Barolo Villero 2012

Azienda Agricola Brovia

Barolo Villero 2012

tanninreich
voluminös & kräftig
97–98+
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2018–2040
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 97–98+/100
Galloni: 94/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Villero 2012

97–98+
/100

Lobenberg: Der Villero wächst auf 340m in Süd-West-Ausrichtung in Castiglione Falletto. Der Villero kommt vom gleichen Hang wie Rocche, das Beste aus Castglione Falletto. Kalksteinböden, Sand, weißer Lehm, hohe Eleganz und maskuline Power zugleich. Die Reben wurden Anfang der 60er Jahre angepflanzt und wachsen auf ca. 1,5 ha Ton- und Kalkboden. Geerntet wird von Hand im Oktober. Nach 15-20 Tagen Fermentation im rohen Beton bei gleichbleibender Temperatur (Presswein wird niemals mitverwendet) reift der Wein zwei Jahre in Französischer Eiche in mittelgroßen Fässern von 30 hl. Danach wird der Wein ohne Filtration auf die Flasche gezogen. Bei der Veredelung wird penibel auf eine konstante Temperatur und die richtige Luftfeuchtigkeit geachtet; geschützt vor Sonneneinstrahlung und Kunstlicht. Das Ergebnis ist ein kraftvoller und körperreicher Wein vom historisch bedeutendsten Cru in Castiglione Falletto, Villero war die erste jemals etikettierte und genannte Einzellage in der gesamten Langhe (Vietti). Die Nase dieser fast 60 Jahre alten Reben müsste man 2012 mit süßer Bitterorange umschreiben. Dicht, würzig und schiebend. In der Nase Orange und Orangenblüte, getrocknete Blumen. Eukalyptus, butterweiche Tannine schon in der Nase. Dicht. Unglaublich weich und trotzdem komplex. Bei Brovia werden niemals Pressweine verwendet, nur frei abgelaufener Wein, deshalb fehlen die bei vielen Weingütern üblichen scharfen Tannine. Kandierte Früchte, Rumtopf. Süße Fruchtkaltschale. Im Mund etwas mehr Biss, etwas mehr Würze im Tannin als im Rocche, aber letztlich auch hier butterweich. Schöne Länge, extremer Charme. Es fehlt vielleicht der letzte Kick, die letzte Pikanz des in diesem Jahr überragenden Rocche, aber der Wein ist in seinem Charme so delikat und so überwältigend schön, dass man reinspringen möchte. Schon der Probeschluck war schwer ausspuckbar. So ungeheuer überzeugend. 2011 war super, aber 2012 ist unvorstellbar schön, für mich besser als 2009 und 2010. 2010 war sehr tanninreich, blockbuster-artig, 2009 vielleicht ein klein wenig zu weich. 2012 ist die Perfektion, die Delikatesse, die wir wollen, wenn man dichte, reichhaltige und charmante Weine möchte. 97-98+/100

94
/100

Galloni über: Barolo Villero

-- Galloni: As always, the 2012 Barolo Villero is a bit more pointed and focused than the Rocche, with veins of tannin and acidity that give the wine much of its shape. Beautifully delineated throughout, the Villero is laced with deep layers of spice, dried flowers, mint and licorice. This is one of the more inward, introspective wine of the vintage, as it always is at Brovia. Today, the fruit lies in the background, while the wine's structural components are front and center. Readers should be prepared to give the Villero at least a few years in bottle. 94/100

Mein Winzer

Azienda Agricola Brovia

Die Geschichte des Weinguts der Brovia in Castiglione Falletto reicht bis in das Jahr 1863 zurück. Nach einem mehrjährigen Stillstand in der Weinproduktion nahmen sich 1953 Giacinto, Raffaele und Marina Brovia ein Herz und starteten quasi wieder von Null. Von Anfang an an setzte die Familie dann nur...