Barolo Falletto di Serralunga

Bruno Giacosa

Barolo Falletto di Serralunga 2015

voluminös & kräftig
tanninreich
97+
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
14,5% Vol.
Trinkreife: 2021–2050
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 97+/100
Suckling: 98/100
Winespectator: 94/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Falletto di Serralunga 2015

97+
/100

Lobenberg: Das Terroir besteht aus Kalkstein und stark mit Eisen durchsetztem Lehm. Für Giacosa erstaunlich kräftig, dunkel, wuchtig in der Nase, dunkle Frucht mit roten Einschüben von frischer roter Frucht, die etwas Auftrieb verleiht, unterlegt von nussig-kräutriger Aromatik mit hoher Mineralität, extrem viel Tiefe und Würze ausstrahlend, etwas Goudron, grandios in der Intensität und doch immer ein typisch, fein, filigran, pinothaft bleibend. Nie zu verwechseln mit irgendeinem anderen Barolowinzer, die zarte Natürlichkeit Giacosas ist nur seinen Weinen in dieser Dimension zu eigen. Tendenziell ein burgundischer Bonnes Mares, um es nachvollziehbar auszudrücken. Im längeren Riechen kommt dann die bei Giacosa so typische, konzentrierte Walderdbeere, ein bisschen dunkle Kirsche und Zwetschge, ein Hauch Cassis und rote Johannisbeere, alles bleibt komplex verspielt, verwoben, hat Tiefe und Würze. Rassige Frische im Mund, tolle salzige Mineralität, viel Steine, konzentrierte Walderdbeere, auch hier mit rassiger, frischer Zwetschge, die Zunge rollt sich fast, der Wein treibt, berührt mit seiner hohen Intensität und bleibt doch in seiner Stilistik immer ein sehr feiner, verspielter Pinot Noir. Schöne Würze zeigend mit unterholzigen Nuancen, balsamisch, tabakig, cremig und komplex. Tendenziell stilistisch ein wenig an den extrem natürlichen und zugleich konzentrierten Barolo von Bartolo Mascarello anlehnend, dabei aber noch deutlich feiner und zarter, deutlich pinothafter. Giacosa ist sicherlich der burgundischste aller Erzeuger. Grandioser, feiner, verspielter Barolo mit hoher Lebenserwartung, der trotz seiner vermeintlichen Zugänglichkeit und Zartheit einige Jahre bis zur optimalen Trinkreife braucht. Giacosas Stil spaltet die Gemüter, es fehlt vielen Trinkern der „Bumms“. 97+/100

98
/100

Suckling über: Barolo Falletto di Serralunga

-- Suckling: Superb aromas of ripe fruit such as plums and berries with peaches and tar. Very intense. Full body, great depth and density. Incredible richness and power with superb length and persistence. One of the most dense and vertical Falletos I have tasted. Try in 2025. 98/100

94
/100

Winespectator über: Barolo Falletto di Serralunga

-- Winespectator: Dense and firmly structured, this red features a distinctive saltiness underlying the floral, cherry, mineral and tobacco flavors. A bit standoffish now, but all the components are in the right proportions. Best from 2023 through 2048. 94/100

Priewe über: Barolo Falletto di Serralunga

-- Priewe: In 2015 hat Bru­no Gia­co­sa zwei Baro­lo abge­füllt: Baro­lo Fal­let­to und Baro­lo Fal­let­to „Vigna Le Roc­che“ – letz­te­rer wie­der eine Super­se­lek­ti­on, aber ohne Riserva-Status. 2015 war, wie oben beschrie­ben, ein war­mes Jahr, das opu­len­te Wei­ne her­vor­ge­bracht hat und des­halb in der Fach­pres­se (und bei vie­len Win­zern) als „gros­ser“ Jahr­gang gefei­ert wird. „Gänsehaut-Weine“ könn­te man die 2015er durch­aus nen­nen, aber nur, weil sie so sug­ges­tiv sind, dass auch Barolo-Laien einen Schau­er über den Rücken läuft. Doch die Grö­ße der 2010er, 2006er und 2001er haben 2015er nicht. Von Bru­no Gia­co­sa wird es in 2015 dem­entspre­chend kei­ne Riser­va geben. Der „Vigna le Roc­che“ mit dem weis­sen Eti­kett, den ich degus­tie­ren konn­te, ist ein wei­cher, war­mer, üppi­ger Wein mit allen Attri­bu­ten, die ein guter Baro­lo haben kann. Der ame­ri­ka­ni­sche Tes­ter James Suck­ling hat ihm 100 Punk­te gege­ben. Ich gebe ihm 94. Der Wein ist zwar reich, aber nicht son­der­lich kom­plex. Er ist hoch­kon­zen­triert und wird voll­stän­dig von der Süße domi­niert: der Extrakt­sü­ße und der Süße rei­fer Früch­te. Das Tan­nin ist zwar per­fekt ver­schmol­zen mit der Frucht, aber es fehlt das eiser­ne Rück­grat, das allein Lang­le­big­keit garan­tiert. Die­ser Wein schmeckt, da bin ich mir sicher, heu­te (und in den nächs­ten fünf Jah­ren) bes­ser als in zehn Jah­ren

Mein Winzer

Bruno Giacosa

Bruno Giacosa war als Traditionalist das Gegenteil der jungen wilden Barriquefreunde Altare, Scavino, Sandrone, Clerico, Gaja und Co. Seine extrem eleganten Weine sind trotz ihrer von kaum einem anderen Erzeuger erreichten Finesse in der Jugend verschlossen, obwohl er sie immer erst ein bis drei...

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