Barolo Rocche di Castiglione

Azienda Agricola Brovia

Barolo Rocche di Castiglione 2016

Limitiert

tanninreich
voluminös & kräftig
seidig & aromatisch
100
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2050
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 100/100
Wine Enthusiast: 98/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Rocche di Castiglione 2016

100
/100

Lobenberg: Die Einzellage Rocche liegt auf 350m in Süd-Ost-Ausrichtung, ganz oben in Castiglione Falletto. Die Reben wurden Mitte der 60er Jahre angepflanzt und wachsen überwiegend auf ca. 1,5 ha hellem Kalkstein und noch mehr Sandboden. Voraussetzung für große Eleganz. Geerntet wird von Hand im Oktober. Nach 15-20 Tagen Fermentation im rohen Beton bei gleichbleibender Temperatur reift der Wein zwei Jahre in Französischer Eiche in mittelgroßen Fässern von 30 hl. Danach wird der Wein ohne Filtration auf die Flasche gezogen. Bei der Veredelung wird penibel auf eine konstante Temperatur und die richtige Luftfeuchtigkeit geachtet; alles immer geschützt vor Sonneneinstrahlung und Kunstlicht. Das Ergebnis ist ein extrem eleganter Wein von einem der großartigsten Weinberge in Castiglione Falletto. 2016 ist schon jetzt ein fast magisches Jahr. Warum? 2016 hat eine extrem reiche Tanninstruktur, fast wie 2010, aber die Tannine sind noch feiner und geschliffener, fast schmelzend in dieser Zartheit. Zusätzlich hat 2016 ein bisschen mehr Frucht als es 2010 hatte. Wir haben also eine bessere Balance zwischen den großen, super feinen Tanninmassen und der Frucht. Das macht die Weine etwas zugänglicher und charmanter, aber im Grunde ist es ein 2010 Plus mit mehr Frucht und noch feineren Tanninen. Das reicht allemal aus um schon jetzt einen Hype im Markt zu entfachen. 2016 wird sicherlich ein Jahrgang werden, der noch stärker als 2010 in einen Nachfragesog geraten wird. Also wohl dem, der ausreichend Allokation bekommt, schauen wir mal. Es wundert mich, dass ich diesen Falletto als erstes serviert bekomme. Denn normalerweise kann Falletto auch eine durchaus massive Lage sein. Dieser hier ist aber so unglaublich fein und elegant, er zeigt die typische 2016er Holunder- und Lakritz-Kirsch Nase. Recht viel schwarze Kirsche sogar dazu, wuchtig, fast an Feuerstein und Schiefer erinnernder Terroirabdruck vom weißen Lehm in Rocche. Extrem viel Substanz und trotzdem Feinheit und Weichheit in dieser großen, dunklen Duftwolke. Der Mund ist dann noch dramatischer und eindrucksvoller. Da kommt eine große Säuremasse, so dramatisch und pikant. Und eine riesige Tanninmasse kommt hinterher, aber die ist so samtig-weich. Wow, alles wird eingenommen, die Zunge rollt sich, die Augen werden schmal, da tut nichts weh obwohl es so intensiv und pikant ist. Gleichzeitig so unglaublich charmant und angenehm fruchtstark. Hier kommt auch viel rote Frucht dazu, Schlehe und Sanddorn, Sauerkirsche, rote Kirsche, schwarze Kirsche, ein bisschen Cassis, Holunder und ganz helle Lakritze. Viel Salz dazu, enorm langanhaltend und fein mit diesem immensen Gerbstoff. Da mag man noch so viel reden von der Zugänglichkeit von 2016, denn das ist auch durchaus der Fall, und wahrscheinlich wird dieser Wein sogar nie so zu machen, dass er nicht eindrucksvoll wäre, aber ich empfehle dringend diesen Wein lange, lange wegzulegen. Das ist ein spektakulärer Wein und schon der erste Wein bei Brovia ist gleich so ein Kracher. Auf jeden Fall gehört es zum besten des Jahrgangs. Toller Stoff! 100/100

98
/100

Wine Enthusiast über: Barolo Rocche di Castiglione

-- Wine Enthusiast: Camphor, rose, red-berry and star anise aromas slowly take shape on this compelling, gorgeous red. Delicious, elegant and structured, the palate has youthful tension but already shows fantastic depth, delivering juicy Marasca cherry, raspberry compote, licorice and clove before closing on a hazelnut note. Firm refined tannins keep it perfectly balanced and give it an age-worthy structure. Drink 2026–2046. 98/100

Mein Winzer

Azienda Agricola Brovia

Die Geschichte des Weinguts der Brovia in Castiglione Falletto reicht bis in das Jahr 1863 zurück. Nach einem mehrjährigen Stillstand in der Weinproduktion nahmen sich 1953 Giacinto, Raffaele und Marina Brovia ein Herz und starteten quasi wieder von Null. Von Anfang an an setzte die Familie dann nur...

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