Barolo Castiglione

Vietti

Barolo Castiglione 2013

voluminös & kräftig
tanninreich
frische Säure
94+
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2019–2037
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 94+/100
Galloni: 93+/100
Suckling: 93/100
Weinwisser: 18/20
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Castiglione 2013

94+
/100

Lobenberg: Dieser Wein kommt wie immer aus 11 verschiedenen Lagen und ist der Barolo des Hauses schlechthin. Dafür steht Vietti und dieser Barolo steht für Vietti. Diese Basis zeigt perfekt, was Vietti kann. Und der Wein ist mit gleichem Aufwand vom Weinberg bis zum Keller entstanden und somit eines der qualitativen Superschnäppchen der Langhe überhaupt. Biologisch-organische Weinbergsarbeit. Ultrakleine Erträge von unter 20 hl/ha durch mehrmalige grüne Lese. Beides zusammen ergibt immer eine frühere Reife mir knackiger Säure bei zugleich hoher Fruchtsüße. Im kühlen, aber perfekten Jahr 2013 natürlich erst Ende Oktober gelesen. Bei Vietti wie schon bei Voerzio kann man je nach Jahrgang früher oder später lesen, die volle Reife erreicht man immer. Fermentiert wird nur mit der natürlichen Hefe, also Spontanvergärung. Komplett entrappt, malolaktische Vergärung in gebrauchten kleinen Fässern, Ausbau natürlich zu 100% in größeren, gebrauchten Fässern. Der Barolo Castiglione ist ein Blend aus Top-Einzellagen der Langhe, deren Einzelvinifikation von der Menge nicht lohnt. Wenn man Fläche zukaufen kann wird ein weiterer Cru daraus entstehen, wie es mit dem heutigen Superstar „Ravera“ 2010 geschah. Die Einzellagen gibt es dennoch nur in winzigen Mengen. Die ungeheure Fülle und Reichhaltigkeit zeigt aber schon der Castiglione, der aber zugleich, auch wegen des großen Holzes, eine an Giacosa erinnernde Finesse und Zartheit an den Tag legt. Dichte der Frucht bei totaler Fokussierung, der mittige Lauf eines voluminösen Barolo, der maskuline und feminine, fast Barbaresco-hafte Züge hat. Satte und doch ultrafeine rote Frucht. Feiner Sand. Salz. Kreide und Kalkstein. Das Ganze sehr pikant tänzelnd. Ja, dieser Castiglione ist grundsätzlich die ideale Komposition eines Barolo, so wie es sonst vielleicht noch Maria Theresa Mascarello und eben Giacosa schafft. Und 2013 ist in seiner Pikanz und Delikatesse wie 2012 und hat dazu als 13er noch mehr Frische, Pikanz und Finesse, ein überragendes Beispiel der Stilistik Viettis. Er ist noch feiner und frischer und verspielter als der extrem feine 2012er. 2013 braucht allerdings auch noch mehr Zeit als 2012, weil sein Tannin noch mehr Schärfe zeigt und die Säure etwas höher liegt. Insgesamt auf dem extrem feinen 12er Level, nur knackiger. 94+/100

93+
/100

Galloni über: Barolo Castiglione

-- Galloni: The 2013 Barolo Castiglione is rich, powerful and intense, especially for what is the estate's entry-level Barolo. Dark cherry, plum, spice, new leather and menthol are all used together. Intense and voluptuous, the Castiglione shows the richer, more intense side of the vintage. Time in the glass helps release the aromatics and the brighter side of Nebbiolo. Quite simply, the 2013 is a super Barolo Castiglione that is starting to close the qualitative gap with the single vineyard Barolos. 93+/100

93
/100

Suckling über: Barolo Castiglione

-- Suckling: This is a very fruit-forward Barolo with lots of dried-berry and rose-petal character. Full-bodied, round and soft-textured. Generous. Drink in 2018. 93/100

18
/20

Weinwisser über: Barolo Castiglione

-- Weinwisser: Da man den Ätna-Weinen sowohl burgundisches Flair als auch Ähnlichkeiten zur edlen Barolo-Sorte Nebbiolo nachsagt, war diese Reihenfolge von mir bewusst so gewählt. Aber schon im Duft zeigt sich, dass dieser «Basis-Barolo», ein Luxusbarolo für jeden Tag, in der Grundausrichtung auch rotbeeriger und noch floraler ist, zudem deutlich kühler, würziger und rassiger gewoben ist, nicht ganz so ausladend und reif, sondern eher gerade reif gewordene kleine rote Beeren zeigt. Im Mund dann mit straff organisierter Nebbiolo- Struktur mit enormer Frische, griffigem Tannin, mineralischen Noten und viel Grip. Für rund 40 € ein sensationeller Weinwert mit beginnender Trinkreife. 18/20

Mein Winzer

Vietti

Die Familie Vietti erzeugt Wein seit vier Generationen in Castglione Falletto im Herzen des Anbaugebiets Barolo. Seit 1957 war der 2012 verstorbene Alfredo Currado für den Ausbau der Weine verantwortlich, schon 1961 begann er die großen Lagen separat zu vinifizieren. Vietti war es vorbehalten, den...

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