Barolo Ravera 2017

Elvio Cogno

Barolo Ravera 2017

strukturiert
saftig
pikant & würzig
97
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2027–2051
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 97/100
Jeb Dunnuck: 97/100
Anja Breit: 97/100
Suckling: 94/100
Parker: 94/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Ravera 2017

97
/100

Lobenberg: 2017 war gekennzeichnet von einer großen Frostperiode im Frühjahr und von einem warmen Sommer mit langer Trockenperiode. Vom Frost wurden vor allem jene Winzer verschont, die Reben in Hochlagen bewirtschaften. Durch die Trockenheit und Wärme stand im Herbst eine deutlich frühere Lese an als normalerweise, teils vier Wochen früher. Das schöne war, dass Anfang September in den Nächten eine große Kühle herrschte. Wir haben also auf der einen Seite einen warmen, reichen, fruchtbetonten Jahrgang wie 2011 oder 2015. Und gleichzeitig haben wir Frische und Kühle durch den kühlen Herbst und somit auch eine hohe Eleganz, mit seidigen Tanninen. Deshalb ist 2017 ist nicht wirklich vergleichbar, weder mit 2011, das die Kühle nicht hatte, und auch nicht mit 2003 oder 2015. Die klimatischen Bedingungen haben 2017 auch dazu geführt, dass sich in Barolo die verschiedenen Höhenlagen etwas annäherten. Der Jahrgang, mit seiner Frische, Finesse und fruchtstarken Aromatik, dominiert in diesem Jahr 2017 deutlich mehr als in Jahren wie 2016 oder später 2019 und 2020. Das Weingut Cogno verfügt über circa 12 Hektar Rebfläche. Ravera ist der größte Einzelbesitz. Historisch war das Weingut in La Morra angesiedelt. Die jetzige Besitzerin, Nadia Cogno, ist mit ihrem Mann Valter Fissore und ihrem Vater umgezogen nach Novello, weil die frühere Verbindung mit einem Partner, Marcarini, zerbrochen war. Die Cognos hatten schon diese Weinberge und haben dann in Novello ein Haus gekauft und renoviert. Bei Cogno ist die Weinbereitung sehr traditionell. Das heißt, wir haben ungefähr 60 Prozent entrappte Beeren und 40 Prozent ganze, nicht angequetschte Trauben in der Gärung. Das Ganze wird für zehn Tage im Stahl vergoren und bei ungefähr 40 Gramm Restzucker wird der klassische Barolo-Hut heruntergedrückt. Nicht mehr wie früher mit Holz, sondern mit einem Netz. Der ganze Trester verbleibt ungefähr 30 bis 40 Zentimeter unter der Flüssigkeitslinie, dort wird die Fermentation weitere sieben Wochen fortgesetzt. Das ist die ganz historische Barolo-Herstellung, wie sie eben auch bei Bartolo Mascarello, Giuseppe Mascarello und anderen Traditionalisten gemacht wird, weil ganz am Ende die Tannine zwar reichlich sind, aber sie werden extrem fein und damit die Weine auf lange Sicht finessenreicher – auch wenn sie etwas länger brauchen, um zugänglich zu werden. Eine Methode, wie sie nur noch bei den Traditionalisten in Barolo und Barbaresco fortgeführt wird. Der Ausbau der Weine erfolgt dann für über zwei Jahre im slawonischen Holzfass. Ravera 2017 besticht durch seine große Duftigkeit. Alle 2017er sind duftig, weil wir ein warmes, trockenes Jahr hatten, aber dann die frischen, kühlen Nächte im September. Das Ganze gibt eine wahnsinnige Balance von reicher Aromatik, von Wärme und gleichzeitig von Frische. Hochduftig, hocharomatisch. Auf den 2016er Ravera muss man deutlich länger warten, auch wenn der 2017er Ravera schon auch ein strammes Tanningerüst zeigt. Aber die Tannine sind reif und weich. Die Frucht ist reif, der Wein ist aromatisch in Nase und Mund, dicht und lang. Große Harmonie ausstrahlend. Ich entscheide mich aus dem Haus ausschließlich für den Ravera und seine Spielarten, weil der in größerer Menge hergestellte Cascina Nuova nicht an den Ravera heranreichen kann. Dieser Ravera von Cogno gehört auf jeden Fall in die allererste Reihe von Barolo – ich bin sehr angetan! Er hat nicht ganz die Langlebigkeit und Größe von 2016, aber er ist nicht sehr weit entfernt davon. Schicker Stoff! 97/100

97
/100

Jeb Dunnuck über: Barolo Ravera

-- Jeb Dunnuck: The 2017 Barolo Ravera makes a statement with its intense aromas of licorice, kirsch, pipe tobacco, and spice. Revealing a balanced and chiseled structure, the palate conveys dried raspberry, blood orange, and dried herbs. A great wine from the 2017 vintage, it feels like it will hold up to the test of time. Drink 2024-2042. 97/100

97
/100

Anja Breit über: Barolo Ravera

-- Anja Breit: Ravera ist die Amphitheater Lage direkt neben dem Weingut in Verduno. Mit 70-80 Jahre alten Reben ist es eine der ältesten Lagen von Elvio Cogno. Brilliantes rubinrot im Glas. Wir haben den 17er zusammen mit dem 18er verkostet und überraschenderweise hat der 17er in diesem Fall mehr Finesse, mit vielen feinen und floralen Noten, roten Kirschen und warmem Kerzenwachs. Dann im Mund viel mehr Tannine. Wow! Monumental, strukturiert und leicht trocken. Sauerkirsche, rote Johannisbeere, aber auch etwas bittere Kräuter und Gewürze. Viel Extrakt, braucht sicher fünf Jahre länger als der 18er bis er in sein Trinkfenster kommt. 97/100

94
/100

Suckling über: Barolo Ravera

-- Suckling: Cherry and candied strawberry with flowers and some dried earth. Full-bodied, layered and chewy. Lots of wet earth and mushroom to the red fruit. Tight now. Try after 2023. 94/100

94
/100

Parker über: Barolo Ravera

-- Parker: The Ravera cru is seeing renewed energy and interest, thanks to the hard work of the Elvio Cogno team. They believed in Novello from the very beginning, and today a wine like the 2017 Barolo Ravera shows special confidence and pride. This pretty Barolo made with a blend of Nebbiolo clones (Lampia and Michet) reveals a slow succession of aromas with dark cherry and blackberry. The results are lasting, contoured and beautifully focused, thanks to mineral notes of rusty iron or brick. Nuanced notes of licorice and campfire ash round off the finish. Production is 13,000 bottles. 94/100

Mein Winzer

Elvio Cogno

Das Traditionsweingut Elvio Cogno verfügt über rund 12 Hektar Eigenbesitz in der Gemeinde Novello, alleine 5 Hektar davon sind in der herausragenden Einzellage Ravera angesiedelt.