Azienda Agricola Brovia

Barolo Villero 2011

tanninreich
voluminös & kräftig
96–97
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2018–2040
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 96–97/100
Gerstl: 19/20
Galloni: 92–95/100
Gambero Rosso: 3/3
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Villero 2011

96–97
/100

Lobenberg: Der Villero wächst auf 340m in Süd-West-Ausrichtung in Castiglione Falletto. Der Villero kommt vom gleichen Hang wie Rocche, das Beste aus Castglione Falletto. Kalksteinböden, Sand, hohe Eleganz. Die Reben wurden Anfang der 60er Jahre angepflanzt und wachsen auf ca. 1,5 ha Ton- und Kalkboden. Geerntet wird von Hand im Oktober. Nach 15-20 Tagen Fermentation im rohen Beton bei gleichbleibender Temperatur reift der Wein zwei Jahre in Französischer Eiche in mittelgroßen Fässern von 30 hl. Danach wird der Wein ohne Filtration auf die Flasche gezogen. Bei der Veredelung wird penibel auf eine konstante Temperatur und die richtige Luftfeuchtigkeit geachtet; geschützt vor Sonneneinstrahlung und Kunstlicht. Das Ergebnis ist ein kraftvoller und körperreicher Wein vom historisch bedeutendsten Cru in Castiglione Falletto, Villero war die erste jemals etikettierte und genannte Einzellage in der gesamten Langhe (Vietti). Mir ist klar, dass es fast unglaubwürdig klingt, wenn ich Brovias 2011er den großen Monstern aus 2010 und den runden Schönheiten aus 2009 vorziehe. Bei Brovia ist 2011 wie 1990, der 2010 wie 1989. Und schon damals war 1990 der feinere, offenere, fruchtbetontere und finessereichere Wein, 1989 dafür mächtiger. Diese Feinheit und der trinkige Charme sind fast unglaublich, die Weine sind zum Reinspringen schön, man mag gar nicht aufhören sie zu trinken. Die mit mir zusammen verkostenden Max Gerstl aus der Schweiz und der Top-Cote-Rotie-Winzer Stephane Ogier spendeten 'standing ovations', ihre privaten Orders bei mir kamen spontan. Der Villero ist deutlich würziger und dichter als Rocche, mehr Pflaumenmuß, ganz tiefe schwarze Kirsche, konzentrierte rote Beeren, Schlehe, Lakritz, Veilchen, Rosen. Im Mund üppig und ungeheuer charmant, der Villero-Lagen-Kompromiss zwischen Viettis Power-Villero und Mascarellos Tänzer. Tolle Würze hier mit unglaublicher Eleganz und Komplexität. Luxusstoff! 96-97/100

19
/20

Gerstl über: Barolo Villero

-- Gerstl: Geht etwas mehr in Richtung schwarze Frucht, Kirsche, ein feine, raffinierte Duftwolke. Eine feine Delikatesse am Gaumen, da sind aber auch jede Menge Kraft und Fülle, die Tannine sind eine Spur fester als beim Rocche, im Moment schon richtig zugänglich, ein tänzerisch leichtfüssiger Wein aber mit intensiver, ausdrucksvoller Aromatik, enorm komplex, ein herrlicher Wein. 19/20

92–95
/100

Galloni über: Barolo Villero

-- Galloni: It's fascinating to taste the 2011 Barolo Villero after the Rocche, as the two sites are just a few hundred meters apart. Here the soils, richer in argille, give the wine a more classic profile of tannin and a sense of cool, vertical structure. Rose petals, lavender, spices, mint, pine and dark bluish fruit inform a striking, vivid Barolo long on class and personality. 92-95/100

3
/3

Gambero Rosso über: Barolo Villero

-- Gambero Rosso: Villero never hesitates. A superior Nebbiolo for its texture and flavor. 3/3 Gläser

Mein Winzer

Azienda Agricola Brovia

Die Geschichte des Weinguts der Brovia in Castiglione Falletto reicht bis in das Jahr 1863 zurück. Nach einem mehrjährigen Stillstand in der Weinproduktion nahmen sich 1953 Giacinto, Raffaele und Marina Brovia ein Herz und starteten quasi wieder von Null. Von Anfang an an setzte die Familie dann nur...