Barolo Mosconi 2017

Pio Cesare

Barolo Mosconi 2017

strukturiert
saftig
pikant & würzig
98–100
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2051
Verpackt in: 3er OHK
3
Lobenberg: 98–100/100
Suckling: 98/100
Wine Enthusiast: 96/100
Decanter: 95/100
Parker: 95/100
Galloni: 95/100
Falstaff: 95/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Mosconi 2017

98–100
/100

Lobenberg: Dieser Mosconi kommt aus Monforte und ist ein Nachbarberg vom Ginestra. Es gibt nur ganz wenige Mosconi-Erzeuger. Neben Pio Cesare hauptsächlich Conterno Fantino. Es ist eine Lage, die in den letzten Jahren auch dem Ginestra ein wenig den Rang angelaufen hat aufgrund der noch größeren Frische und Eleganz. Auch bei Conterno Fantino ist Mosconi die beste Lage. In 2017 wurde bei Pio Cesare schon um den 20. September mit der Ernte begonnen. Nach zehn Tagen waren alle Trauben im Keller. Ein frühes, sehr reifen und sehr trockenes Jahr, das vom Konsumenten wegen des Frosts und anderer Probleme häufig etwas unterschätzt wird. In Wirklichkeit ist 2017 wie in Bordeaux, im Burgund, in Deutschland und speziell im Piemont ein großes Jahr. Aufregende Weine aus einer großen Hitze und Trockenheit. Der Ausbau geschieht bei Pio Cesare zu 80 Prozent im großen 2500-Liter Holzfass und zu 20 Prozent im Barrique, davon ist gut die Hälfte neues französisches Holz, die andere Hälfte gebrauchtes Holz. 2017 war gekennzeichnet von einer großen Frostperiode im Frühjahr und von einem warmen Sommer mit langer Trockenperiode. Vom Frost wurden vor allem jene Winzer verschont, die Reben in Hochlagen bewirtschaften. Durch die Trockenheit und Wärme stand im Herbst eine deutlich frühere Lese an als normalerweise, teils vier Wochen früher. Das schöne war, dass Anfang September in den Nächten eine große Kühle herrschte. Wir haben also auf der einen Seite einen warmen, reichen, fruchtbetonten Jahrgang wie 2011 oder 2015. Und gleichzeitig haben wir Frische und Kühle durch den kühlen Herbst und somit auch eine hohe Eleganz, mit seidigen Tanninen. Deshalb ist 2017 ist nicht wirklich vergleichbar, weder mit 2011, das die Kühle nicht hatte, und auch nicht mit 2003 oder 2015. Die klimatischen Bedingungen haben 2017 auch dazu geführt, dass sich in Barolo die verschiedenen Höhenlagen etwas annäherten. Der Jahrgang, mit seiner Frische, Finesse und fruchtstarken Aromatik, dominiert in diesem Jahr 2017 deutlich mehr als in Jahren wie 2016 oder später 2019 und 2020. Mosconi 2017 von Pio Cesare hat eine sehr helle Farbe, wie ein sehr heller Gevrey-Chambertin. Der Wein drückt immens von unten mit genialem Schub. Superkonzentrierte Waldhimbeere, ein Hauch Erdbeere darunter. Starke Krautwürze – Kräuter der Provence, Estragon und Koriander. Ganz viel Schub und gleichzeitig eine verspielte Feinheit. Nur riechen reicht. Ein herrliches Bouquet! Und was für ein positives, vibrierendes Drama im Mund… Geniale Frische, geniale rote Frucht, superkonzentrierte Himbeere, Erdbeere, Zwetschge, Sauerkirsche und Schlehe. Aber alles fein, alles hellrot bleibend und unendlich lang. Die Gerbstoffe sind reichlich, aber total poliert. Nichts Grobkörniges dabei, alles ist fein, alles hallt für Minuten nach. Ein sensationeller, großer Burgunder. Großes Glas, kein Essen dazu – einfach riechen am Kamin. Was für eine grandiose Schönheit! Fast etwas feminin daherkommend. Zwar den Druck eines drahtigen Tänzers zeigend, aber im Finale dann so verspielt, so zärtlich. Eine ganz große Freude und für mich einer der ganz großen Barolo des Jahrgangs 2017, weil er so multikomplex ist und in all seinem Druck und der Vibration unendlich fein bleibt. Er braucht allerdings bis zur Perfektion sicherlich zehn Jahre. Super Stoff! 98-100/100

98
/100

Suckling über: Barolo Mosconi

-- Suckling: Subtle aromas of crushed stone and cherry with dried strawberry and white truffle, following through to a full body. Yet it is tight and very tannic with a fine-grained texture and a long, intense finish. A superb combination of structure and finesse. Very typical for Mosconi and the Ginestre area. Exceptional. Try after 2026. 98/100

96
/100

Wine Enthusiast über: Barolo Mosconi

-- Wine Enthusiast: Aromas of underbrush, camphor, purple flower and forest berry slowly take shape in this classy, full-bodied red. It combines structure and finesse, featuring crushed raspberry, juicy Marasca cherry, tobacco and baking spice framed in taut, elegant tannins. Fresh acidity keeps it nicely balanced. 96/100

95
/100

Decanter über: Barolo Mosconi

-- Decanter: Mosconi is an MGA that is often picked late and so could possibly have benefitted from the warm and dry 2017 vintage. This example from Pio Cesare is focused on elegance with lifted, concentrated aromas and flavours of orange peel, strawberry jam, rose and a touch of smoke, which all become intoxicating on the palate. This great intensity and concentration are supported by firm, muscular tannins and an assertive finish, combined with crisp acidity. Rarely in this 2017 vintage do we find this combination of fruit weight and strength of structure. 95/100

95
/100

Parker über: Barolo Mosconi

-- Parker: Now in its third vintage, this is the newest member of the extended Pio Cesare family. With fruit from the village of Monforte d'Alba, the 2017 Barolo Mosconi hits that sweet spot somewhere on the continuum between elegance and power. Perhaps this hot vintage (and its 14.5% alcohol content) inches a little closer to the side of power, but it does so in a most understated and graceful manner. The wine shows the freshness and lifted fruit that is normally associated with this special vineyard site. 95/100

95
/100

Galloni über: Barolo Mosconi

-- Galloni: The 2017 Barolo Mosconi is a beautiful, translucent wine that expresses too much of the best this site has to offer. Iron, dried herbs, chalk and white pepper give the Mosconi its signature aromatic profile. Pio Cesare's Mosconi is the proverbial iron fist in a velvet glove. It's mid-weight structure and light (even for Nebbiolo) color can be deceiving. There is certainly plenty of punch here. 95/100

95
/100

Falstaff über: Barolo Mosconi

-- Falstaff: Glänzendes, sattes Granatrot. Sehr duftige Nase mit Noten nach Granatapfel und Rhabarber, etwas harzige Noten dazu, satte Kirsche, etwas Blutorange. Kompaktes und zugleich geschliffenes Tannin, öffnet sich kontinuierlich und fein, zeigt feine gereifte Fruchtnoten, fester Druck und guter Schmelz. 95/100

Mein Winzer

Pio Cesare

Im Jahr 1881 gründete Pio Cesare in Alba seinen kleinen Weinbaubetrieb. Er war einer der ersten Winzer, der an die hohe Qualität und das Potenzial des Barolo glaubte.