Giuseppe Mascarello

Barolo Monprivato 2014

Limitiert

tanninreich
voluminös & kräftig
95–97+
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2023–2053
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 95–97+/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Monprivato 2014

95–97+
/100

Lobenberg: Der Wein wächst in Castiglione Falletto in einer 6,3 Hektar großen Monopollage. Seit 1990 in Alleinbesitz. Die Lage ist seit Jahrhunderten bekannt, wurde aber erstmals 1970 als Einzellage erwähnt und gelabelt. Zu 100% Kalkstein und etwas Kreide, das Hammerterroir für Komplexität, Eleganz und Feinheit. In Edelstahl fermentierter Wein, Ausbau in großen Holzfässern. Traditionell eben. Bei Mascarello wird Barolo immer ein Jahr später probiert und auf den Markt gebracht. Langsame Weine voller Emotionalität, der Berater und Önologe ist der gleiche wie bei Giacomo Conterno. Sattes aber total poliertes Tannin. Sehr verspielt, tolle reife Note. Reife Zwetschgen, rote Kirsche, ein bisschen Himbeere und Erdbeere. Sehr fein, zart, lang, mit einer schönen kreidigen Kalksteinspur darunter. Leichte Salznote. Aber auch floral. Etwas Vergissmeinnicht, Rosenblätter, Jasmin. Berauschend, aber ganz ätherisch fein. Eher verspielt und filigran in der Nase. Die Erdbeer-, Himbeernoten noch vor der Kirsche sind auch die Dominanten im Mund. Aber so zart, so unglaublich verspielt. Der Wein endet im Unendlichen. Alles spielt. Es ist ein langsam vergorener Wein mit langem Ausbau. Der Wein ist noch feiner als die meisten Weine aus Monforte. Das ist in einer Raffiniertheit und Verspieltheit wie die schönsten Weine von Roberto Voerzio ohne ganz dessen Dichte zu erreichen. Im Nachhall wieder Himbeere, Erdbeere. Ein bisschen rote Kirsche und Zwetschge aber auch Orangenschale, Hagebutte und etwas rote Johannisbeere. Der Mund bleibt für Minuten so fein berührt. Die Sinne werden komplett eingenommen. Aber nie ist etwas wuchtig. Es bleibt immer ganz fein. Wo sind wir hier? Wir sind hier bei einem gereiften Vina Tondonia aus der Rioja, bei einem zwanzig Jahre altem Chateau Musar aus dem Libanon. Nur viel zarter. Das ist eine so grandiose, komplexe Finesse, wie es besser nicht sein kann, wenn man denn diese zarte Verspieltheit liebt. Dieses Hintergründige, dieses extrem Emotionale, ohne das es einem schon vorne entgegen springt. 95-97+/100

Mein Winzer

Giuseppe Mascarello

Die Familie Giuseppe Mascarello, vorher Mauro Mascarello, kann auf eine 150-jährige Tradition im Weinbau zurückblicken. Richtig berühmt wurden sie durch die genialen Weine der Monopollage MONPRIVATO in Castiglione Faletto.