühlere Sommernächte eine robuste Säurestruktur erhalten konnte. Häufig wird vergessen, dass Hitze und vor allem Trockenheit nicht nur die Zuckerentwicklung, sondern auch die Säuren und Gerbstoffe durch niedrige Erträge und dicke Beerenschalen aufkonzentrieren. Dieser mediterrane Powersommer hat dem Burgund Mitte August den frühsten Lesestart seit 2003 beschert, dennoch wurden die vollen 100 Tage Reifezeit nach der Blüte erreicht bis zur Lese. Aufgrund der sehr trockenen Verhältnisse waren die Trauben weitgehend kerngesund und vollreif – Fototrauben soweit das Auge reicht! Wohingegen an der Côte de Beaune fast durchschnittliche Mengen Chardonnay geerntet werden konnten, war der Ertrag beim Pinot Noir an der gesamten Côte d’Or durch die winzige Beerengröße geringer noch als im Vorjahr 2019. Die Chardonnays betören mit dem selben imposanten Fruchtdruck und einer Power wie 2019. Sie wirken allerdings schlanker und feiner, auch aufgrund von lebhafteren Säuren, die eher an 2017 denken lassen. Es ist mit 2014 und 2017 ziemlich sicher das beste Weißweinjahr der letzten 10 Jahre. Die Balance der weißen 2020er ist herausragend! Die Pinot Noirs sind etwas weniger einheitlich balanciert. Je nach Terroir und Erntezeitpunkt, changieren sie zwischen bestechender Eleganz, Kühle und Finesse bis hin zu gewaltiger, mediterraner Struktur mit hoher Reife bis hin zur Überreife in einigen Fällen. Die topgesunden Beeren waren dickschalig, klein und kernig und gaben nur widerwillig ihren hochkonzentrierten, hochintensiven Saft preis. Die Fruchtfülle und das Parfüm der roten 2020er ist gewaltig, wie dichte Wolken aus Waldfrüchten und dunkler Kirsche schiebt es tieffarbig und reich aus dem Glas. Die Konzentration ist berauschend, die besten 2020er stellen die exzellenten Vorjahre sogar noch in den Schatten – in der Spitze war absolute Weltklasse möglich in diesem Blockbusterjahr. 2020 ist ein beeindruckendes und großes Jahr, das bei den Top-Domaines mit zum besten zählt, was es in den letzten Jahrzehnten gab. Zurücklehnen und genießen mit den verführerischen Pinots und sich mitreißen lassen von den berauschenden Chardonnays. Die erneut kleinen Erträge und der harte Frost in 2021 erzeugen weiter Mengendruck auf das Burgund und die besten 2020er werden schnell rar und gesucht sein.

94
/100

Decanter über: Beaune 1er Cru Clos de L'Ecu Monopole

-- Decanter: There are plenty of ripe black plum and fig aromas, with strong components of earth and leather. Despite all the ripeness here, the wine is still balanced. Winemaker Jérôme Flous says: 'It is not far from 2018, but the acidity is much more interesting'. This 2.6ha vineyard is a monopole of the domaine. Flous remarked that it is 'a dry terroir in a dry vintage; south-facing, and very hot.' 94/100

91–93+
/100

Parker über: Beaune 1er Cru Clos de L'Ecu Monopole

-- Parker: Aromas of raspberries, cherries, sweet spices, raw cocoa and peonies preface the 2020 Beaune 1er Cru Clos de l'Écu Monopole, a medium to full-bodied, concentrated and vibrant wine with tangy acids, melting tannins and a long, saline finish. This is very promising. 91-93+/100

Mein Winzer

Domaine Faiveley

Die inzwischen ca. 140 Hektar umfassende Domaine Faiveley ist eines der größten Häuser im Burgund. Und eigentlich ist es auch mehr als Weingut zu betrachten, denn hier macht man, anders als bei anderen großen Handelshäuser wie z. B. Jadot oder Bouchard, fast ausschließlich Weine von eigenem Besitz....

Beaune 1er Cru Clos de L'Ecu Monopole