Barolo Villero Riserva 2007

Vietti

Barolo Villero Riserva 2007

100
100
2
Nebbiolo
5
rot, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2017–2050
Verpackt in: 3er OHK
9
voluminös & kräftig
tanninreich
frische Säure
3
Lobenberg: 100/100
Parker: 100/100
Suckling: 98/100
Galloni: 96+/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Villero Riserva 2007

100
/100

Lobenberg: Die beste Lage Viettis, wird nur in ganz großen Jahren separat vinifiziert, der einzige Barolo, der vor dem mehrjährigen Ausbau im großen 2,5 hl Holzfass auch eine etwas längere Zeit im kleinen Holz verbracht hat. Der Villero macht nach dem Ausbau noch 2 weitere Jahre Flaschenreife durch bis er auf den Markt kommt, also immer 2-3 Jahre nach den anderen Weinen des Jahres. Veilchen und Rosenblätter neben etwas verbranntem Gummi, schwarze Erde und dunkle belgische Praline. Ganz leicht kommt Hagebutte und gelbe Frucht dahinter hoch, Mango, ein Hauch Aprikose. Drückend, etwas verbrannte Brombeere, total verspielt und gleichzeitig total dicht. Im Mund eine jahrgangsspezifische deutliche Veränderung zum 2004er Villero, welcher unglaublich dicht und üppig und fett war. Hier im 2006er kommt die überwältigende Intensität eher extrem fein und dennoch gleichermaßen kraftvoll. Immense Tanninmassen, aber gleichzeitig saftig, voller Verspieltheit, sehr elegant. Schwarze Frucht, Praline, aber auch viel rote und schwarze Kirsche, Sauerkirsche, gummiartige Noten, Power und Feinheit zu gleich ohne Ende. Sehr saftig mit großer Länge. Ein lecker und charmant trinkbarer, zugleich riesengroßer Wein mit berauschender Feinheit. Burgundische Noten, Balsamico, Eukalyptus, Minze am Ende, feines Salz, große Perfektion erreichend. 100/100

Jahrgangsbericht

Nach einem erneut eher milden Winter kamen Austrieb (März) und Blüte (Mitte Mai) wieder recht früh in 2020. Es folgte ein warmer Sommer, der aber weniger extreme Hitzespitzen wie 2019 und 2018 hatte und vor allem durch kühlere Sommernächte eine robuste Säurestruktur erhalten konnte. Häufig wird vergessen, dass Hitze und vor allem Trockenheit nicht nur die Zuckerentwicklung, sondern auch die Säuren und Gerbstoffe durch niedrige Erträge und dicke Beerenschalen aufkonzentrieren. Dieser mediterrane Powersommer hat dem Burgund Mitte August den frühsten Lesestart seit 2003 beschert, dennoch wurden die vollen 100 Tage Reifezeit nach der Blüte erreicht bis zur Lese. Aufgrund der sehr trockenen Verhältnisse waren die Trauben weitgehend kerngesund und vollreif – Fototrauben soweit das Auge reicht! Wohingegen an der Côte de Beaune fast durchschnittliche Mengen Chardonnay geerntet werden konnten, war der Ertrag beim Pinot Noir an der gesamten Côte d’Or durch die winzige Beerengröße geringer noch als im Vorjahr 2019. Die Chardonnays betören mit dem selben imposanten Fruchtdruck und einer Power wie 2019. Sie wirken allerdings schlanker und feiner, auch aufgrund von lebhafteren Säuren, die eher an 2017 denken lassen. Es ist mit 2014 und 2017 ziemlich sicher das beste Weißweinjahr der letzten 10 Jahre. Die Balance der weißen 2020er ist herausragend! Die Pinot Noirs sind etwas weniger einheitlich balanciert. Je nach Terroir und Erntezeitpunkt, changieren sie zwischen bestechender Eleganz, Kühle und Finesse bis hin zu gewaltiger, mediterraner Struktur mit hoher Reife bis hin zur Überreife in einigen Fällen. Die topgesunden Beeren waren dickschalig, klein und kernig und gaben nur widerwillig ihren hochkonzentrierten, hochintensiven Saft preis. Die Fruchtfülle und das Parfüm der roten 2020er ist gewaltig, wie dichte Wolken aus Waldfrüchten und dunkler Kirsche schiebt es tieffarbig und reich aus dem Glas. Die Konzentration ist berauschend, die besten 2020er stellen die exzellenten Vorjahre sogar noch in den Schatten – in der Spitze war absolute Weltklasse möglich in diesem Blockbusterjahr. 2020 ist ein beeindruckendes und großes Jahr, das bei den Top-Domaines mit zum besten zählt, was es in den letzten Jahrzehnten gab. Zurücklehnen und genießen mit den verführerischen Pinots und sich mitreißen lassen von den berauschenden Chardonnays. Die erneut kleinen Erträge und der harte Frost in 2021 erzeugen weiter Mengendruck auf das Burgund und die besten 2020er werden schnell rar und gesucht sein.

Katalog über: Barolo Villero Riserva

-- Katalog: -- Galloni: Vietti's 2007 Barolo Riserva Villero is a flat out stunner. Dark red fruit, Villero spices, leather, tobacco, smoke and menthol come alive in a rich, sensual Barolo that captures the essence of this site. Rose petals, mint and sweet red berries flesh out on an inviting wine loaded with class and personality. Over time, the powerful, explosive style of the year becomes more evident. The fruit turns darker, more balsamic and also more intensely mineral. 96+/100

Internet über: Barolo Villero Riserva

-- Internet: -- Parker: The 2007 Barolo Riserva Villero is a wine of staggering beauty and downright flawlessness. Its perfection is measured by the experience it awards those lucky enough to drink it. Only 3,726 bottles were produced and I tested two of those. From the moment your nose descends into the glass, you are made instantly aware of the enormity before you. I felt a profound sense of exhilaration and emotion. The wine is arousing in a way that only Nebbiolo can be. The bouquet is fluid and ever-changing with pressed rose, dried ginger, balsam herb, menthol freshness, licorice and wild berry. The presentation is multifaceted and infinite. The quality of the mouthfeel is pristine and intense with softly yielding tannins that maintain an important structural role. Laced delicately throughout its velvety texture is a fine vein of crisp acidity that adds vibrant life and buoyancy to the long finish. In almost inexplicable fashion, the wine manages to feel weightless, but is potent and commanding at the same time. 100/100

Mein Winzer

Vietti

Die Familie Vietti erzeugt Wein seit vier Generationen in Castglione Falletto im Herzen des Anbaugebiets Barolo. Seit 1957 war der 2012 verstorbene Alfredo Currado für den Ausbau der Weine verantwortlich, schon 1961 begann er die großen Lagen separat zu vinifizieren. Vietti war es vorbehalten, den...