Barolo La Serra

Roberto Voerzio

Barolo La Serra 2016

Limitiert

voluminös & kräftig
tanninreich
100
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2050
Verpackt in: 3er OHK
3
Lobenberg: 100/100
Suckling: 99/100
Vinum: 19/20
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo La Serra 2016

100
/100

Lobenberg: La Serra ist die kühlste höchste Lage in La Morra, und damit die höchste Lage von Voerzio und in der Langhe überhaupt, in mehr als 420 Metern Höhe direkt am Ortsausgang Richtung Barolo. Südost-Exposition. Inzwischen schon auf 8000 Stöcke je Hektar aufgestockt. Entsprechend der Höhe und der Sonnenexposition ist der La Serra der feinste, verspielteste, der zarteste Wein von Voerzio. Er wird ob seiner Zartheit oft unterschätzt, ist jedoch in warmen, runden Jahren ob seiner verspielten Feinheit und hohen Säure oft der beste Wein Voerzios, zumindest aus meiner Sicht, und auch aus der Sicht des Winzers. Jede Pflanze, also jeder Weinstock, bringt bei Roberto Voerzio nur unter 300 Gramm Beeren aus maximal 5 winzigen Trauben. Nur die stocknahen 5 Trauben werden belassen, und einige Zeit vor der Lese wird die untere Hälfte (der unreifere, grünere Teil) der Traube vorsichtig weggeschnitten. Wahrscheinlich ist Voerzio der extremste Winzer der Welt. Bei so extremer und qualitativ auch gewünschter Ertragsreduktion von ca. 300 Gramm je Rebe ist es dauerhaft jedoch wichtig, die Stockdichte auf Zehntausend je Hektar zu erhöhen. Sonst ist das kommerziell sinnlos. Die Aufstockung erfolgt laufend, aber das wird auch noch Aufgabe der Folgegeneration bleiben. Natürlich erfolgt hier die Arbeit biologisch-organisch (nicht zertifiziert, das Ansehen der italienischen Zertifikate ist wegen diverser Undurchsichtigkeiten arg ramponiert), vom Weinberg bis zum Keller. Nur Spontanvergärung, Nebbiolo-Ausbau nur in gebrauchtem, burgundischem, sehr dichtporigem Holz, minimal getoastet, nur Zweit- und Drittbelegung, damit traditionelle Ausprägung der Weine, Holz ist nicht spürbar. Bei so extrem geringen Erträgen und biodynamischer Weinbergsarbeit ist die Traubenreife deutlich schneller als bei Standardbetrieben, i.d.R. gibt es hier 3 Wochen Vorsprung, man erntet weit vor allen Kollegen und erreicht in anders verlaufenden Jahren die höhere Reife und Komplexität. Häufig ist La Serra, die noch oberhalb von Brunate und Cerequio liegt, für mich der größte Wein bei Voerzio. Auch wenn bei internationalen Verkostern oft die Wärme und Reichhaltigkeit der anderen Lagen mehr ins Gewicht fällt. Wenn es um Finesse geht ist La Serra nicht zu schlagen. Schon die Nase strahlt weniger Wärme und Süße aus als bei Brunate und Cerequio, zeigt eine unglaubliche Feinheit. Hier kommt ein wenig Erdbeere zur Himbeere, hier wird es sehr burgundisch, sehr erhaben, Chambolle Musigny-artig, hell und kreidig, Kalksteinartig, sehr sanft, traumhaft und finessenreich. Auch der Mund zeigt sich so schlank wie die Nase, dabei aber unglaublich lang. Es fehlen, wenn man es negativ ausdrücken will, etwas diese wärmenden Hände im Rücken, dieses Wuchtige, Voluminöse und die Süße aus der Frucht von Cerequio und Brunate. Dafür ist das hier extrem geradeauslaufend, total tänzelnd, eine Primaballerina. Ein Wein zum Abheben und Träumen. Das Tannin ist noch zarter und geschmeidiger, die ganze Anmutung einfach noch eine Dimension feiner. Mir wie so oft der liebste Barolo und für mich einer der besten Weine des Jahrgangs. 100/100

99
/100

Suckling über: Barolo La Serra

-- Suckling: Dark fruit with fresh porcini mushrooms and some black truffles, as well as burnt orange on the nose, following through to a full body with lovely, fresh and ripe fruit, as well as ultra-fine tannins that just flow and melt into the wine. Fluid and thoughtful. Drink after 2024 and onwards. 99/100

19
/20

Vinum über: Barolo La Serra

-- Vinum: Beeindruckt mit vielschichtigen Aromen von Waldfrüchten, Leder und getrockneten Blüten; der Ansatz saftig, die Tannine forsch, frische Säure, besitzt Rasse und Schliff, viel Druck im gloriosen Finish. Grosser Wein, der aber noch reifen sollte. 19/20

Mein Winzer

Roberto Voerzio

„Der Barolo, den ich anstrebe, soll ein strenger Wein sein, komplex an der Nase und am Gaumen sehr feurig. Man soll verstehen, dass er Frucht bester Weinberge ist, geduldiger und emsiger Arbeit, großer Leidenschaft, in großer Einfachheit und mit Respekt vor der Natur.“ (Roberto Voerzio) […]

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